SteRo Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli (bearbeitet) vor 13 Stunden schrieb Guppy: Die Petrusbruderschaft ist meines Wissens fast nur in der südlichen Hälfte Deutschlands präsent. Wahrscheinlich wäre ich sogar dort gelandet, wenn es um Umkreis von 100 bis 150 KM irgendwie Petrusbrüder gegeben hätte. Aus Wigratzbad werden auf k-tv Gottesdienste übertragen. vor 13 Stunden schrieb Guppy: Ich kenne auch genug Gläubige, denen es nicht mal nur um die alte Messe und schon gar nicht um theologische Fragen rund um das letzte Konzil geht, weswegen sie zur Piusbruderschaft gekommen sind. Würdig gefeierte Messen in der ordentlichen Form, authentische und gute Priester, die ernsthafte Katechese und Verkündigung betreiben. Dazu ein Gemeindeleben ohne diesen ganzen grün-woken Quatsch und sonstigen weltlichen Unfug. Das würde vielen schon reichen. Aber dazu müsste der Papst DA eben auch mal durchgreifen und für Ordnung in der Kirche sorgen. ich glaube dann würden schon einige Gläubige, die sonst zur Piusbruderschaft gehen sagen:"Ja, da kann ich auch eine geistliche Heimat finden" Da würde ich dir zustimmen. Als (fauler) Pragmatiker würde ich aber immer das besuchen, was bei mir am Ort ist und ggf. geringe Schmerzen inkauf nehmen. Eine lateinische Messe wäre mir eine Zumutung, welche ich nur hinnehmen würde, wenn die Alternative jämmerlich ist oder es gar keine Alternative gibt. bearbeitet 10. Juli von SteRo Zitieren
Shubashi Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli (bearbeitet) 13 hours ago, Frey said: In diesem Sinne ist die Anziehungskraft der alten Liturgie und der klaren, hierarchisch gegliederten Ordnung, für die die Priesterbruderschaft steht, weniger eine rein religiöse als vielmehr eine soziale und kulturelle Frage: Es geht um Halt, um Eindeutigkeit, um die Ablehnung einer als beliebig empfundenen Moderne – und die Kirchenspaltung wird so zu einem Symptom eines viel größeren gesellschaftlichen Grabens. Wieder ein guter Analyseansatz, der mal ein bisscher tiefer gräbt. Hier wird unterstellt, dass die Form des „Pius-Ritus“ ordentlich, würdig etc wäre, dabei ist er inzwischen nicht mal mehr römisch-katholisch. Es gibt bei 2000 Jahren Geschichte mit Sicherheit viele interessante spirituelle Traditionen, viele inzwischen ausgestorben, andere wie der gregorianische Chorgesang mit einem Publikum weit über Kirche und Religion hinaus. Nur hat ja auch Bach einen Großteil seines Werkes religiöser Thematik gewidmet, aber seine Zuhörerschaft kann auch komplett losgelöst vom christlichen religiösen Hintergrund Zugang zu seinem Werk finden. Wenn man allerdings ernsthaft die Meinung vertritt, praktiziertes Christentum wäre überwiegend an lateinische Sprache und Ritus gebunden, dann frage ich mich schon, ob es nicht eher um Ästhetik und/oder Nostalgie geht statt um lebendige Religion. Eifrige Anhängerschaft zu einem Museumskult sagt aber nichts darüber aus, ob dieser überhaupt die Vielfalt von Themen adressiert, auf die ein umfassendes weltanschauliches Gebilde wie Kirche es ist, nun einmal regieren muss. Der neue Papst schreibt seine erste Enzyklika zum Thema KI, und eine kleine Gruppe möchte Kirche ernsthaft dran messen, wie die Bischofsstäbe gehalten werden…. Edit PS: Allerdings macht mich die Diskussion auch neugierig - in meiner Gegeng gibt es einen Pius-Standort, selbst an deren Messe teilzunehmen könnte nur klüger machen… bearbeitet 10. Juli von Shubashi 3 Zitieren
Alfons Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 25 Minuten schrieb Shubashi: Nur hat ja auch Bach einen Großteil seines Werkes religiöser Thematik gewidmet, aber seine Zuhörerschaft kann auch komplett losgelöst vom christlichen religiösen Hintergrund Zugang zu seinem Werk finden. Sogar Katholiken hören, singen und musizieren Bachkantaten! 😁 Gut, außer vielleicht BWV 80 mit dem Text des Lutherchorals "Ein feste Burg ist unser Gott", komponiert zum Reformationsfest. Aber sonst ... (Das war jetzt off topic, aber juckte mir halt in den Fingern). Zitieren
Lindau Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli Warum braucht die Bruderschaft solch eine schwierige Abkürzung? Zitieren
Shubashi Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli 6 hours ago, Alfons said: Sogar Katholiken hören, singen und musizieren Bachkantaten! 😁 Gut, außer vielleicht BWV 80 mit dem Text des Lutherchorals "Ein feste Burg ist unser Gott", komponiert zum Reformationsfest. Aber sonst ... (Das war jetzt off topic, aber juckte mir halt in den Fingern). Er ist für mich das beste Beispiel, dass Frömmigkeit, Musik oder Religion nicht das Exklusiveigentum bestimmter rechthaberischer Gruppen sind. 2 Zitieren
Frey Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 9 Stunden schrieb Shubashi: Wieder ein guter Analyseansatz, der mal ein bisscher tiefer gräbt. Hier wird unterstellt, dass die Form des „Pius-Ritus“ ordentlich, würdig etc wäre, dabei ist er inzwischen nicht mal mehr römisch-katholisch. Es gibt bei 2000 Jahren Geschichte mit Sicherheit viele interessante spirituelle Traditionen, viele inzwischen ausgestorben, andere wie der gregorianische Chorgesang mit einem Publikum weit über Kirche und Religion hinaus. Nur hat ja auch Bach einen Großteil seines Werkes religiöser Thematik gewidmet, aber seine Zuhörerschaft kann auch komplett losgelöst vom christlichen religiösen Hintergrund Zugang zu seinem Werk finden. Wenn man allerdings ernsthaft die Meinung vertritt, praktiziertes Christentum wäre überwiegend an lateinische Sprache und Ritus gebunden, dann frage ich mich schon, ob es nicht eher um Ästhetik und/oder Nostalgie geht statt um lebendige Religion. Eifrige Anhängerschaft zu einem Museumskult sagt aber nichts darüber aus, ob dieser überhaupt die Vielfalt von Themen adressiert, auf die ein umfassendes weltanschauliches Gebilde wie Kirche es ist, nun einmal regieren muss. Der neue Papst schreibt seine erste Enzyklika zum Thema KI, und eine kleine Gruppe möchte Kirche ernsthaft dran messen, wie die Bischofsstäbe gehalten werden…. Edit PS: Allerdings macht mich die Diskussion auch neugierig - in meiner Gegeng gibt es einen Pius-Standort, selbst an deren Messe teilzunehmen könnte nur klüger machen… Bach ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen Richtung nicht zwangsläufig trennt, sondern durchaus verbinden kann. Man braucht sich nichts vorzumachen: Nichts hindert einen formal daran, fremde religiöse Traditionen oder Riten aufzusuchen und daran teilzunehmen. Und doch gibt es diese Hemmschwelle – man gehört ja nicht dazu, man will nicht stören. Es ist wie bei einem Fremden, bei dem man nicht einfach klingelt, um sich an den Mittagstisch zu setzen. Höflichkeit, Benehmen, allgemein: soziale Regeln, die man gar nicht bewusst befolgt, wirken hemmend. Ich stelle das immer wieder fest – in Klöstern, in der Synagoge, in der Moschee. Es ist, als stünde da eine undurchdringliche Wand, obwohl niemand sie aufgestellt hat: das Fremde selbst. Georg Simmels „Der Fremde", ein Kapitels in seiner 1908 erschienenen Soziologie ist der grundlegende Text der Migrationssoziologie. Er passt dazu: Formale Offenheit eines sozialen Raums (alle dürfen hinein) und faktische Zugänglichkeit (man traut sich hinein) fallen auseinander. Die Hemmung entsteht nicht durch explizites Verbot, sondern durch internalisierte Verhaltensnormen – ein interessanter Kontrast zwischen institutioneller Offenheit und individuell erlebter sozialer Distanz. Man darf zur Priesterbruderschaft St Pius in deren Gottesdienst gehen, um sich ein eigenes Bild zu machen, und besser zu verstehen. Zitieren
iskander Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli Am 9.7.2026 um 18:29 schrieb Kara: Während du immer und immer wieder damit anfängst. Du hast so eine zwanghafte Obsession bei diesem Thema (im Gegensatz zu @Flo77 oder allen anderen hier), dass ich einfach nicht möchte, dass meine Kinder irgendwie in deinen Beiträgen auftauchen. Ja, ganz besonders nicht in DEINEN Beiträgen, auch wenn ich es allgemein nicht möchte. Absolut nicht. Nie im Leben. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ich Dich oder (jemand anderen) auch nur ein einziges mal danach gefragt habe, wie Du Deine Kinder erziehst. Falls ich das je doch gefragt haben sollte müsste es Jahre her sein, und dann hätte ich das in einer respektvollen und diskreten Weise formuliert und ein "nein" selbstredend akzeptiert. Aber auch da halte ich wie gesagt für sehr unwahrscheinlich und möchte es nahezu ausschließen. Wie um Himmels Willen kommst Du auf die Idee, ich hätte eine "zwanghafte Obsession", in Deine Privatsphäre vordringen zu wollen, oder Dich nach der Erziehung Deiner Kinder zu löchern? Wie kommst Du darauf? (Abgesehen davon: Was ist an mir oder meinen Beiträgen schlechter als an Deiner, außer dass ich eben teilweise andere Auffassungen vertrete als Du?) Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 11 Stunden schrieb Flo77: Eure Kirche wäre leer, wenn der grün-woke Unfug nicht stattfinden würde? Das wirft einiges an Fragen auf. Kommt darauf an, was man darunter versteht. Ich vermute, dass damit das gemeint ist, was bei uns ein normaler Sonntagsgottesdienst ist. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 15 Stunden schrieb rorro: Eine interessante Vermutung. Du glaubst also nicht, daß es in Deiner Pfarrei bspw. Menschen gibt, die eine Liturgie bevorzugen würden, die sich an die Vorgaben der Kirche hält und das „mysterium tremendum et faszinosum“ betont? Sind die mittlerweile woanders heimisch, was denkst Du? Vermutlich. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli Was ist eine würdige Liturgie? Ist die tridentinische Messe per se und immer würdig? Und damit logischerweise die normative Messe nicht? Sorry, man kann natürlich die Aussage, Latein und Hochaltar seinen automatisch würdig, für bare Münze nehmen. Stimmen muss das nicht. Der Rekord an Schnelligkeit beim Zelebrieren einer Messe im tridentinischen Stil soll in meiner Pfarrei seinerzeit bei 18 Minuten gelegen haben, kürzer als der Rosenkranz, der derweil gebetet wurde. Muss sehr würdig gewesen sein. Es ist zu verstehen, wie froh meine Elterngeneration über die Wiederherstellung der Würde der Liturgie durch das Konzil waren. Zitieren
Kara Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 15 Minuten schrieb iskander: Wie um Himmels Willen kommst Du auf die Idee, ich hätte eine "zwanghafte Obsession", in Deine Privatsphäre vordringen zu wollen, oder Dich nach der Erziehung Deiner Kinder zu löchern? Wie kommst Du darauf? Die zwanghafte Obsession bezog sich auf das Thema Sex. Deinem Lieblingsthema. Um es netter zu formulieren. Ich wünsche mir, dass du zukünftig mich und meine Familie aus deinem Lieblingsthema rauslässt. Ich finde schon die Erwähnung meiner Kinder in diesem Zusammenhang grenzüberschreitend. Bitte. Zitieren
iskander Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli Am 9.7.2026 um 21:06 schrieb rorro: Da dachte ich doch kurz für einen Moment, Du schreibst vom Synodalen Weg. Sorry…🤦♂️ Der Synodale Weg sagt eben: "Lieber Papst, wir möchten gerne Veränderungen haben." Die Pius-Brüder sagen: "Lieber Papst, schwäre der Häresie ab und werde wieder so katholisch, wie wir es sind, damit wir nicht weiterhin gezwungen sind, in schwerer Weise gegen das Kirchenrecht zu verstoßen und offen gegen Dich zu rebellieren." Dir muss keines von beiden gefallen, aber es besteht dennoch ein nicht unerheblicher Unterschied. @Guppy Am 9.7.2026 um 21:06 schrieb Guppy: Um mal eine Lanze für iskander brechen: Ich bin so gut wie nie mit ihm einer Meinung und manchmal habe ich auch keine Lust auf seine Beiträge einzugehen, aber ich finde er diskutiert im allgemeinen respektvoll und sachlich gegenüber anderen. Dass er sich unverschämt und ungehörig verhält nehme ich so überhaupt nicht wahr. Klar kann man sich immer mal auf den Schlips getreten fühlen, aber ein allgemeines Iskander-Bashing empfinde ich irgendwie nicht gerechtfertigt und nicht fair. Möchte ich nur mal anmerken. Danke Guppy, das freut mich tatsächlich. Ich würde jederzeit vor Gericht einen Eid ablegen, dass ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% weder @Kara noch sonst jemanden danach gefragt hab, wie er seine Kinder erzieht; und dass in dem äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass ich das getan haben sollte, dies Jahre her ist, dass ich ein "nein" selbstredend akzeptiert hätte, und dass meine Frage höflich und respektvoll formuliert gewesen wäre, im Sinne von: "Falls mir diese Frage erlaubt sein sollte ... Falls Dir das aber zu privat sein sollte, verstehe ich und respektiere ich das natürlich; es ist allein Deine Entscheidung, ob Du Dich dazu äußern möchtest." Ich möchte Dir auch ein Kompliment zurückgeben, das ehrlich gemeint ist und einen Gedanken ausdrückt, den ich in letzter Zeit mehrmals hatte: Wie Du sagst, sind wir ja oft völlig anderer Meinung, und ich äußere mich Deinen Positionen gegenüber schon deutlich und sehr kritisch - wenn hoffentlich auch sachlich und fair. Aber Du ziehst Dich da trotzdem nicht beleidigt zurück, sondern trittst immer wieder in den Dialog mit mir ein. Das findet meinen Respekt. Zitieren
iskander Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 11 Minuten schrieb Kara: Die zwanghafte Obsession bezog sich auf das Thema Sex. Deinem Lieblingsthema. Um es netter zu formulieren. Kara, über Sex als solchen spreche ich hier äußerst selten. Häufiger spreche ich über Sexualmoral und alles, was damit zusammenhängt. Das ist ein großer Unterschied. In den meisten Fällen äußere ich mich reaktiv, also wenn andere das Thema aufbringen. Meine Beiträge enthalten Argumente und Belege; sie sind, wenn ich das in aller Bescheidenheit sagen darf, sachkundig und durchdacht. Ich habe mich vermutlich mehr mit kirchlichen Argumenten - oder den Argumenten kirchennaher Denker - befasst als die meisten konservativen Katholiken. Zudem äußere ich mich auch zu vielen anderen Themen. Wenn Dir meine Beiträge nicht zusagen, ist das Dein gutes Recht. So wie es mein gutes Recht ist, wenn mir die Beiträge anderer nicht gefallen. Das wäre aber sicher noch kein Grund, den anderen zu schelten. vor 11 Minuten schrieb Kara: Ich wünsche mir, dass du zukünftig mich und meine Familie aus deinem Lieblingsthema rauslässt. Kara, ich halte es für nahezu ausgeschlossen - wenn nicht für völlig ausgeschlossen - dass ich Dein privates Leben oder das Deiner Familie jemals in eine Diskussion zur Sexualmoral mit hineingezogen hätte. (Falls je doch - was ich für sehr unwahrscheinlich halte - müsste das Jahre her sein; ich hätte eine Zurückweisung der Frage selbstredend akzeptiert und meine Frage respektvoll und sensibel formuliert.) Ich habe wirklich absolut keine Ahnung, wie Du zu diesem Vorwurf kommst. Zitat Ich finde schon die Erwähnung meiner Kinder in diesem Zusammenhang grenzüberschreitend. Deine Kinder habe ich meines Wissens nie thematisiert, und schon gar nicht in einem sensiblen Zusammenhang. Vermutlich besteht meine einzige Erwähnung von ihnen darin, dass ich klarstelle, dass ich Dich nie nach ihnen oder ihrer Erziehung gefragt habe. Ich habe gerade nach Suchbegriffen wie "Deine Kinder" und "Deine Tochter" in der "Erweiterten Suche" gesucht, mit mir als Autor. Ich konnte zumindest auf diese Weise absolut keinen Beitrag finden, in welchem ich Deine Kinder erwähnt hätte - außer eben Beiträge aus der allerletzten Zeit, in denen ich klarstelle, dass ich Dich nie nach Deinen Kindern und ihrer Erziehung gefragt habe. Und ich halte es für extrem wahrscheinlich, dass selbst eine umfassende Suche Treffer zeitigen würde - einfach weil es keine gibt. Kara, wie kommst Du zu Deinen Vorwürfen? Ich unterstelle Dir keine böse Absicht, man kann sich auch irren, das passiert jedem. Aber bitte überlege und überprüfe noch einmal, ob Du wirklich sicher bist, dass Deine Vorwürfe - und die mit ihnen verbundenen scharfen Angriffe auf meine Person - irgendeine sachliche Grundlage haben. Zitieren
Werner001 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 56 Minuten schrieb nannyogg57: Was ist eine würdige Liturgie? Ist die tridentinische Messe per se und immer würdig? Und damit logischerweise die normative Messe nicht? Da stand „Würdig gefeierte Messen in der ordentlichen Form“. Das hast du vermutlich überlesen, als du darauf geantwortet hast, dass dann bei euch die Kirche leer wäre Werner Zitieren
rorro Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 2 Stunden schrieb nannyogg57: vor 17 Stunden schrieb rorro: Eine interessante Vermutung. Du glaubst also nicht, daß es in Deiner Pfarrei bspw. Menschen gibt, die eine Liturgie bevorzugen würden, die sich an die Vorgaben der Kirche hält und das „mysterium tremendum et faszinosum“ betont? Sind die mittlerweile woanders heimisch, was denkst Du? Vermutlich. Findest Du das okay oder bedrückt Dich das, daß Ihr für vielleicht gar nicht wenige (können auch sehr wenige sein, weiß keiner) kein bevorzugter Ort der Gotteserfahrung seid, obwohl sie bei Euch leben? Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli (bearbeitet) vor 8 Minuten schrieb rorro: Findest Du das okay oder bedrückt Dich das, daß Ihr für vielleicht gar nicht wenige (können auch sehr wenige sein, weiß keiner) kein bevorzugter Ort der Gotteserfahrung seid, obwohl sie bei Euch leben? Ich weiß es wirklich nicht. Ich wohne jetzt seit über 30 Jahren vor Ort und unterrichte die zweite Generation in katholischer Religion. Mir ist bis zum heutigen Tag niemand bei uns begegnet, der oder die Interesse an tridentinischen Messen gehabt hätte. Da das aber kein Beweis ist, deshalb schrieb ich "vermutlich". Nein, es bedrückt mich Null. Mein Klientel, für das ich mich einsetze, sind Grundschüler und -schülerinnen. bearbeitet 10. Juli von nannyogg57 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor einer Stunde schrieb Werner001: Da stand „Würdig gefeierte Messen in der ordentlichen Form“. Das hast du vermutlich überlesen, als du darauf geantwortet hast, dass dann bei euch die Kirche leer wäre Werner Ist unter dem grün-woken Unfugsgejammere untergegangen. Zitieren
rorro Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 8 Minuten schrieb nannyogg57: Mir ist bis zum heutigen Tag niemand bei uns begegnet, der oder die Interesse an tridentinischen Messen gehabt hätte. Davon sprach ich auch gar nicht. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 10. Juli Melden Geschrieben 10. Juli vor 48 Minuten schrieb rorro: Davon sprach ich auch gar nicht. Dann verstehe ich deine Frage nicht, mit Verlaub. Zitieren
Shubashi Geschrieben 11. Juli Melden Geschrieben 11. Juli 7 hours ago, nannyogg57 said: Der Rekord an Schnelligkeit beim Zelebrieren einer Messe im tridentinischen Stil soll in meiner Pfarrei seinerzeit bei 18 Minuten gelegen haben, kürzer als der Rosenkranz, der derweil gebetet wurde. Luther schildert das hastige Lesen der Messe, mit aufs Ende drängelnden Zelebranten, wohl als eine der irritierenden Erfahrungen seiner Reise nach Rom. Das Aufsagen der Sprüche v.a. in der richtigen Sprache als Leitkriterium klingt für mich immer ein bisschen nach Harry Potter. Zitieren
Frey Geschrieben 11. Juli Melden Geschrieben 11. Juli vor 9 Stunden schrieb nannyogg57: Ich weiß es wirklich nicht. Ich wohne jetzt seit über 30 Jahren vor Ort und unterrichte die zweite Generation in katholischer Religion. Mir ist bis zum heutigen Tag niemand bei uns begegnet, der oder die Interesse an tridentinischen Messen gehabt hätte. Da das aber kein Beweis ist, deshalb schrieb ich "vermutlich". Nein, es bedrückt mich Null. Mein Klientel, für das ich mich einsetze, sind Grundschüler und -schülerinnen. Das kommt mir bekannt vor, und ich würde es sogar noch etwas weiter fassen: Je stärker sich ein Katholik traditionellen Formen des Glaubens verbunden fühlt, desto weniger ist er bereit, dies nach außen zu tragen. Man kann diese These noch schärfen: Sie trifft umso mehr zu, je weniger Gleichgesinnte er in seinem sozialen Umfeld vorfindet. Ein Beispiel: Nehmen wir einen gläubigen Katholiken mittleren Alters, der sich sowohl dem Dogma als auch der Praxis verbunden fühlt. Unter Gleichgesinnten wird er sich wohler fühlen und offener auftreten als unter Andersdenkenden. Konkreter noch: Im katholischen Dorf in Bayern trägt er seine Überzeugung eher sichtbar nach außen als in der modernen Großstadt im Ruhrgebiet. Die tridentinische Messe spitzt diese Bindung an traditionelle Formen zu und bietet dem beschriebenen Phänomen zugleich einen geschützten Raum, in dem es leichter fällt, sich zu äußern. Aus der Perspektive aktiver Gemeindemitglieder ließe sich die Wahrnehmung, es habe "niemand Interesse an tridentinischen Messen" bekundet, gerade dadurch erklären, dass die Interessierten in der Gemeinde entweder nicht sichtbar werden oder sich aus den genannten Gründen nicht äußern wollen. Das erinnert mich an eine Erfahrung, die ich selbst und andere gemacht haben: Mir ist noch niemand begegnet, der die AfD wählt. Damit das nicht missverstanden wird: Ich möchte Katholiken mit Bindung an traditionelle Glaubensformen keineswegs mit AfD-Sympathisanten gleichsetzen. Ich bin aber sicher, dass Sätze wie "Man darf ja nicht mehr seine Meinung sagen" oder "Man darf ja nicht mehr traditionelle Glaubensformen befürworten" ihren Ursprung in demselben Mechanismus haben. In der Umfrageforschung kennt man dieses Phänomen übrigens unter dem Begriff "Non-Response", also dem Ausbleiben einer Antwort. Ein großer Teil der Non-Response entsteht bei Fragen, deren Beantwortung als "sozial unerwünscht" gilt – und dies tritt nachweislich bei persönlichen Interviews häufiger auf als bei telefonischen oder Online-Umfragen. Die Exkommunikation der Priesterbruderschaft St. Pius X. – samt ihrer Priester und der an den Messen teilnehmenden Gläubigen – verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Gewiss gibt es dabei einen Märtyrereffekt, den auch AfD-Repräsentanten in Gestalt der Opferrolle gut zu bedienen wissen. Doch der Großteil der Sympathisanten bleibt unter dem Radar – und droht damit, das eigentliche Problem, für den Mainstream verloren zu gehen. Die Exkommunikation ist eine offene Form sozialer Unerwünschtheit. Sie mindert die Sichtbarkeit der Sympathisanten und erweckt so in modernen Gemeinden den Eindruck, es sei bis heute "niemandem bei uns" jemand begegnet, der oder die Interesse an tridentinischen Messen gehabt hätte. Man könnte dazu auch eine Zeitreise in vergangene Jahrhundert, z.B. in die 60er Jahre machen. Damalige Verfechter von heute modernen Lebensformen oder von politischen Randmeinungen erlebten Ähnliches. Die Wirkmechanismen sind die Gleichen, die Inhalte unterschiedlich. Zitieren
SteRo Geschrieben 11. Juli Melden Geschrieben 11. Juli vor 13 Stunden schrieb nannyogg57: Was ist eine würdige Liturgie? Das ist eine merk-würdige Frage *g Auch möchte man vielleicht annehmen, dass es auf die Würdigkeit des Gottesdienstbesuchers ankommt ... Zitieren
rorro Geschrieben 11. Juli Melden Geschrieben 11. Juli vor 10 Stunden schrieb nannyogg57: Dann verstehe ich deine Frage nicht, mit Verlaub. Nun ich behaupte, die ordentliche Form, sehr feierlich gefeiert mit allem drum und dran, ohne frei gewählte Einlagen jeglicher Art, kann dieses mysterium tremendum et faszinosum genauso transportieren wie eine Alte Messe. Zitieren
SteRo Geschrieben 11. Juli Melden Geschrieben 11. Juli Erzbistum Köln warnt vor Sakramentenempfang bei Piusbrüdern Zitieren
gouvernante Geschrieben 11. Juli Melden Geschrieben 11. Juli vor einer Stunde schrieb rorro: Nun ich behaupte, die ordentliche Form, sehr feierlich gefeiert mit allem drum und dran, ohne frei gewählte Einlagen jeglicher Art, kann dieses mysterium tremendum et faszinosum genauso transportieren wie eine Alte Messe. Ich würde noch weiter gehen: die ordentliche Form, ganz schlicht und nüchtern gefeiert, ohne frei gewählte Einlagen jeglicher Art, kann dieses mysterium tremendum et faszinosum genauso transportieren wie eine Messe im außerordentlichen usus. Zitieren
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