Kara Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli Ich denke, dass das Leid der Leihmütter in unterschiedlichen Ländern durchaus unterschiedlich groß ist. Und man die USA nicht mit Indien vergleichen kann. Aber das ist eben nicht der einzige Punkt, der schlimm am Thema Leihmutterschaft ist. Zitieren
Shubashi Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli (bearbeitet) 1 hour ago, mn1217 said: Ja,klar... Erzählen lässt sich viel. Das reden sich bestimmt einigeviele auch für sich selbst schön. Und wer stellt sich denn für solche Interviews zur Verfügung? Und welche Vorgaben hat die Agentur im Vorfeld gegeben,die sie nie zugeben wird? Und n=50? Keine repräsentative Anzahl. Aber klar,alles supi, null Missbrauchpotential und man kann einfach Frauen und Kinder bestellen.... 50 Interviews klingt für mich jetzt auch nicht sonderlich repräsentativ, aber ich finde es wichtig, allen Leuten zuzuhören, die sich ernsthaft und ausführlicher mit dem Thema beschäftigen. Ich bin sehr skeptisch, was die Macht des Geldes angeht, und Frau König sagt auch ausdrücklich, wenn alle am Leimuttergeschäft verdienen, steht auch den Frauen ein guter Anteil zu, gerade wegen der Risiken. Aber ich schätze auch eine ehrliche Diskussion, gerade mit Widerspruch und Argumenten, die mir vielleicht nicht passen. Und deswegen sollte jede und jeder hier etwas beitragen, wenn das Thema interessiert und man etwas herausfindet. In einigen Jahren sind wir dann vielleicht klüger, und mit Glück sogar weiser…. bearbeitet 22. Juli von Shubashi Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli vor einer Stunde schrieb mn1217: Und es entsteht ein Kind, es wird also über mindestens 2 Menschen "verfügt". Ein Kind das es ohne die Leihmutterschaft gar nicht gäbe. Aber ich hab deinen Punkt verstanden: Überbevölkerung, Unfruchtbarkeit ist der Wille Gottes... vor einer Stunde schrieb mn1217: Du siehst keinen Unterschied zwischen natürlicher Schwangerschaft und erkaufter( ob jetzt per IVF oder Leihmutter), ich durchaus. Wenn du meinst, dann wird das wohl so sein. vor einer Stunde schrieb mn1217: Er kauft meine Arbeitsleistung. Ist aber OT. Das ist sowas von On Topic! Zumindest solange der Unsinn vom "Frauen und Kinder kaufen" noch weiter durch diesen Thread geistert. Bei Arbeitsverträgen nimmst du es ganz genau mit der Unterscheidung zwischen der Bezahlung für eine Leistung aber beim Thema Leihmutterschaft holst du den verbalen Holzhammer raus. Ich frag mich auch, was das soll. Mir geht das moralinsaure Geseier so auf den Sack, dass ich überhaupt keine Lust habe, unter dem verbalen Müll nach einem hervorragend versteckten Argument zu suchen. Selbst wenn Teilnehmer wie @Shubashi, die deinen Standpunkt im Grundsatz teilen, einen differenzierten Beitrag posten, fährst du mit deinem Gepampe (die reden sich das schön! wer stellt sich dafür zur verfügung? die haben einen Maulkorb...) darüber hinweg. Aber sieh es so: Zitat Wenn es natürlich nicht klappt mit dem Diskutieren,hat das Gründe und soll vielleicht nicht sein. Es gibt 28,2 Tausend Beiträge von dir, das ist eher zu viel als zu wenig. Wenn du diskutieren willst und es natürlich klappt kannst du ja eine Münze in die Parkuhr werfen. Zitieren
rorro Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli vor 3 Stunden schrieb Kara: Stört das hier nur mich an dem Ganzen? Nein, keinesfalls. vor 3 Stunden schrieb Kara: Ja, es ist ein grundsätzliches Problem der IVF. Und trotzdem gehört es auch hier dazu. Zumal sich hierzulande Frauen bei einer Kinderwunschbehandlung normalerweise nicht mehr als 2 Embryonen einsetzen lassen, was bei Leihmüttern in bspw. Indien anders ist. Dort ist es dann sehr oft so, dass die überzähligen Föten getötet werden. Das passiert hier auch. In utero. Über diesen „Selektiven Fetozid“ habe ich schon mehrfach hier geschrieben. Zitieren
Werner001 Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli vor 1 Stunde schrieb mn1217: Ja,klar... Erzählen lässt sich viel. Das reden sich bestimmt einigeviele auch für sich selbst schön. Und wer stellt sich denn für solche Interviews zur Verfügung? Und welche Vorgaben hat die Agentur im Vorfeld gegeben,die sie nie zugeben wird? Und n=50? Keine repräsentative Anzahl. Aber klar,alles supi, null Missbrauchpotential und man kann einfach Frauen und Kinder bestellen.... Sie hat mit 50 Frauen gesprochen und sagt, dass deren Motivation sehr oft (nicht immer) ganz anders als erwartet war. Aber das ist natürlich alles Quatsch, denn du weißt ohne auch mit mit einer einzigen zu sprechen, wie das wirklich ist, was erdreistet sich die dumme Realität, dem zu widersprechen? Werner Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Higgs Boson Geschrieben 23. Juli Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 23. Juli (bearbeitet) Menschen werden für Dienstleistungen bezahlt. Das ist schon ziemlich lange so. Dafür gibt es seit der Bronzezeit Regeln, die immer weiter ausgebaut werden. Dabei gibt es Beschäftigungen, die von der Gesellschaft je nach dem als unmoralisch und unethisch betrachtet werden, Prostitution zum Beispiel. Das ist ein heikles Thema und der Staat möchte Frauen da schützen. Das kann man so machen, dass man das verbietet. Hat man sehr lange so gemacht. Aber verbotene Tätigkeiten hören nicht dadurch auf, dass man sie verbietet. Sie gehen dann in die Illegalität und entziehen sich jedem Schutz. Heute ist die Prostitution nicht mehr verboten, die Damen zahlen Steuern, haben Rechte und Urlaub. Es gibt zwar immer noch illegale Prostitution, legale ist aber möglich. Der Staat ist kein moralischer Sittenwächter, ihm geht es um den Schutz von Individuen. Das Ganze jetzt auf die Leihmutterschaft übertragen: kann der Staat durch Gesetze legale Leihmütter schützen? Beispiel: Leihmütter bauen in der Schwangerschaft eine Beziehung zum Kind auf, dem könnte durch ein Art Umgangsrecht (nicht Erziehungsrecht!) Rechnung getragen werden. Selbstverständlich ist es möglich, Leihmutterschaft abzulehnen, als eigene, persönliche Entscheidung. So wie es eine eigene, persönliche Entscheidung ist, in einem Puff zu arbeiten oder nicht, oder selbigen zu besuchen. Wenn im Nachgang zu Spahns Entscheidung ein konstruktiver Diskurs entsteht, der das Thema Leihmutterschaft mit Schutz der Leihmutter und dem entstehenden Kind zum einen ermöglicht und zum anderen in eine neue gesetzliche Form bringt, bin ich zwar immer noch kein Fan von Spahn, aber das wäre in meinen Augen eine erfreuliche Entwicklung. Denn so wie das im Augenblick gehandhabt wird, indem man auf ausländische Leihmütter ausweicht, genau dann hat man eben keine Handhabe Missbrauch zu verhindern. Der fremde Staat stellt nämlich eine gültige Geburtsurkunde aus, auf dem der entsprechende Vater gültig eingetragen ist. Das ist noch eindeutiger, als eine Auslandsadoption. Ich kann alle Einwände dagegen verstehen und die in meinen Augen gefährlichste Entwicklung ist die zum "Recht auf ein Kind". Mich schmerzt da weniger die Objektivierung der Mutter, mehr die des Kindes. Es ist die Haltung, die da dahinter steht. bearbeitet 23. Juli von Higgs Boson 3 3 Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Shubashi Geschrieben 23. Juli Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 23. Juli 9 hours ago, OneAndOnlySon said: das moralinsaure Geseier Das ist zwangsläufig eine Begleiterscheinung einer moralischen Haltung, und wäre hier vermutlich absolut jedem (einschließlich mir und Dir) vorwerfbar - wir haben vermutlich alle nur unterschiedliche Grenzen und Themen, bei denen bei uns der moralische Aspekt unsere Sichtweise dominiert. Mir wäre einerseits wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu führen - und zum anderen anzuerkennen, das christliche Positionen in unserer Gesellschaft inzwischen die Minderheit sind und damit immer viel stärker begründungsbedürftig. Und das gilt für jede Position; aus christlicher Haltung eine liberalere Migrationspolitik zu fordern, oder die gleichgeschlechtliche Ehe zu befürworten oder abzulehnen, oder eben Abtreibung, IVF und Leihmutterschaft - in einer säkularen, pluralistischen Gesellschaft muss man immer begründen, warum der christliche Standpunkt gelten sollte, egal ob wir Lehramt, Papst oder Evangelium heranziehen. Und bei allem ist uns Christen vorwerfbar, dass sei „moralinsaures Geseier“ - sehe ich aber als Pluspunkt, mit dem wir leben dürfen. 4 Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli Am 21.7.2026 um 16:24 schrieb Flo77: Kreise in denen die rituelle Bodymodification von Jungen gang und gäbe ist. das wäre mir neu dass das in evangelikalen und katholisch-konservativen Kreisen Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli Am 21.7.2026 um 17:46 schrieb Guppy: Was passiert eigentlich, wenn die Mutter ihr Kind nach der Geburt doch behalten und es doch nicht an die Homos verkaufen will? Wird das Kind dann gewaltsam gepfändet und seinen "Eigentümern" übergeben? Oder muss die Mutter dann Schadenersatz an die Käufer zahlen? dann gibts kein Geld Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli Am 21.7.2026 um 18:03 schrieb Chrysologus: Deine Wortwahl ist unerträglich und menschenverachtend. Du glaubst offensichtlich, dass man Menschen besitzen und verkaufen könne. typisch für gewisse kath Kreise wenns um die Moral der anderen geht Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli Am 21.7.2026 um 22:29 schrieb Guppy: Du brauchst nicht vom Thema ablenken. Meine Frage bezieht sich auf Leihmutterschaft. Was ist, wenn die Mutter ihr Kind nach der Geburt behalten möchte, per Vertrag aber eigentlich dazu verpflichtet ist, ihr Kind an zwei Homos zu geben, die das Kind bei ihr bestellt und sie dafür bezahlt haben? Wird das Kind dann der Mutter gewaltsam entrissen und den Käufern zugeführt? Oder können die Käufer dann die Mutter dann in den Ruin klagen wegen Vertragsbruch? Oder wie läuft das dann? sie hat ja Geld genommenn also nicht jammern wegen Ruin Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli Am 21.7.2026 um 23:35 schrieb Flo77: Bei unserer Rechtsprechung? Gott bewahre... und alles ist so furchtbar Mimmi Zitieren
rorro Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli (bearbeitet) vor 11 Stunden schrieb OneAndOnlySon: Ein Kind das es ohne die Leihmutterschaft gar nicht gäbe. Das Argument der industriellen Massentierhaltung. Übrigens habe ich immer noch nicht gesehen, warum es sich nicht um Kauf eines Kindes handeln soll… bearbeitet 23. Juli von rorro Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 21 Stunden schrieb Chrysologus: Nein. Ich bin nur verwundert, dass guppy & Co. es ganz furchtbar finden, was Herr S. gemacht hat, aber sie es offensichtlich nicht weiter stört, in welchen Verhältnissen die Kinder bei W. aufwachsen. Das erweckt doch den Eindruck, dass man eine bestimmte Agenda verfolgt. aber das ist doch in gewissen Kath Kreisen üblich siehe der verlorene Sohn DDr Berger lebt jaauch nach wie vor mit seinem Sohn zusammen haupsache er ist rechts 1 Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 21 Stunden schrieb Florianklaus: Wer verfolgt welche Agenda? die Dame Zitieren
Spadafora Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 16 Stunden schrieb Guppy: Soweit ich nun gelesen habe, gelten in den USA die Käufer des Kindes rechtlich schon vor der Geburt als "Eltern". Die Mutter ist damit rechtlich nur ein Objekt, der Brutkasten. Wenn die Mutter ihr Kind nach der Geburt behalten will, ist das rechtlich nicht erlaubt und das Kind wird ihr gewaltsam entrissen und den Käufern gegeben. Mimmi die Dame weiß da ja alles schon vorher Zitieren
Shubashi Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli (bearbeitet) Medien sind übrigens nicht festgelegt auf eine bestimmte Position, und Kritik an Leihmutterschaft kommt nicht mal annähernd überwiegend aus einer christlichen Haltung. Heute dieser Kommentar aus dem „Tagesspiegel“: Quote In der „Zeit“ las ich ein Interview mit der Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf, die sich für eine Legalisierung aussprach. Das Verbot sei paternalistisch, die Union spreche Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht ab. Man dürfe Leihmütter nicht gegen ihren erklärten Willen vor sich selbst schützen. Es gebe schließlich auch ein Recht auf Rauchen, Alkoholtrinken oder Hochrisikosport. Das Freiheitsbild, das aus diesen Sätzen spricht, ist radikal individualistisch, marktliberal und erstaunlich kalt. Aus feministischer Sicht bleibt die Lage eindeutig: Leihmutterschaft muss verboten bleiben, man sollte vielmehr darüber sprechen, wie man die kommerzielle Vermittlung ins Ausland begrenzt und deutsche Auftraggeber zur Verantwortung zieht…..Schwangerschaft und Geburt sind anstrengend und gefährlich. Eine große kanadische Studie fand bei Leihmüttern deutlich häufiger schwere gesundheitliche Komplikationen als bei Frauen nach einer gewöhnlichen Schwangerschaft oder einer IVF-Behandlung. Betroffen waren unter anderem schwere Blutungen nach der Geburt, Bluthochdruckerkrankungen und Frühgeburten. … bearbeitet 23. Juli von Shubashi Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 2 Stunden schrieb Shubashi: Medien sind übrigens nicht festgelegt auf eine bestimmte Position, und Kritik an Leihmutterschaft kommt nicht mal annähernd überwiegend aus einer christlichen Haltung. Heute dieser Kommentar aus dem „Tagesspiegel“: Die beiden haben vor allen Dingen zwei sehr unterschiedliche Verständnisse davon, was der Staat mit Gesetzen regeln darf/soll und was nicht. Wahrscheinlich hat das auch mit der sehr unterschiedlichen Sozialisation der Frauen zu tun. Beide argumentieren von den Rechten der Leihmutter her aber kommen gleichzeitig zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Schade, dass Sabine Rennefanz nicht auf die Argumente von Brosius-Gersdorf eingeht, sondern sie mit ein paar sozialistischen Kampfbegriffen abtut, um dann ihren Punkt bei den Gesundheitsrisiken zu machen (womit sie ja auch recht hat). Bei der Stelle, an der Rennefanz den wahren Feminismus darlegt, musste ich an die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa denken und an die Frühzeit des Forums, als sich noch regelmäßig der einzig wahre Katholizismus um die Ohren gehauen wurde. Zitieren
mn1217 Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli Weder Hochleistungssport noch Alkoholkonsum noch Rauchen führt dazu, mit einem Kind schwanger zu sein. Es ist ja nicht nur die Leihmutter, da existiert auch noch ein Kind. Und: ja, klar, die Leihmütter machen das alle selbstbestimmt und freiweillig. So wie Prostiuierte auch. Und was "die Leihmutter weiß das ja vorher " anbetrifft: Ich erlebe in meiner Umgebung öfter Schwangerschaften. Geplante. Und die verlaufen nicht immer so, wie vorher gedacht. Welche körperlichen und emotionale Folgen eine konkrete Schwangerschaft hat, ist denke ich nicht vorherzusagen. 1 Zitieren
mn1217 Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 18 Stunden schrieb Werner001: Sie hat mit 50 Frauen gesprochen und sagt, dass deren Motivation sehr oft (nicht immer) ganz anders als erwartet war. Aber das ist natürlich alles Quatsch, denn du weißt ohne auch mit mit einer einzigen zu sprechen, wie das wirklich ist, was erdreistet sich die dumme Realität, dem zu widersprechen? Werner Das habe ich nciht geschrieben. ich ahbe geschrieben, dass 5 o wenig ist und dass ich denke, dass die, die sich zum Interview bereit erklären, eher die sind, die s positiv erlebt ahben. Und dass die Agentur bei der Vorauswahl der Interviewkandidatinnen und auch bezüglich deren Aussagen durchaus Einflussmöglichkeiten hatte. Die Agenturen bekommen doch mit, wenn ihre Leihmütter interviewt werden. Kein Grund für Aggressivität. Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 8 Stunden schrieb Shubashi: Und bei allem ist uns Christen vorwerfbar, dass sei „moralinsaures Geseier“ - sehe ich aber als Pluspunkt, mit dem wir leben dürfen. Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen einem sachlichen Argument auf Basis der eigenen Weltanschauung und dem, was ich "moralinsaures Geseier" genannt habe. Es sollte doch möglich sein, dieses Thema zu diskutieren, ohne direkt betroffenen Personengruppen niedere Beweggründe oder Lügen vorzuwerfen. Wenn wir Christen unsere Position tatsächlich nicht oberhalb der Gürtellinie von Unterstellungen, ad Personams und Populismus vertreten können, ist das kein Pluspunkt - dann kann das weg. 1 2 Zitieren
mn1217 Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli (bearbeitet) vor 18 Stunden schrieb OneAndOnlySon: Ein Kind das es ohne die Leihmutterschaft gar nicht gäbe. Aber ich hab deinen Punkt verstanden: Überbevölkerung, Unfruchtbarkeit ist der Wille Gottes... Wenn du meinst, dann wird das wohl so sein. Das ist sowas von On Topic! Zumindest solange der Unsinn vom "Frauen und Kinder kaufen" noch weiter durch diesen Thread geistert. Bei Arbeitsverträgen nimmst du es ganz genau mit der Unterscheidung zwischen der Bezahlung für eine Leistung aber beim Thema Leihmutterschaft holst du den verbalen Holzhammer raus. Ich frag mich auch, was das soll. Mir geht das moralinsaure Geseier so auf den Sack, dass ich überhaupt keine Lust habe, unter dem verbalen Müll nach einem hervorragend versteckten Argument zu suchen. Selbst wenn Teilnehmer wie @Shubashi, die deinen Standpunkt im Grundsatz teilen, einen differenzierten Beitrag posten, fährst du mit deinem Gepampe (die reden sich das schön! wer stellt sich dafür zur verfügung? die haben einen Maulkorb...) darüber hinweg. Aber sieh es so: Duhattest laut eigener Aussage bisher ganze 5 Tage , um darüber nachzudenken. ich beschäftige mich schon etwas länger damit und bin der Meinung, dass Schwangerschaft keine Arbeitsleistung ist. Und dass ich Leihmutterschaft hochproblematisch finde. DU beleidigst mich (Geseiere etc), was ich mit keinem Wort so gegenüber dir getan habe. Ich habe kein Problem mit deiner Meinung, sondern du mit meiner. Das führt dann zu begriffen wie "Geseiere". Bezüglich "Mimimi" hast du offensichltich keine Bedenken, denn die Forantin, die das äußert, ist deiner Meinung... Sorry, eine Befragung von 50,vermutlich von ihren Agenturen ausgewählten Leihmüttern, sehe ich als nicht repräsentativ. Es kann durchaus sein, dass einige Frauen das so erleben. Es gibt auch freiwillige Prostituierte. Das ändert ja nix an den jeweiligen Problematiken. Reiche Menschen zahlen viel Geld, damit Frauen irgendwo auf der Welt mit den Eizellen anderer Frauen 9 Monate lang ein ziemliches Risiko für ihre Gesundheit eingehen. Warum? Weil sie es können. bearbeitet 23. Juli von mn1217 2 Zitieren
mn1217 Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli vor 10 Stunden schrieb Higgs Boson: Menschen werden für Dienstleistungen bezahlt. Das ist schon ziemlich lange so. Dafür gibt es seit der Bronzezeit Regeln, die immer weiter ausgebaut werden. Dabei gibt es Beschäftigungen, die von der Gesellschaft je nach dem als unmoralisch und unethisch betrachtet werden, Prostitution zum Beispiel. Das ist ein heikles Thema und der Staat möchte Frauen da schützen. Das kann man so machen, dass man das verbietet. Hat man sehr lange so gemacht. Aber verbotene Tätigkeiten hören nicht dadurch auf, dass man sie verbietet. Sie gehen dann in die Illegalität und entziehen sich jedem Schutz. Heute ist die Prostitution nicht mehr verboten, die Damen zahlen Steuern, haben Rechte und Urlaub. Es gibt zwar immer noch illegale Prostitution, legale ist aber möglich. Der Staat ist kein moralischer Sittenwächter, ihm geht es um den Schutz von Individuen. Das Ganze jetzt auf die Leihmutterschaft übertragen: kann der Staat durch Gesetze legale Leihmütter schützen? Beispiel: Leihmütter bauen in der Schwangerschaft eine Beziehung zum Kind auf, dem könnte durch ein Art Umgangsrecht (nicht Erziehungsrecht!) Rechnung getragen werden. Selbstverständlich ist es möglich, Leihmutterschaft abzulehnen, als eigene, persönliche Entscheidung. So wie es eine eigene, persönliche Entscheidung ist, in einem Puff zu arbeiten oder nicht, oder selbigen zu besuchen. Wenn im Nachgang zu Spahns Entscheidung ein konstruktiver Diskurs entsteht, der das Thema Leihmutterschaft mit Schutz der Leihmutter und dem entstehenden Kind zum einen ermöglicht und zum anderen in eine neue gesetzliche Form bringt, bin ich zwar immer noch kein Fan von Spahn, aber das wäre in meinen Augen eine erfreuliche Entwicklung. Denn so wie das im Augenblick gehandhabt wird, indem man auf ausländische Leihmütter ausweicht, genau dann hat man eben keine Handhabe Missbrauch zu verhindern. Der fremde Staat stellt nämlich eine gültige Geburtsurkunde aus, auf dem der entsprechende Vater gültig eingetragen ist. Das ist noch eindeutiger, als eine Auslandsadoption. Ich kann alle Einwände dagegen verstehen und die in meinen Augen gefährlichste Entwicklung ist die zum "Recht auf ein Kind". Mich schmerzt da weniger die Objektivierung der Mutter, mehr die des Kindes. Es ist die Haltung, die da dahinter steht. Legalisierung der Leihmutterschaft ist aber genau das : Recht auf ein Kind. Egal wie, und wer da noch mit einbezogen wird. In dem Fall bin ich für ein deutlich strikteres Verbot auch bezüglich Auslandsaufträgen . es muss mMn so strikt sein und so schwierig, dass so gut wie niemand es mehr versucht. (ganz ausmerzen wird man es nie). Zitieren
Shubashi Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli 35 minutes ago, OneAndOnlySon said: Bei der Stelle, an der Rennefanz den wahren Feminismus darlegt, musste ich an die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa denken und an die Frühzeit des Forums, als sich noch regelmäßig der einzig wahre Katholizismus um die Ohren gehauen wurde. Ich denke, dass Frau Rennefanz eine der wesentlichen feministische Position in der Debatte vertritt, daneben stellen sicheine ganze Reihe libertär/liberale Autorinnen positiv zur Leihmutterschaft auf. Hier z.B. Nur bei „sozialistischen Kampfbegriffen“ hätte ich Zweifel. Zitieren
Shubashi Geschrieben 23. Juli Melden Geschrieben 23. Juli 4 minutes ago, mn1217 said: In dem Fall bin ich für ein deutlich strikteres Verbot auch bezüglich Auslandsaufträgen . es muss mMn so strikt sein und so schwierig, dass so gut wie niemand es mehr versucht. (ganz ausmerzen wird man es nie). Zu streng zu sein ist für mich schnell genauso schädlich, wie zu geschäftstüchtig zu sein. Beim Geld geht es am Ende fast immer um immer mehr und immer bessere Geschäfte, bei zu strengen Verboten hat am Ende ein Reihe von Leuten, die mit ihren Kindern irgendwo im Ausland ihr Exil leben; oder das Kind wird sogar zum „Corpus delicti“ einer Strafverfolgung. Das ist dann am Ende so ähnlich wie bei der Abtreibung, die strengsten Gesetze schützen eben nicht am besten das werdende Leben. Wie wäre es daher mit dem §218-Kompromiss: illegal, aber nicht strafbar? Zitieren
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