Chrysologus Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 6 Minuten schrieb Flo77: USA lässt auf hohes Kommerzialisierungslevel schliessen. Schon allein die Kostenbfür die medizinische Betreuung dürften exorbitant sein. Ja. Medizin kostet Geld. Wird Gesundheit hier zur Handelsware? Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 4 Stunden schrieb OneAndOnlySon: Du musst gar nicht bis nach Kanada reisen, um Antworten zu erhalten. Es gibt auch in Deutschland zahlreiche Klagen von Eltern, denen die Kinder (hier vom Jugendamt) vorenthalten werden. In manchen geht es auch um Schmerzensgeldforderungen. Eine Zeit lang waren Fälle von Inobhutnahme ein beliebtes Dauerthema bei einem Linzer Portal für "katholische Nachrichten". Es geht dort zwar meist um Heten aber in der Überzeugung, sie hätten die volle Verfügungsgewalt über ihre Kinder dürften sie deiner Beschreibung voll entsprechen. Du brauchst nicht vom Thema ablenken. Meine Frage bezieht sich auf Leihmutterschaft. Was ist, wenn die Mutter ihr Kind nach der Geburt behalten möchte, per Vertrag aber eigentlich dazu verpflichtet ist, ihr Kind an zwei Homos zu geben, die das Kind bei ihr bestellt und sie dafür bezahlt haben? Wird das Kind dann der Mutter gewaltsam entrissen und den Käufern zugeführt? Oder können die Käufer dann die Mutter dann in den Ruin klagen wegen Vertragsbruch? Oder wie läuft das dann? Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 4 Stunden schrieb Chrysologus: Deine Wortwahl ist unerträglich und menschenverachtend. Du glaubst offensichtlich, dass man Menschen besitzen und verkaufen könne. Unerträglich sind nicht meine Worte, sondern der Zustand, den meine Worte beschreiben. Ein reicher, einflussreicher Mann wie Spahn kann sich im Ausland ein Kind kaufen. So ist es leider. Warum dagegen nicht rechtlich vorgegangen wird, musst du den Gesetzgeber fragen. Ich hoffe das wird sich durch die Diskussion bald ändern. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli Wie hat Frau Weidel das eigentlich gemacht? Da schweigt unsere liebe Guppy. Zitieren
Lucie Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli In den USA ist vorgeschrieben, dass bei einer Leihmutterschaft die Eizelle nicht von der austragenden Frau stammen darf. Vermutlich gilt dann keine der beiden beteiligten Frauen, weder die austragende noch die genetische, rechtlich als Mutter. Welche hätte denn in so einem Fall den moralisch berechtigteren Anspruch? Das Teuerste daran ist wahrscheinlich die IVF. Müssen ja auch in Deutschland Paare ab dem 4. Versuch selber zahlen. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli Wir wissen ja nicht, wie das Kind gezeugt wurde - das kann man auch Marke Hobbythek machen - Eisprung abwarten, Sperma in Einwegspritze.... Oder auf dem ganz klassischen Weg. Und wenn der Vater die Mutter dann noch heiratete - wäre das dann moralisch vertretbar? Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 14 Stunden schrieb SteRo: Die Vorsehung verschafft einem amoralischen Karrieristen, der falsch lebt, falsch redet und falsch handelt eine Ruhepause zum Nachdenken. Ah, du machst eine Forenpause? Werner 2 Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor einer Stunde schrieb Chrysologus: Ja. Medizin kostet Geld. Wird Gesundheit hier zur Handelsware? Gesundheit IST Handelsware. In den USA schon sehr lange, bei uns wird fleißig dran gearbeitet. Zitieren
Lucie Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli Übrigens, falls sich da jemand auskennt: Embryonen dürfen ja aufbewahrt und der genetischen Mutter zu einem späteren Zeitpunkt eingepflanzt werden. Zum Beispiel auch dann, wenn der genetische Vater bereits verstorben ist. Was passiert eigentlich, wenn die Mutter bereits verstorben ist und der Vater mit einer neuen Partnerin das Kind austragen und aufziehen möchte? Geht nicht, weil Leihmutterschaft, oder? Sind da Väter nicht eigentlich benachteiligt? Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 51 Minuten schrieb Chrysologus: Wie hat Frau Weidel das eigentlich gemacht? Da schweigt unsere liebe Guppy. Frau Weidel gar nicht. Die Kinder in dem Haushalt sind von ihrer Lebensgefährtin. Die Situation ist bei einem lesbischen Paar allerdings auch nicht mit der eines schwulen Paares vergleichbar, da die möglichkeiten einer Frau schwanger zu werden ungleich simpler sind, and die eines Mannes, selbst, wenn er sich Loretta nennt. Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 3 Minuten schrieb Lucie: Sind da Väter nicht eigentlich benachteiligt? Väter sind immer benachteiligt, das ist Teil des Systems. 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 52 Minuten schrieb Lucie: In den USA ist vorgeschrieben, dass bei einer Leihmutterschaft die Eizelle nicht von der austragenden Frau stammen darf. Vermutlich gilt dann keine der beiden beteiligten Frauen, weder die austragende noch die genetische, rechtlich als Mutter. Welche hätte denn in so einem Fall den moralisch berechtigteren Anspruch? Tja - für Menschen, denen Familie und Abstammung wichtig sind, sind solche Konstellationen schlicht unerträglich. Allein so simple Fragen, wie eine Familienanamnese beim Arzt... Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli Gerade eben schrieb Lucie: Könnte ja mal einer klagen Bei unserer Rechtsprechung? Gott bewahre... Zitieren
Kara Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 1 Minute schrieb Lucie: Embryonen dürfen ja aufbewahrt und der genetischen Mutter zu einem späteren Zeitpunkt eingepflanzt werden. Eine Embryonenspende ist in Deutschland erlaubt (sofern sie nicht zu diesem Zweck erzeugt wurden). Sie müssen also nicht zwingend der genetischen Mutter eingesetzt werden. ABER: Die Vermittlung darf nur anonym an ein fremdes Paar erfolgen. Die genetischen Eltern wissen nicht wer den Embryo bekommt, die eigentlichen Eltern wissen nicht, woher er stammt. (Das Kind hat später aber ein Informationsrecht.) vor 8 Minuten schrieb Lucie: Was passiert eigentlich, wenn die Mutter bereits verstorben ist und der Vater mit einer neuen Partnerin das Kind austragen und aufziehen möchte? Das ist also erstens aus obigen Gründen in Deutschland nicht möglich. Zweitens wäre das eine Eizellspende (da genetisch verschieden zur austragenden Mutter), die in Deutschland - im Gegensatz zur Samenzellspende - verboten ist. So rum also nicht möglich. Andersrum schon, da aufgrund gleicher Gene keine Eizellspende. Zitieren
Kara Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli (Freunde von uns haben noch überzählige Embryonen eingefroren und hadern sehr damit) Zitieren
Lucie Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli Aha, vielen Dank. Ist aber eigentlich inkonsequent, oder? Eine Embryonenspende ist ja letztlich auch eine Eizellenspende, eine befruchtete halt. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 13 Minuten schrieb Flo77: Frau Weidel gar nicht. Die Kinder in dem Haushalt sind von ihrer Lebensgefährtin. Der wird nicht der Erzengel Gabriel erscheinen sein..... Zitieren
rorro Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: Ja. Medizin kostet Geld. Wird Gesundheit hier zur Handelsware? Selbstverständlich. Sowohl die Dienstleistung als auch ggf. ein Produkt. Zitieren
Kara Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 7 Minuten schrieb Lucie: Eine Embryonenspende ist ja letztlich auch eine Eizellenspende, eine befruchtete halt. Genau. Deshalb darf ein Embryo auch nicht zu dem Zweck produziert werden, einer anderen Frau als der genetischen Mutter eingepflanzt zu werden. Überzählige Embryonen, die durch eine Kinderwunschbehandlung entstehen, die also schon existieren, können so vor dem - manche sagen "Verderb", ich sage Tod - gerettet werden. Aber eben unter strengen Auflagen. Anonym, nicht "zielgerichtet" für eine neue Frau. Zitieren
Kara Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 12 Minuten schrieb Chrysologus: Der wird nicht der Erzengel Gabriel erscheinen sein..... Die Kinder haben Väter, zu denen sie auch eine Beziehung haben. Zitieren
Lucie Geschrieben 21. Juli Melden Geschrieben 21. Juli vor 21 Minuten schrieb Kara: Genau. Deshalb darf ein Embryo auch nicht zu dem Zweck produziert werden, einer anderen Frau als der genetischen Mutter eingepflanzt zu werden. Überzählige Embryonen, die durch eine Kinderwunschbehandlung entstehen, die also schon existieren, können so vor dem - manche sagen "Verderb", ich sage Tod - gerettet werden. Aber eben unter strengen Auflagen. Anonym, nicht "zielgerichtet" für eine neue Frau. Diese Embryonen sind ja nun mal künstlich entstanden, aus zwei Zellen, an denen Vater und Mutter zu gleichen Teilen beteiligt waren. Warum hat nur die Frau das Recht, sie unter veränderten Bedingungen in ihre Familie zu integrieren, der Mann aber nicht? Zitieren
Shubashi Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli (bearbeitet) Ich versuche es noch mal, weil ich denke, dass gegenseitiges Angiften über die jeweilige Wortwahl gar nichts zur Klärung beiträgt: 1.) Das Dilemma entsteht hier nicht erst aus einer unterschiedlichen Haltung zu Homosexualität. 2.) Der Konflikt entsteht meiner Meinung aus einer Abwägung von Freiheit/Selbstbestimmung gegen Menschenwürde. Aktuell erleben wir ja den Einstieg in eine gesellschaftliche Diskussion, ob die deutsche Gesetzeslage verändert werden sollte. Letztlich kann ich mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, da die wesentliche Motivation zur Leihmutterschaft (sonst gäbe es wohl kaum ganz Netzwerke von Vermittlern, Anwälten, Kreditgebern und Reproduktionsmedizinern) letztlich ein Geschäft ist. Wenn diese Motivation wegfiele, ginge es vermutlich höchstens noch um seltene Einzelfälle - liefe es am Ende nicht schlicht darauf hinaus, dass sich der große Teil des vermutlich dann weiterhin im Ausland abgewickelten Geschäftes hinter der „edlen“ Motivation der altruistischen Einzelfälle verstecken möchte? Ich denke deshalb auch, dass es wichtig ist, die Triebkräfte hinter der aktuellen Debatte klar zu identifizieren. bearbeitet 22. Juli von Shubashi 1 Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben 22. Juli Melden Geschrieben 22. Juli vor einer Stunde schrieb Shubashi: Wenn diese Motivation wegfiele, ginge es vermutlich höchstens noch um seltene Einzelfälle - liefe es am Ende nicht schlicht darauf hinaus, dass sich der große Teil des vermutlich dann weiterhin im Ausland abgewickelten Geschäftes hinter der „edlen“ Motivation der altruistischen Einzelfälle verstecken möchte? In Kanada (wo nur altruistische Leihmutterschaft erlaubt ist) gibt es eine dreistellige Anzahl an Fällen pro Jahr. (Quelle: https://www.cbc.ca/news/health/surrogacy-agencies-expenses-costs-oversight-canada-1.5476965) Dass dort weder Spender noch Leihmütter bezahlt werden dürfen, bedeutet allerdings nicht, dass niemand daran Geld verdient. Rechtsberatung, Vermittlung und die medizinischen Leistungen summieren sich auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Bei einer Leihmutterschaft im Familien- oder Freundeskreis entfallen zwar Vermittlungs- und ein Teil der Anwaltsgebühren aber gemessen an den Gesamtkosten machen die den Braten jetzt auch nicht Fett. Reproduktionsmedizinische Leistungen sind nicht billig und werden in der Regel nicht von der Krankenversicherung abgedeckt. In Deutschland hätte man vermutlich noch die größte Kosteneinsparung dadurch, dass die normale Schwangerschaftsversorgung und die Geburt von der Kasse bezahlt werden und dass es eine Lohnfortzahlung im Mutterschutz gibt. 1 Zitieren
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