atheist666 Geschrieben 23. Juni Melden Geschrieben 23. Juni vor 4 Minuten schrieb SteRo: Ich hab mir auf radio horeb einen Vortrag angehört. Der war gut, inspirierend, der Redner leidenschaftlich ergriffen von seiner missionarischen Berufung. Sehr schön. Aber wenn dann der zweite oder der dritte gleichermaßen damit ankommt und dazwischen süßliches Lobpreis-Gedudel bis zum Abwinken, dann taucht bei mir der Gedanke auf "Mich erstaunen ja Leute, die sowas von Anfang bis Ende mitverfolgen können." weil bei mir so etwas wie "Ich muss hier raus" auftauchen würde. Danke! Zitieren
Shubashi Geschrieben 3. Juli Melden Geschrieben 3. Juli Aktuell gerade ein Interview mit Stefan Oster, Bischof von Passau, auf DLF. Ich kenne ihn ja als Nordländer nur dem Namen nach - klingt sehr sympathisch mit interessanter Biographie, seine Positionen überlegt und nachvollziehbar. So ein Interview anzuhören erscheint mir viel interessanter als anhand irgendwelcher medialer Einteilungen nur zu urteilen was oder wie irgendwer zu sehen sei. Zitieren
Flo77 Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli In Hamburg gehen Eltern gegen das Bistum an: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a477e1bad32e994f8759d22/maennlich-weiblich-divers-wenn-sich-katholische-schulen-fuer-geschlechtliche-vielfalt-oeffnen-und-eltern-rebellieren.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.B_schlagzeilen Es geht um die Verqueerung katholischer Grundschulen. Der Bischof ist sich natürlich keiner Schuld bewusst, der Nuntius ist informiert. Gebe Gott, daß der Papst hier genauso schnell handelt, wie bei den Piuslern. Zitieren
SteRo Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli vor 59 Minuten schrieb Flo77: In Hamburg gehen Eltern gegen das Bistum an: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a477e1bad32e994f8759d22/maennlich-weiblich-divers-wenn-sich-katholische-schulen-fuer-geschlechtliche-vielfalt-oeffnen-und-eltern-rebellieren.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.B_schlagzeilen Es geht um die Verqueerung katholischer Grundschulen. Der Bischof ist sich natürlich keiner Schuld bewusst, der Nuntius ist informiert. Gebe Gott, daß der Papst hier genauso schnell handelt, wie bei den Piuslern. Haben wir hier doch schon vor kurzem durchgekaut. So ne hohe Wiederholungsrate muss nun auch nicht sein. Zitieren
SteRo Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli Bischof Meier: Als Christen nicht Nachrichten boykottieren Der Augsburger Bischof Bertram Meier hält Nachrichten-Abstinenz für keine gute Idee. Heute gebe es derart viele Informanten und Informationskanäle, dass die Zahl derer, die bewusst auf regelmäßige Nachrichten verzichteten, zunehme, sagte Meier laut Manuskript am Samstag in Augsburg. "Doch es war noch nie sinnvoll, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil: Als Christinnen und Christen sollten wir alles auf den Prüfstand stellen und je nach unserer gesellschaftlichen Verantwortung beherzt gegensteuern." Der letzte Satz ist erklärungsbedürftig im Kontext: "Als Christinnen und Christen sollten wir alles auf den Prüfstand stellen und je nach unserer gesellschaftlichen Verantwortung beherzt gegensteuern." Häh? Und zur Nachrichtenabstinenz denke ich Folgendes: Beinhalten Nachrichten Geschehenes, dann ist es bereits geschehen unabhängig davon, ob ich hinterher Kenntnis davon nehme. Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass das meiste, was in der Welt geschieht, mich persönlich nicht betrifft, und wenn es mich betrifft, ich auch ohne Nachrichten Kenntnis davon erlange. Warum sollte ich also Wert auf Nachrichten legen? Beinhalten Nachrichten Prognosen, so können diese sich erfüllen oder auch nicht. Wenn sie sich erfüllen, erfahre ich es auch ohne Nachrichten und wenn nicht, warum sollte ich mir den Kopf drüber zerbrechen? Also ich finde, dass es sich ohne Nachrichten besser lebt. *ggg Zitieren
Guppy Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli vor einer Stunde schrieb Flo77: In Hamburg gehen Eltern gegen das Bistum an: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a477e1bad32e994f8759d22/maennlich-weiblich-divers-wenn-sich-katholische-schulen-fuer-geschlechtliche-vielfalt-oeffnen-und-eltern-rebellieren.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.B_schlagzeilen Es geht um die Verqueerung katholischer Grundschulen. Der Bischof ist sich natürlich keiner Schuld bewusst, der Nuntius ist informiert. Gebe Gott, daß der Papst hier genauso schnell handelt, wie bei den Piuslern. Man muss es als das bezeichnen was es ist: Sexueller Missbrauch von Kindern. Und das nicht etwa irgendwie heimlich und vertuscht, sondern ganz offen, am hellichten Tag vor aller Augen. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli (bearbeitet) Sexualerziehung gehört in die Hände von Eltern und darf ihnen nicht durch eine pauschale Schulpflicht sozialistisch entzogen werden. Und wenn katholische Schulen sich an den Zeitgeist anbiedern, dann ist das natürlich ein Skandal, passt aber sehr gut zu Roberts "Sexualethik ist nichts, was Katholiken trennen sollte" und der damit die Bereitschaft offenbart, den Glauben für die Einheit zu opfern, und nur dann keinen Spaß versteht, wenn es um Macht geht (siehe Piusse) bearbeitet 5. Juli von SteRo 1 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli Sexualerziehung durch die Eltern? Konkret bedeutete es, dass die sicherste Methode, mal einen ruhigen kinderfreien Abend zu haben, war, ihnen etwas in Sachen Sexualität erzählen zu wollen. Von Mama und Papa aufgeklärt werden? Mit denen über Sex sprechen? Iiiiiiiiiiiih! Also haben wir aus freundlicher Distanz die mehr oder weniger gelungenen Sexualerziehungversuche der Lehrkräfte begleitet. Außerdem kursierte im Haus ein Buch in diese Richtung, das vom Ältesten bis zum Jüngsten weitergereicht wurde. Zaghafte Nachfragen und das grundsätzliche mit leiser Stimme vorgetragene Angebot, jederzeit zum Gespräch bereit zu sein, musste genügen. Wenn die Eltern aus Berufsgründen ein Bravo-Abo unterhalten (die inzwischen bei den Jugendlichen komplett abgemeldet ist), dann ist das für die Kinder ein Grund, da definitiv niemals reinzuschauen, btw. Im schlimmsten Fall die ernstgemeinte Androhung, bei Verweigerung des Gesprächs mit der Freundin Selbiges zum Thema Sex und Aufklärung zu suchen ... Noch ein Trick: Über das Thema als Erwachsene miteinander reden und so tun, als wären die Kinder nicht da ... 1 Zitieren
rorro Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli (bearbeitet) vor 9 Minuten schrieb nannyogg57: Sexualerziehung durch die Eltern? Konkret bedeutete es, dass die sicherste Methode, mal einen ruhigen kinderfreien Abend zu haben, war, ihnen etwas in Sachen Sexualität erzählen zu wollen. Von Mama und Papa aufgeklärt werden? Mit denen über Sex sprechen? Iiiiiiiiiiiih! Also haben wir aus freundlicher Distanz die mehr oder weniger gelungenen Sexualerziehungversuche der Lehrkräfte begleitet. Außerdem kursierte im Haus ein Buch in diese Richtung, das vom Ältesten bis zum Jüngsten weitergereicht wurde. Zaghafte Nachfragen und das grundsätzliche mit leiser Stimme vorgetragene Angebot, jederzeit zum Gespräch bereit zu sein, musste genügen. Wenn die Eltern aus Berufsgründen ein Bravo-Abo unterhalten (die inzwischen bei den Jugendlichen komplett abgemeldet ist), dann ist das für die Kinder ein Grund, da definitiv niemals reinzuschauen, btw. Im schlimmsten Fall die ernstgemeinte Androhung, bei Verweigerung des Gesprächs mit der Freundin Selbiges zum Thema Sex und Aufklärung zu suchen ... Noch ein Trick: Über das Thema als Erwachsene miteinander reden und so tun, als wären die Kinder nicht da ... Mangels Söhne habe ich da nicht so viel erzählt, aber meine Frau hat ganz klar gemacht, was wie wo läuft (allerdings auch medizinischer Schwerpunkt-Haushalt). Die Schule hätten wir da nicht gebraucht. Es geht auch nicht darum, daß die Schule nichts macht, sondern daß sie das nicht ohne Abstimmung mit den Eltern macht. Abstimmung, nicht Information. Denn wer kümmert sich denn um gebrochene Herzen, zu junge Eltern und dergleichen? Der Staat? Nicht mal ein guter Witz. bearbeitet 5. Juli von rorro Zitieren
Flo77 Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli Ich hab mit meinen Söhnen gesprochen, meine Frau mit meiner Tochter. Und hätte ich gewusst, was die Schule vermittelt hat (oder vielmehr nicht vermittelt hat), hätte ich noch öfter mit ihnen drüber geredet. Die Frage "müssen wir mal reden?" löste allerdings zwischenzeitlich auch so schon fast panikartiges Entsetzen aus... Zitieren
iskander Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli (bearbeitet) vor 7 Stunden schrieb Guppy: Man muss es als das bezeichnen was es ist: Sexueller Missbrauch von Kindern. Und das nicht etwa irgendwie heimlich und vertuscht, sondern ganz offen, am hellichten Tag vor aller Augen. Kannst Du diese Behauptung - dass diese Art von Sexualerziehung vom Effekt her eine Form von sexuellen Missbrauch ist - in irgendeiner Form belegen? Es gibt viele Hinweise auf schwerwiegende negative Effekte einer strengen Sexualmoral - und ich habe diese ja bereits mehrfach verlinkt (siehe aber unten meine Antwort an @rorro). Gibt es auch seriöse und unabhängige Forschungen, die bedeutende negative Effekte der von Dir kritisierten Sexualerziehung belegen? Oder ersetzt Du hier Tatsachen und Argumente gegen Dein eigenes subjektives Gefühl? vor 2 Stunden schrieb rorro: Denn wer kümmert sich denn um gebrochene Herzen, zu junge Eltern und dergleichen? Der Staat? Nicht mal ein guter Witz. In Ländern, in denen eine gründliche und positive Sexualerziehung stattfindet - und zwar gerade auch an den Schulen (z.B. Niederlande und skandinavische Länder) - hast Du nur günstige Effekte im Vergleich etwa zu den USA, wo die Sexualaufklärung (soweit sie stattfindet) oft eher konservativ-religiös geprägt ist. Die jungen Menschen sind mit ihren sexuellen Erfahrungen deutlich zufriedener, haben wesentlich weniger Schwangerschaften und Abtreibungen, wesentlich weniger Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten (und die jungen Menschen haben ihren Geschlechtsverkehr sogar ein wenig später, zumindest bezogen auf die Niederlande, bei den anderen müsste man sehen). Hier eine kurze KI-Zusammenfassung durch KI iask.ai (man kann die Kernpunkte aber auch "händisch" nachrecherchieren): Meine Instruktion: Sexualerziehung in Niederlanden vs. USA - und die Folgen für junge Menschen (Alter beim ersten Verkeht, Abtreibungen, sexuell übertragbare Krankheiten, Zufriedenheit usw.)? Prägnante und kurze Antwort in Fließtextform bitte. Die KI-Antwort: Die Sexualerziehung in den Niederlanden und den USA unterscheidet sich grundlegend in ihrer Philosophie und Methodik, was drastische Auswirkungen auf die sexuelle Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen hat. Während die Niederlande auf eine ganzheitliche, altersgerechte Aufklärung („Comprehensive Sexuality Education“) setzen, die Sexualität als positiven und natürlichen Teil des Lebens vermittelt, dominiert in weiten Teilen der USA die staatlich geförderte, reine Enthaltsamkeitserziehung („Abstinence-Only-Until-Marriage“). Die Niederlande verzeichnen im Vergleich zu den USA weitaus positivere gesundheitliche und psychosoziale Folgen für Jugendliche: Trotz eines nahezu identischen Durchschnittsalters beim ersten Geschlechtsverkehr (ca. 17 Jahre in beiden Ländern) weisen die USA eine bis zu sechsmal höhere Teenager-Schwangerschaftsrate, eine signifikant höhere Abtreibungsrate sowie drastisch höhere Raten an sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) auf, während niederländische Jugendliche über eine weitaus höhere Zufriedenheit und emotionale Reife bei ihren ersten sexuellen Erfahrungen berichten. In den Niederlanden ist der erste Verkehr meist das Ergebnis einer bewussten, partnerschaftlichen Entscheidung, die fast immer durch hochwirksame Verhütungsmittel (Pille und Kondom) abgesichert ist. US-amerikanische Jugendliche hingegen, die oft unzureichend über Verhütung aufgeklärt werden, nutzen beim ersten Mal seltener verlässliche Methoden, was die hohe Zahl an ungewollten Schwangerschaften und STIs (wie Chlamydien und Gonorrhoe) erklärt. Zudem führt das in den USA vermittelte Tabu- und Schamgefühl dazu, dass erste sexuelle Erfahrungen dort häufiger als überstürzt, unbefriedigend oder emotional belastend wahrgenommen werden, während niederländische Jugendliche von einem sichereren, selbstbestimmteren und positiveren Einstieg in ihr Liebesleben berichten. (Soweit die KI.) Wenn konservative Katholiken wirklich vor allem die Wahrheit lieben und sich unbedingt von allem fernhalten wollen, was eine ideologische Voreingenommenheit wäre, dann sollten sie erst einmal die Wirklichkeit zur Kenntnis nehmen, wie sie ist - egal, ob sie ihnen gefällt oder nicht, egal ob sie mit ihrem Weltbild harmoniert oder nicht. Sie sollten die Wirklichkeit weder ignorieren noch durch einen Mythos, der ihnen besser zusagen mag, zu ersetzen versuchen. Und die Wirklichkeit sieht hier wie folgt aus: Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass eine strenge Sexualmoral und eine strenge Sexualerziehung dem real existierenden Menschen nicht gut tut und nicht die gewünschten Folgen hat, sondern oft ganz andere. Und zur Verantwortung gehört es auch, nicht nur Regeln aufzustellen und sich an den gewünschten Folgen zu delektieren, sondern auch nachzusehen, was die tatsächlichen Folgen sind bearbeitet 5. Juli von iskander Zitieren
atheist666 Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli (bearbeitet) vor 10 Stunden schrieb iskander: Kannst Du diese Behauptung - dass diese Art von Sexualerziehung vom Effekt her eine Form von sexuellen Missbrauch ist - in irgendeiner Form belegen? Es gibt viele Hinweise auf schwerwiegende negative Effekte einer strengen Sexualmoral - und ich habe diese ja bereits mehrfach verlinkt (siehe aber unten meine Antwort an @rorro). Gibt es auch seriöse und unabhängige Forschungen, die bedeutende negative Effekte der von Dir kritisierten Sexualerziehung belegen? Oder ersetzt Du hier Tatsachen und Argumente gegen Dein eigenes subjektives Gefühl? In Ländern, in denen eine gründliche und positive Sexualerziehung stattfindet - und zwar gerade auch an den Schulen (z.B. Niederlande und skandinavische Länder) - hast Du nur günstige Effekte im Vergleich etwa zu den USA, wo die Sexualaufklärung (soweit sie stattfindet) oft eher konservativ-religiös geprägt ist. Die jungen Menschen sind mit ihren sexuellen Erfahrungen deutlich zufriedener, haben wesentlich weniger Schwangerschaften und Abtreibungen, wesentlich weniger Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten (und die jungen Menschen haben ihren Geschlechtsverkehr sogar ein wenig später, zumindest bezogen auf die Niederlande, bei den anderen müsste man sehen). Hier eine kurze KI-Zusammenfassung durch KI iask.ai (man kann die Kernpunkte aber auch "händisch" nachrecherchieren): Meine Instruktion: Sexualerziehung in Niederlanden vs. USA - und die Folgen für junge Menschen (Alter beim ersten Verkeht, Abtreibungen, sexuell übertragbare Krankheiten, Zufriedenheit usw.)? Prägnante und kurze Antwort in Fließtextform bitte. Die KI-Antwort: Die Sexualerziehung in den Niederlanden und den USA unterscheidet sich grundlegend in ihrer Philosophie und Methodik, was drastische Auswirkungen auf die sexuelle Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen hat. Während die Niederlande auf eine ganzheitliche, altersgerechte Aufklärung („Comprehensive Sexuality Education“) setzen, die Sexualität als positiven und natürlichen Teil des Lebens vermittelt, dominiert in weiten Teilen der USA die staatlich geförderte, reine Enthaltsamkeitserziehung („Abstinence-Only-Until-Marriage“). Die Niederlande verzeichnen im Vergleich zu den USA weitaus positivere gesundheitliche und psychosoziale Folgen für Jugendliche: Trotz eines nahezu identischen Durchschnittsalters beim ersten Geschlechtsverkehr (ca. 17 Jahre in beiden Ländern) weisen die USA eine bis zu sechsmal höhere Teenager-Schwangerschaftsrate, eine signifikant höhere Abtreibungsrate sowie drastisch höhere Raten an sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) auf, während niederländische Jugendliche über eine weitaus höhere Zufriedenheit und emotionale Reife bei ihren ersten sexuellen Erfahrungen berichten. In den Niederlanden ist der erste Verkehr meist das Ergebnis einer bewussten, partnerschaftlichen Entscheidung, die fast immer durch hochwirksame Verhütungsmittel (Pille und Kondom) abgesichert ist. US-amerikanische Jugendliche hingegen, die oft unzureichend über Verhütung aufgeklärt werden, nutzen beim ersten Mal seltener verlässliche Methoden, was die hohe Zahl an ungewollten Schwangerschaften und STIs (wie Chlamydien und Gonorrhoe) erklärt. Zudem führt das in den USA vermittelte Tabu- und Schamgefühl dazu, dass erste sexuelle Erfahrungen dort häufiger als überstürzt, unbefriedigend oder emotional belastend wahrgenommen werden, während niederländische Jugendliche von einem sichereren, selbstbestimmteren und positiveren Einstieg in ihr Liebesleben berichten. (Soweit die KI.) Wenn konservative Katholiken wirklich vor allem die Wahrheit lieben und sich unbedingt von allem fernhalten wollen, was eine ideologische Voreingenommenheit wäre, dann sollten sie erst einmal die Wirklichkeit zur Kenntnis nehmen, wie sie ist - egal, ob sie ihnen gefällt oder nicht, egal ob sie mit ihrem Weltbild harmoniert oder nicht. Sie sollten die Wirklichkeit weder ignorieren noch durch einen Mythos, der ihnen besser zusagen mag, zu ersetzen versuchen. Und die Wirklichkeit sieht hier wie folgt aus: Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass eine strenge Sexualmoral und eine strenge Sexualerziehung dem real existierenden Menschen nicht gut tut und nicht die gewünschten Folgen hat, sondern oft ganz andere. Und zur Verantwortung gehört es auch, nicht nur Regeln aufzustellen und sich an den gewünschten Folgen zu delektieren, sondern auch nachzusehen, was die tatsächlichen Folgen sind Anstatt immer über Kindesmißbrauch und Sexualmoral zu phantasieren, könnte man auch mal über den Mißbrauch von KI reden!🤬 bearbeitet 6. Juli von atheist666 Zitieren
Guppy Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 12 Stunden schrieb iskander: Kannst Du diese Behauptung - dass diese Art von Sexualerziehung vom Effekt her eine Form von sexuellen Missbrauch ist - in irgendeiner Form belegen? Wenn fremde Erwachsene Kinder mit Sexualität konfrontieren, ist das immer sexueller Missbrauch. Das gilt besonders, wenn dazu Abhängigskeitsverhältnisse genutzt werden, was in der Schule (Schulpflicht, Lehrer als Autoritätsperson) ohne Zweifel der Fall ist. Ob die Verantwortlichen das machen, um eigene sexuelle Begierden zu befriedigen oder um die Kinder einfach nur in ihrem Sinne zu indoktrinieren, ist dafür nicht wesentlich. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 14 Minuten schrieb Guppy: Wenn fremde Erwachsene Kinder mit Sexualität konfrontieren, ist das immer sexueller Missbrauch. Das gilt besonders, wenn dazu Abhängigskeitsverhältnisse genutzt werden, was in der Schule (Schulpflicht, Lehrer als Autoritätsperson) ohne Zweifel der Fall ist In klassischen Beichtspiegeln für die Kinder- und Jugendbeichte tauchen immer auch Fragen nach Sexualität auf, die den Kindern in einem Abhängigkeitsverhältnis (Beichtsituation) vom Priester gestellt wurden. Diese Beichtspiegel waren zum Teil kirchenamtlich approbiert. Macht das die Kirche in Deinen Augen zur Täterorganisation? Zitieren
Guppy Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 9 Minuten schrieb Chrysologus: In klassischen Beichtspiegeln für die Kinder- und Jugendbeichte tauchen immer auch Fragen nach Sexualität auf, die den Kindern in einem Abhängigkeitsverhältnis (Beichtsituation) vom Priester gestellt wurden. Diese Beichtspiegel waren zum Teil kirchenamtlich approbiert. Macht das die Kirche in Deinen Augen zur Täterorganisation? Wie sehr muss man die Kirche hassen, um so eine Frage zu stellen? 1 Zitieren
atheist666 Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 4 Minuten schrieb Guppy: Wie sehr muss man die Kirche hassen, um so eine Frage zu stellen? 👍 Zitieren
rorro Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: In klassischen Beichtspiegeln für die Kinder- und Jugendbeichte tauchen immer auch Fragen nach Sexualität auf, die den Kindern in einem Abhängigkeitsverhältnis (Beichtsituation) vom Priester gestellt wurden. Diese Beichtspiegel waren zum Teil kirchenamtlich approbiert. Macht das die Kirche in Deinen Augen zur Täterorganisation? Man kann es auch einfach einen Fehler nennen. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor einer Stunde schrieb Guppy: vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: In klassischen Beichtspiegeln für die Kinder- und Jugendbeichte tauchen immer auch Fragen nach Sexualität auf, die den Kindern in einem Abhängigkeitsverhältnis (Beichtsituation) vom Priester gestellt wurden. Diese Beichtspiegel waren zum Teil kirchenamtlich approbiert. Macht das die Kirche in Deinen Augen zur Täterorganisation? Wie sehr muss man die Kirche hassen, um so eine Frage zu stellen? Ich hasse die Kirche kein bisschen - ich habe nur Dein Argument zu Ende gedacht? Oder wo ist mein Fehler? Zitieren
iskander Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 4 Stunden schrieb atheist666: Anstatt immer über Kindesmißbrauch und Sexualmoral zu phantasieren, könnte man auch mal über den Mißbrauch von KI reden!🤬 Was genau ist denn inhaltlich an meinem Beitrag falsch bzw. "Fantasie"? vor 2 Stunden schrieb Guppy: Wenn fremde Erwachsene Kinder mit Sexualität konfrontieren, ist das immer sexueller Missbrauch. Kannst Du diese Behauptung in irgendeiner Form plausibilisieren - um einmal das Wort "belegen" zu vermeiden? Zitat Ob die Verantwortlichen das machen, um eigene sexuelle Begierden zu befriedigen oder um die Kinder einfach nur in ihrem Sinne zu indoktrinieren, ist dafür nicht wesentlich. Und was ist, wenn die Verantwortlichen das tun, um Kinder altersgemäß aufzuklären? Und was ist, wenn die Empirie - wie im Fall Niederlande vs. USA absolut keinen Schaden belegt, sondern einen Nutzen? Was wenn zahlreiche Daten sagen, dass es genau das Fehlen einer angemessenen Sexualaufklärung bzw. eine repressive Sexualaufklärung ist, die junge Menschen schädigt? Misst Du eigentlich Deine Überzeugungen an der Wirklichkeit - oder umgekehrt? vor 2 Stunden schrieb Guppy: Wie sehr muss man die Kirche hassen, um so eine Frage zu stellen? @Chrysologus hat einfach darauf aufmerksam gemacht, was aus Deinen Prämissen zwingend folgen würde. Wenn die das Ergebnis nicht gefällt, ist das nicht seine Schuld. Zweitens: Weißt Du, was ein Ad-homine-rgument ist? Wenn nicht guckst Du hier. Zitieren
atheist666 Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli Ach es geht auch mal ohne KI, ein Wunder ist geschehen! Zitieren
Flo77 Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: In klassischen Beichtspiegeln für die Kinder- und Jugendbeichte tauchen immer auch Fragen nach Sexualität auf, die den Kindern in einem Abhängigkeitsverhältnis (Beichtsituation) vom Priester gestellt wurden. Diese Beichtspiegel waren zum Teil kirchenamtlich approbiert. Macht das die Kirche in Deinen Augen zur Täterorganisation? Ich sehe die Sache etwas komplexer. Zwischen "die Eltern machen es alleine" und "die Schule macht, was sie will" liegt ja nun ein weites Feld. Klar ist, daß "wer fragt, verdient Antwort" zu Hause funktioniert, aber nicht in der Schule. Klar ist wohl auch, daß nicht alle Eltern willens oder in der Lage sind, die Sexualaufklärung auf einem sinnvollen Niveau sicherzustellen. Darüber ist auch klar, daß der Umgang mit Sexualität in unserer Gesellschaft - oder sollte ich sagen, in unserer autochthonen Gesellschaft - ein sehr pragmatischer ist. Und das schon seit Jahrhunderten. Die Kirche mag ihre Beichtspiegel gehabt haben, aber jeder Blick in ein x-beliebiges Kirchenbuch belegt, daß die Menschen damals nicht weniger Sex hatten als wir heute (ich rate mal es war früher sogar mehr...). Oder wie mein Großvater es formulierte: Die Leute waren früher nicht besser, die haben nur besser gelogen. Moral war schon immer etwas, wo es große Grauzonen gab zwischen der persönlichen und der gesellschaftlichen. Das Hauptproblem, was ich mit der heutigen Aufklärungspolitik habe ist, zum einen, daß es Politik ist. Es wird nicht eine gesellschaftliche Moral vermittelt - das wäre wohl tatsächlich die Aufgabe der Schule, wenn überhaupt - sondern die Agenda einer bestimmten Parteienströmung. Kirche findet in dem Entscheidungsprozess überhaupt nicht mehr statt. Ich bin nun wirklich alles andere als ein Fan kirchlicher Sexualmoral, aber mit ist völlig schleierhaft, wie Eltern ihren Kindern die kirchliche Moral nahebringen sollen, wenn diese Kinder überall quasi das Gegenteil vermittelt bekommen. Aber: Selbst Eltern, die den Aufklärungsunterricht so wie er jetzt in Hamburg auch an den katholischen Schulen passieren soll, ablehnen, werden wohl kaum wünschen, daß ihren Kindern in der Schule (und außerhalb) die Selbstbefriedigung verboten, jeder voreheliche Sex mit Höllenstrafen belegt, Jungfräulichkeit bis zur Ehe zur ultimativen Tugend erhoben und NFP als einzig akzeptable Verhütungsmethode verkauft wird. Ich vermute die Idee des "angeleckten Muffins" (ein Bild aus den USA) für ein Mädchen, daß mit einem Jungen zu weit gegangen ist, will hier wohl kaum jemand implementieren. Was die Beichtspiegel angeht bin ich daher schlicht ratlos, weil die Fragen ja kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung haben. Die Theorie ist ja schön und gut, aber die Praxis zeigt nunmal ein deutlich differenzierteres Bild und Kinder sind nicht doof. Wer Jovi und wer Bovi ist, wer Wasser predigt und Wein säuft, etc. haben die ganz schnell raus. Hier nochmal ein Sündenbewusstsein zu schaffen - von der Frage, ob man das überhaupt sollte, lasse ich jetzt mal die Finger - erscheint mir einfach ein fast unmögliches Unterfangen zu sein. Der Beichtspiegel, den meine Kinder für die Erstbeichte hatten, lässt dieses Thema übrigens komplett aus, sondern gibt zu jedem der vier Lebensbereiche eines Kommunionkindes ein paar Sätze, wie es sein sollte, ABER... und dieses Aber sollten die Kinder dann für sich ausfüllen. Ich kann mich nicht erinnern, daß den Kindern da noch besondere Vorgaben gemacht wurden oder Sätze diktiert wurden. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 30 Minuten schrieb Flo77: Ich sehe die Sache etwas komplexer. Ich auch, und ich denke, wir sind hier nicht weit auseinander. Ich habe nur Guppys Gedanken weiter gedacht. Wie man das vermittelt, das ist die eine Frage - Guppy hält es ja nun grundsätzlich für übergriffig, wenn man Sexualität überhaupt zum Thema macht. Zitieren
iskander Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 36 Minuten schrieb Flo77: Ich bin nun wirklich alles andere als ein Fan kirchlicher Sexualmoral, aber mit ist völlig schleierhaft, wie Eltern ihren Kindern die kirchliche Moral nahebringen sollen, wenn diese Kinder überall quasi das Gegenteil vermittelt bekommen. Das hast Du aber in anderen Bereichen auch: Wie sollen Eltern, die überzeugte absolutistische Monarchisten sind, ihren Kindern vermitteln, dass wir wieder unbedingt einen Kaiser brauchen, und zwar einen mit absoluter Machtfülle, wenn Kindern überall das Gegenteil vermittelt wird? Wie sollen Eltern ihren Kindern klar machen, dass Frauen nichts in der Politik zu suchen haben, nicht wählen dürfen sollen usw., wenn überall das Gegenteil vermittelt wird? Mir geht es hier nicht um die konkreten Inhalte, sondern darum, dass es immer wieder Situationen geben, in denen die Gesellschaft auf breiter Front bestimmte Überzeugungen und Werte lebt, so dass die Eltern, die ihren Kindern eine Gegenperspektive vermitteln wollen, es "schwer haben". Es spricht nun viel dafür, dass eine strenge Sexualmoral gefährlich ist und sogar einen erheblichen Risiko-Faktor für sexuelle Delinquenz darstellt; es spricht viel dafür, dass eine positiv-liberale Sexualerziehung viel besser für junge Menschen ist als eine restriktive (s.o.). Wenn eine solche Sexualaufklärung indirekt auch bestimmte Werte nahelegt, dann ist das eben so. Staat und Gesellschaft sollten sich an dem orientieren, was aus einer weltanschaulich neutralen Perspektive das Richtige und Vernünftige ist; sie sollten nicht das, was der Glaube einer ganz bestimmten religiösen Gruppe unter mehreren vorschreibt. Zitat Aber: Selbst Eltern, die den Aufklärungsunterricht so wie er jetzt in Hamburg auch an den katholischen Schulen passieren soll, ablehnen, werden wohl kaum wünschen, daß ihren Kindern in der Schule (und außerhalb) die Selbstbefriedigung verboten, jeder voreheliche Sex mit Höllenstrafen belegt, Jungfräulichkeit bis zur Ehe zur ultimativen Tugend erhoben und NFP als einzig akzeptable Verhütungsmethode verkauft wird. Zumindest die konservativen Katholiken wollen genau dies (wenn man mal von der rhetorischen Zuspitzung zusieht). Sie wollen, dass ihre Kinder bis zum Tag der natürlich heterosexuellen Ehe (wenn sie denn heiraten) vollkommen asexuelle Wesen sind, ohne irgendeine psychosexuelle Entwicklung. Alles, was eine normale psychosexuelle Entwicklung konkret ausmacht, wäre ja schwer sündhaft bzw. mindestens eine akute Gefahr zur schweren Sünde (und muss nachdrücklich vom Betroffenen selbst abgelehnt werden). Deshalb ist für sie auch jede Sexualaufklärung, die nicht genau in dieselbe Kerbe schlägt, eine Bedrohung. Ich hatte in meiner Diskussion mit der KI dieselbe noch gefragt, ob es in den USA bekannt ist, dass es Jugendlichen in den Niederlanden mit der sexpositiven Erziehung wesentlich besser geht, und wenn ja, warum das in den USA nicht zu einem Umdenken führt. Die Antwort lautete sinngemäß, dass die Leute das alles sehrwohl wissen, es ihnen aber egal ist, weil es ihnen nicht um das gesundheitliche und psychologische Wohl junger Menschen geht, sondern um die Durchsetzung ihrer eigenen religiösen Moralvorstellungen. Die KI hat es etwas diplomatischer formuliert, aber das war der Kern -und tatsächlich ist das ja auch die einzige Erklärung. Wenn Leute mit vergleichbaren Einstellungen nun über eine Sexualerziehung wettern, die angeblich Kinder schädigt, dann ist das entsprechend einzuordnen. Zitieren
rorro Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli Wer beim Thema Sexualaufklärung schweigt, kann sich genauso versündigen wie der, der alles mögliche erzählt und zur Norm erklärt. Mir geht es um die Kommunikation mit den Eltern - sie sind es, die mögliche Konsequenzen des sexuellen Verhaltens erleben werden, in weiche Richtung auch immer und in Freude oder nicht. Kein staatlicher „Aufklärer“ ist dann weit und breit zu sehen… 1 Zitieren
Guppy Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 2 Stunden schrieb Chrysologus: Ich hasse die Kirche kein bisschen - ich habe nur Dein Argument zu Ende gedacht? Oder wo ist mein Fehler? Dein Fehler ist, dass du kirchliches Bemühen zum Heil der Seelen ernsthaft vergleichst mit Menschen, die eine antichristliche, perverse Gehirnwäsche an Kindern vollziehen wollen um ihre Ideologie in der Gesellschaft zu verbreiten. Das ist ungefähr so, als würde man die Taufe mit Waterboarding vergleichen, nur weil bei beidem Menschen Wasser über den Kopf gegossen wird. Zitieren
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