Jump to content

Recommended Posts

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Chrysologus:

Guppy hält es ja nun grundsätzlich für übergriffig, wenn man Sexualität überhaupt zum Thema macht.

Was auf der einen Seite albern ist und auf der anderen Seite ein ernstes Problem. Wir haben keinen gesellschaftlichen Konsens mehr darüber, wie wir mit diesem Thema wirklich umgehen wollen. Auf der einen Seite massiv problematische Ansätze aus Islam und Regenbogenszene und dazwischen die breite Masse, die weder die einen noch die anderen wirklich als Rollenvorbilder für ihre Kinder wollen und sich fragen, wie man seine Kinder einfach "gut" erzieht.

 

Ich habe den Eindruck als würde unsere Gesellschaft hier zur "Professionalisierung" neigen, indem Kinder und Jugendliche nicht mehr mit jedem Erwachsenen reden können, dem sie trauen, sondern es braucht eine "institutionelle Sex-talk Facultas", sei es per elterlichem Erziehungsrecht oder der Zugehörigkeit des Erwachsenen zu einer "autorisierten" Institution wie Schule oder einem "seriösen Träger. Ob das so sinnvoll ist, lassen wir mal dahin gestellt, zumal den Eltern jede Kontrolle über diese "autorisierten" Sex-Talker weitgehend entzogen ist.

 

Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb rorro:

Wer beim Thema Sexualaufklärung schweigt, kann sich genauso versündigen wie der, der alles mögliche erzählt und zur Norm erklärt.

 

Mir geht es um die Kommunikation mit den Eltern - sie sind es, die mögliche Konsequenzen des sexuellen Verhaltens erleben werden, in weiche Richtung auch immer und in Freude oder nicht.

 

Kein staatlicher „Aufklärer“ ist dann weit und breit zu sehen…

 

Deshalb sollte der Staat eben eine Sexualaufklärung betreiben, die das Wohlergehen junger Menschen maximiert und Risiken für sie minimiert was soll er denn sonst tun? Und alles spricht dafür, dass hier eine positiv-illiberale Sexualaufklärung wie etwa in den Niederlanden die beste Wahl ist. Dann gibt es vergleichsweise weniger sexuelle übertragbare Krankheiten, weniger Teenager-Schwangerschaften, weniger Teenager-Abtreibungen, weniger negative Erlebnisse beim ersten Geschlechtsverkehr. Dann haben auch die Eltern weniger Ärger.  

 

vor 29 Minuten schrieb Guppy:

Dein Fehler ist, dass du kirchliches Bemühen zum Heil der Seelen ernsthaft vergleichst mit Menschen, die eine antichristliche, perverse Gehirnwäsche an Kindern vollziehen wollen um ihre Ideologie in der Gesellschaft zu verbreiten.

 

Erstens war Deine Formulierung so allgemein, dass sie einfach auch die Beichte mit einschloss. Wenn ohne jede Einschränkung gilt, dass es immer ein sexueller Missbrauch ist, wenn ein Erwachsener in einer Autoritätsperson, der nicht erziehungsberechtigt ist, mit Kindern über Sexualität spricht, dann folgt daraus zwingend, dass ein Beichtvater, der mit einem Kind über dessen Sexualität spricht, das sexuelle Kind sexuell missbraucht (außer man würde bestreiten, dass der Beichtvater eine Autoritätsposition einnimmt oder erwachsen ist). Das ist einfach Logik. @Chrysologus hat schlichtweg die logisch zwingenden Konsequenzen aus Deiner eigenen Position gezogen bzw. sichtbar gemacht.

 

Zweitens hast Du bisher keinerlei Argument angebracht, wieso eine Sexualerziehung, wie Du sie kritisierst, schlimme negative Auswirkungen auf Kinder haben soll - oder wieso sie ideologischer sein soll als beispielsweise eine "katholische Sexualerziehung". Anstelle von Argumenten findet man bei Dir Entrüstung, Empörung und maßlose Polemik. 

 

Falls es Dir wirklich um das Wohl der Kinder geht, und nicht um Ideologie, nimm bitte die Empirie zur Kenntnis: Alles spricht dafür, dass eine liberal-positive Sexualaufklärung jungen Menschen viel besser tut als eine konservativ-restriktive. Das gilt unabhängig davon, wie der konkrete Fall in Hamburg aussehen mag. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Minuten schrieb Weihrauch:

Was hat Sexualaufklärung eigentlich mit den Religionen zu tun?

 

Erst einmal nichts. Wenn Aufklärung allerdings nur Biologie vermittelt und vergisst, daß da ein Mensch mit Werten, Gewissen und Co. dranhängt, wird das Thema komplett verfehlt.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
Gerade eben schrieb rorro:

Erst einmal nichts. Wenn Aufklärung allerdings nur Biologie vermittelt und vergisst, daß da ein Mensch mit Werten, Gewissen und Co. dranhängt, wird das Thema komplett verfehlt.

 

Genau diesen Vorwurf kann man aber beispielsweise den Niederländern nicht machen. Die vermitteln durchaus Werte wie z.B. Achtsamkeit für sich selbst, Grenzen beim anderen respektieren usw. - und zwar, empirisch betrachtet, erfolgreich.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb rorro:

Erst einmal nichts. Wenn Aufklärung allerdings nur Biologie vermittelt und vergisst, daß da ein Mensch mit Werten, Gewissen und Co. dranhängt, wird das Thema komplett verfehlt.

 

Werte, Gewissen und Co. des Menschen gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten, je nach Religionszugehörigkeit, Menschen ohne Religion gibt es auch noch, und die Gesetze variieren auch ganz erheblich in unterschiedlichen Ländern. Wie soll das funktionieren?

Geschrieben
vor 49 Minuten schrieb iskander:

Zumindest die konservativen Katholiken wollen genau dies (wenn man mal von der rhetorischen Zuspitzung zusieht). Sie wollen, dass ihre Kinder bis zum Tag der natürlich heterosexuellen Ehe (wenn sie denn heiraten) vollkommen asexuelle Wesen sind, ohne irgendeine psychosexuelle Entwicklung. Alles, was eine normale psychosexuelle Entwicklung konkret ausmacht, wäre ja schwer sündhaft bzw. mindestens eine akute Gefahr zur schweren Sünde (und muss nachdrücklich vom Betroffenen selbst abgelehnt werden). Deshalb ist für sie auch jede Sexualaufklärung, die nicht genau in dieselbe Kerbe schlägt, eine Bedrohung. 

Ich weiß nicht, von welchen Eltern Du hier sprichst, aber ich kenne kein einziges Beispiel, das tatsächlich seine Kinder in die Katholische Moral packen will. Also nicht aus Katholischen Milieus, erst nicht rheinisch-katholischen oder bairisch-katholischen. Hierzulande ist man auch als Katholik vorallem pragmatisch, aber nicht naiv.

 

Was in den USA passiert, ist ein anderes Thema, ebenso in Russland, etc.

Wobei es da ja sinnigerweise häufig nur um die Jungfräulichkeit der Mädchen geht, während die Jungs weitaus größere Freiheiten haben. Nicht überall (such mal bei Youtube "Law of chastity", gegen die Mormonen ist die Katholische Kirche ein SwingerClub für Unverheiratete), aber gerade in "archaischeren" Gesellschaften.

 

Es geht bei dem Widerstand gegen die "modernen" Auswüchse interessanterweise nicht darum, die Katholische Kernlehre zu implementieren, sondern Auswüchse (und darum handelt es sich ja objektiv auch) beizustutzen.

 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 36 Minuten schrieb iskander:

 

Genau diesen Vorwurf kann man aber beispielsweise den Niederländern nicht machen. Die vermitteln durchaus Werte wie z.B. Achtsamkeit für sich selbst, Grenzen beim anderen respektieren usw. - und zwar, empirisch betrachtet, erfolgreich.

Hast Du ein neues Dauerthema "Niederlande"? Nur zur Info, in D wird das gleiche Prinzip angewendet.

 

Außerdem haben wir keinerlei Informationen darüber wie die konservativen Kräfte in den Niederlanden - konservativste Protestanten und die signifikante islamische Gemeinschaft - damit umgehen und ob die Abschottung der Gemeinschaften so stark ist, daß die in der Schule vermittelten "Werte" gar nicht erst greifen können.

 

Und nochmal: Im Gegensatz zu anderen "sexualrepressiven System" (Islam, Mormonen, etc.) gehört zu einer "konservativen" katholischen Erziehung grundsätzlich auch die Hinführung zur Beichte. Insofern ist das Scheitern/bzw. die Konfliktlösung schon einkalkuliert.

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Flo77:

Hast Du ein neues Dauerthema "Niederlande"? Nur zur Info, in D wird das gleiche Prinzip angewendet.

 

Mangels eigener Erfahrung bemüht iskander Google und will uns dann anhand von irgendwelchen „Volksmassen“ erklären, was am besten für unsere Kinder ist. 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Flo77:

Hast Du ein neues Dauerthema "Niederlande"? Nur zur Info, in D wird das gleiche Prinzip angewendet.

Die Niederlande sind in vielen Bereichen ein gutes Beispiel für vernünftige, pragmatische Regelungen. Allerdings scheint sich die Stimmung dort auch zu verschlechtern, wenn man diesem Artikel glauben kann. 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb rorro:

Mangels eigener Erfahrung bemüht iskander Google und will uns dann anhand von irgendwelchen „Volksmassen“ erklären, was am besten für unsere Kinder ist. 

 

Wer will denn nicht das Beste für Kinder? Aber das Thema, ob sich wer für was Besseres hält, oder wessen Wissen besser ist, oder wer das Bessere glaubt, hatten wir doch grade erst ...

Geschrieben

Warum sollte jemand, der nicht mal katholisch ist, statt Google das katholische Lehramt bemühen, von denen einige ihre sexuellen Erfahrungen mit Kindern hatten, und andere mangels eigener Erfahrung, die Erfahrungen ihrer Kollegen vertuschten, damit er nicht nur anhand von irgendwelche "Volksmassen" sondern allen Völkern erklären kann, was für unsere Kinder am besten ist?

 

Sorry, da hört der Spaß dann wirklich auf, soll heißen, dass es mir keinen Spaß macht, so etwas zu schreiben. Bei aller Wertschätzung @rorro, aber dass du meinst gegen jedes Argument so billig punkten zu können, schadet deiner guten Sache.  

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb Flo77:

Ich weiß nicht, von welchen Eltern Du hier sprichst, aber ich kenne kein einziges Beispiel, das tatsächlich seine Kinder in die Katholische Moral packen will. Also nicht aus Katholischen Milieus, erst nicht rheinisch-katholischen oder bairisch-katholischen. Hierzulande ist man auch als Katholik vorallem pragmatisch, aber nicht naiv.

  

Dieses Forum mag nicht repräsentativ sein, aber allein hier hast Du doch mindestens drei aktive konservativ-katholische Elternteile. 

 

vor 32 Minuten schrieb Flo77:

Hast Du ein neues Dauerthema "Niederlande"? Nur zur Info, in D wird das gleiche Prinzip angewendet.

 

Wieso soll ich nicht darauf hinweisen, wenn es passt? Und ganz so stimmt das nicht; in den Niederlanden sieht es noch einmal ein Stück anders aus (ich habe mich da schon schlau gemacht). Trotzdem könnte man natürlich auch Deutschland mit den USA vergleichen - das Ergebnis wäre ähnlich. Das macht mein Argument dann aber nur noch stärker.

 

vor 32 Minuten schrieb Flo77:

Außerdem haben wir keinerlei Informationen darüber wie die konservativen Kräfte in den Niederlanden - konservativste Protestanten und die signifikante islamische Gemeinschaft - damit umgehen und ob die Abschottung der Gemeinschaften so stark ist, daß die in der Schule vermittelten "Werte" gar nicht erst greifen können.

 

Das ist für die Art von statistischen Vergleich, den ich hier ziehe, aber auch nicht wirklich relevant, solange man nicht davon ausgeht, dass die entsprechenden Minderheiten so groß sind, dass sie das ganze Bild fundamental verfälschen - und das ist kaum plausibel. 

 

vor 32 Minuten schrieb Flo77:

Und nochmal: Im Gegensatz zu anderen "sexualrepressiven System" (Islam, Mormonen, etc.) gehört zu einer "konservativen" katholischen Erziehung grundsätzlich auch die Hinführung zur Beichte. Insofern ist das Scheitern/bzw. die Konfliktlösung schon einkalkuliert.

 

Ja, aber das ist doch keine Konfliktlösung, wenn man Kindern sagt, dass sie Gott ganz schrecklich beleidigen, wenn sie einem Gefühl der sexuellen Lust auch nur für eine Sekunde "zustimmen", und dass sie dann - wenn es nicht sehr schwerwiegende mildernde Umstände gibt - bis zur Beichte bereits mit einem Bein bereits in der Hölle stehen. Wie sieht es denn aus, wenn alles so läuft, wie es aus kath. Sicht laufen soll? Wie folgt:

 

"I remember being caught masturbating too and being forced to go talk to an old man about it. Like, hey little girl, you need to go sit in a tiny room alone with an old man who you don’t know and describe your sexual urges to him because they’re evil and he will listen closely all about your pubescent body. And if you don’t do that, you’re burning in hell.

How is that okay? It makes me so mad that this is still happening to kids in catholic families. I wish there was a way to save them. It breaks my heart.

I’m angry that I thought this was normal. I’m especially angry that catholic shame distorted my idea of sex so badly that I’m well into adulthood and I still haven’t been able to maintain a healthy relationship with someone for more than a few months (almost every breakup I’ve had can be blamed on my distorted view of sex and of gender that I’m trying so hard to fix) [...]

My childhood was pretty much ruined because it was filled with constant shame and angst about the fact that I just have a female body and it just has hormones." 

 

Auch wenn das etwas polemisch formuliert ist: Im Grunde entspricht genau das der Norm. 

 

Aus meiner Sicht ist wenn schon das eine Form des sexuellen Missbrauchs.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb rorro:

Mangels eigener Erfahrung bemüht iskander Google und will uns dann anhand von irgendwelchen „Volksmassen“ erklären, was am besten für unsere Kinder ist. 

 

Welche Erfahrungen, die über "anecdotal evidence" hinausgehen, könnte ich denn überhaupt haben? Wenn wir wissen wollen, wie sich eine liberale vs. eine repressive Sexual-Moral auswirken, ist es sehr viel sinnvoller, sich größere Kohorten und solide Endpunkte anzusehen als auf die subjektiven Eindrücke einer einzelnen Person zu rekurrieren.

Und dann zeigt sich eben: Dort, wo eine positiv-liberale Sexualerziehung stattfindet, sind die Ergebnisse deutlich positiver als dort, wo erzieherische Repression herrscht. Zudem gibt es offenbar einen beträchlichen Zusammenhang zwischen strenger Sexualerziehung und Sexualmoral einerseits und sexueller Delinquenz andererseits; auch dieser Befund beruht auf systematischen Studien, und ich habe entsprechende Quellen angegeben. Des Weiteren gehen viele erfahrene Therapeuten davon aus, dass eine strenge Sexualmoral zu Schuld- und Schamgefühlen führen kann.

 

Würde übrigens jemand auf der Grundlage eines Einzelfall-Berichts in genereller Weise negativ über die Folgen einer strengen Sexualmoral urteilen: Du wärst der erste, der auf die methodischen Grenzen hinweisen und nach systematischen Studien und Vergleichen verlangen würde. Solch systematischen Datenerhebungen gibt es - aber Dir gefallen halt ihre Ergebnisse nicht. 

 

Und nein: Wenn man sich zu einem Thema informieren will, ist es nichts Ehrenrühriges, zu ihm auch zu recherchieren und zu diesem Zweck auch Suchmaschinen zu nutzen. Ich habe nicht nur irgendwelche Überschriften von Google-Ergebnisse gelesen, sondern mir etliche relevante Texte und Statistiken angesehen. Dir gefällt halt einfach das Ergebnis, das bei solchen Recherchen herauskommt, nicht. Sachlich kannst Du nichts gegen die einschlägigen Befunde sagen, deshalb versuchst Du es halt unsachlich. 

 

Wenn es Dir allein um die Wahrheit geht, dann nimm bitte die Wirklichkeit zur Kenntnis, wie sie ist - und zwar völlig unabhängig davon, ob sie Deine religiös-moralischen Überzeugungen stützt oder herausfordert. Nimm die relevante Empirie zur Kenntnis und ernst anstatt sie - oder denjenigen, der sie vorstellt - lächerlich zu machen. 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb iskander:

 

Dieses Forum mag nicht repräsentativ sein, aber allein hier hast Du doch mindestens drei aktive konservativ-katholische Elternteile.

Ich habe hier was?

 

Und Du weißt natürlich wie die Kinder konservativer Katholiken erzogen werden?

 

Früher gab es mal diesen netten Begriff "Hybris".

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Und Du weißt natürlich wie die Kinder konservativer Katholiken erzogen werden?

 

Das muss niemand wissen. Wie sagte die beste aller Mütter? "Es ist noch kein Kind richtig erzogen worden."  

Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb Weihrauch:

 

Wer will denn nicht das Beste für Kinder? Aber das Thema, ob sich wer für was Besseres hält, oder wessen Wissen besser ist, oder wer das Bessere glaubt, hatten wir doch grade erst ...

 

Ich weiß nicht automatisch, was "das Beste" für meine Kinde rist. Aber ich wage zu behaupten, ich kenne sie besser als ein staatlicher "Aufklärer".

 

Aufklärung im Wortlaut bedeutet auch nicht primär Moral, sondern Wissensvermittlung. Ich habe meine Zweifel, daß staatliche Aufklärung viel über Embryologie erzählt. Die empfehlen nach meiner Erfahrung den Griff zur Pille (lieber danach als davor) oder später eben die "Ausschabung". Warum bekommen denn "Lebensrechtler" immer so einen Streß mit ihren lebensechten Modellen von den ach so Liberalen, die das Wort Aufklärung nicht verstanden haben? Die zeigen lieber einen eregierten Penis samt Kondomanziehversuch (auch durch Mädchen!) als ein 8 Wochen altes menschliches Leben.

 

Aufklärung bedeutet eben das ganze Paket. Bei uns zuhause bekommen sie davon viel mehr als in der Schule (auch wenn wir ihnen einiges ersparen). Ich kenne natürlich genug Fälle, wo man mit den Vätern nicht über Periode, PMS, Schwangerschaft, Genitalien und Co reden kann. Meine Berührungsängste sind da gleich null.

 

Und noch einmal: es ist eben kein Aufklärer, der das Verhalten dann in Konsequenzen erlebt. Staatliche Veranwortungslosigkeit - also alles wie immer.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb rorro:

Und noch einmal: es ist eben kein Aufklärer, der das Verhalten dann in Konsequenzen erlebt. Staatliche Veranwortungslosigkeit - also alles wie immer.

 

Was meinst du damit? Wie sollte die Übernahme staatlicher Verantwortung denn aussehen? Wie übernimmt die Kirche denn die Verantwortung für ihre Art der Aufklärung?

Geschrieben
vor 45 Minuten schrieb Flo77:

Ich habe hier was?

 

Und Du weißt natürlich wie die Kinder konservativer Katholiken erzogen werden?

 

Früher gab es mal diesen netten Begriff "Hybris".

 

Wieso denn eigentlich so aggressiv? Ich gehe eben davon aus, dass Katholiken, die nachdrücklich die katholische Sexualmoral verteidigen, diese oft oder meistens auch ihren Kindern vermitteln. Meine "Hybris" besteht also darin, dass ich davon ausgehe, dass die meisten konservativen Katholiken eine gewisse Konsequenz an den Tag legen und nicht zu ihren Kindern oder privat das Gegenteil von dem sagen, was sie öffentlich sagen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Minuten schrieb iskander:

 

Wieso denn eigentlich so aggressiv? Ich gehe eben davon aus, dass Katholiken, die nachdrücklich die katholische Sexualmoral verteidigen, diese oft oder meistens auch ihren Kindern vermitteln. Meine "Hybris" besteht also darin, dass ich davon ausgehe, dass die meisten konservativen Katholiken eine gewisse Konsequenz an den Tag legen und nicht zu ihren Kindern oder privat das Gegenteil von dem sagen, was sie öffentlich sagen. 

Du hast ziemlich wenig Ahnung von Katholischem Pragmatismus.

 

Etwas, was an vielen Stellen einfach nervt.

 

(Und ich komme immer noch nicht auf 3)

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb rorro:

Aufklärung im Wortlaut bedeutet auch nicht primär Moral, sondern Wissensvermittlung. Ich habe meine Zweifel, daß staatliche Aufklärung viel über Embryologie erzählt. Die empfehlen nach meiner Erfahrung den Griff zur Pille (lieber danach als davor) oder später eben die "Ausschabung". Warum bekommen denn "Lebensrechtler" immer so einen Streß mit ihren lebensechten Modellen von den ach so Liberalen, die das Wort Aufklärung nicht verstanden haben? Die zeigen lieber einen eregierten Penis samt Kondomanziehversuch (auch durch Mädchen!) als ein 8 Wochen altes menschliches Leben.

 

Nach meinem besten Wissen hat Sexualaufklärung, wie sie in den Niederlanden oder auch in vergleichbaren Ländern stattfindet, erst mal nur sehr bedingt mit Abtreibung zu tun, soweit sie überhaupt ein eigenes Thema ist, und vor allem mit andern Dingen. Hier eine kurze KI-Antwort zu den Niederlanden:

 

"Abortion is not a central or standalone item in the standard sex education curriculum, but it is addressed indirectly through broader topics:

Reproductive health and rights are covered, including access to contraception and safe abortion.

Discussions often emphasize prevention of unintended pregnancy, contraceptive use, and informed decision-making.

While the law mandates that schools address sexual diversity and orientation, the inclusion of abortion specifics depends on the school’s interpretation and the teacher’s comfort level."

 

In Ländern mit guter Sexualaufklärung wird vor allem die Nutzung von "präventiven" Verhütungsmitteln stark in den Fokus gerückt. Die Anzahl von Teenager-Schwangerschaften und Abtreibungen ist dort gering. Selbst wenn bedenkt, dass manche Verhütungsmittel eine frühabtreibende Wirkung haben und diese herausrechnet, dürfte der Gesamt-Effekt immer noch ähnlich sein - die meisten Verhütungsmittel, die hier relevant sind, haben keinen frühabtreibenden Effekt. 

 

Es ist auch schlichtweg logisch: Wenn jemand, der kein Kind will und potentiell zur Abtreibung bereit ist, erfolgreich verhütet, kommt er gar nicht erst in eine Situation, in der er abtreiben würde. Und so sieht es dann ja auch in der Realität aus; Verhütung führt zu weniger Abtreibungen. Du hast folgende Konstellationen:

 

- Extrem hohe Geburtenrate, die in modernen Gesellschaften mit geringer Kindersterblichkeit dauerhaft untragbar ist,

- Massenhaft Abtreibungen (wie In Rumänien und früher der UdSSR).

- Viel Verhütung.

 

Wenn Du mir ein Gegenbeispiel nennen kannst, nenne es mir. 

 

Wenn die kath. Kirche wirklich gegen Abtreibung wäre, müsste sie sich nachdrücklich für Verhütung (ohne potentielle frühabtreibende Wirkung) einsetzen. Und wenn ihr wirklich etwas am Wohl junger Menschen liegen würde, müsste sie sich für eine positiv, liberale Sexualerziehung einsetzen. Aber es geht ihr halt vor allem um ihre eigenen Dogmen. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Minuten schrieb Flo77:

Du hast ziemlich wenig Ahnung von Katholischem Pragmatismus.

 

Etwas, was an vielen Stellen einfach nervt.

 

Sorry, aber ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass beispielsweise @rorro im Privaten sagt, dass er unter anderem Verhütung, Masturbation und verehelichen Verkehr eigentlich voll okay oder vielleicht sogar richtig gut findet. Nenn mich naiv, aber das ist eben meine Ansicht; und von der brauchst Du so wenig genervt sein wie ich es von Deiner bin. 

 

Zitat

(Und ich komme immer noch nicht auf 3) 

 

@rorro, @Guppy und @Kara.

 

Wobei Letztere ja hier öffentlich im Forum, wenn ich mich richtig erinnere, gesagt hatte, dass sie ihre Tochter nicht strikt nach der kath. Sexualmoral erzieht. (Das ist ihre Sache und es freut mich auch für ihre Tochter; ich für meinen Teil verstehe allerdings nicht, warum man eine Moral, die man richtig findet und von der man glaubt, dass sie dem Menschen gut tut, seinen Kindern vorenthalten will.) 

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb iskander:

Sorry, aber ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass beispielsweise @rorro im Privaten sagt, dass er unter anderem Verhütung, Masturbation und verehelichen Verkehr eigentlich voll okay oder vielleicht sogar richtig gut findet. Nenn mich naiv, aber das ist eben meine Ansicht; und von der brauchst Du so wenig genervt sein wie ich es von Deiner bin. 

Und weil Du es a) nicht weißt und b) es Dich auch überhaupt nichts angeht, sind Deine Unterstellungen und Vorurteile einfach jenseits aller Redlichkeit.

 

vor 4 Minuten schrieb iskander:

1. Geht es Dich - pardon - einen feuchten Kehrricht an, was diese User im realen Leben tun oder lassen und 2. stimmt, soweit ich weiß, diese Liste nicht.

Geschrieben

@iskander

Allerletzte Ansage an dieser Stelle für dich:

Meine Kinder werden hier in DIESEM Zusammenhang NICHT thematisiert. Von niemandem und zuallerallerletzt von dir!

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Guppy:

Dein Fehler ist, dass du kirchliches Bemühen zum Heil der Seelen ernsthaft vergleichst mit Menschen, die eine antichristliche, perverse Gehirnwäsche an Kindern vollziehen wollen um ihre Ideologie in der Gesellschaft zu verbreiten.

Nun verschiebst du die Torpfosten - Du hast behauptet, wenn  Erwachsene Kinder mit Sexualität konfrontierten, dann sei das immer uns ausnahmslos Missbrauch.  Und auf einmal soll es das nicht mehr sein, wenn denn die Intention stimmt (wobei Du eine Intention einfach unterstellst). Und sprechen über eine kirchliche Handreichung, die sicherlich von der Sorge um das Seelenheil der Kinder getragen sein wird.  

 

BTW - ich mache mir Sorgen um Dein Seelenheil.

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...