manden Geschrieben Freitag um 14:20 Melden Geschrieben Freitag um 14:20 vor 1 Minute schrieb Higgs Boson: Ja. Und man hat sich die Freiheit genommen, alle alten Schriften neu auf Jesus hin zu interpretieren. Vorherige Auslegetraditionen wurden verworfen. Das kann man schon machen. Der Islam macht das ja auch. Die Mormonen machen das so. Und im Grunde unterscheidet das auch die Protestanten von den Katholiken. So funktioniert das halt. Es ist lediglich eine Frage der Tradition. Man glaubt aus Tradition. Das ist das Christentum. Zitieren
SteRo Geschrieben Freitag um 14:30 Melden Geschrieben Freitag um 14:30 vor 55 Minuten schrieb SteRo: In diesem Sinne kann "dem Tode die Macht genommen" bedeuten: Wenn die Sünden nicht weggenommen werden könnten (dadurch dass Jesus Christus als Märtyrer gestorben ist), dann hätte der biologische Tod tatsächlich (nur im übertragenen Sinne) die "Macht", uns in die ewige Verdammnis zu befördern, wenn wir mit toter Seele sterben würden. Da Jesus Christus aber seine Verdienste uns bereitstellt, können wir von allen Sünden gereinigt und gerechtfertigt werden und der Tod hat diese "Macht" (übertragenener Sinn) nicht mehr. Die Liebe zu Gott ("über alles") schließt notwendigerweise die Furcht vor dem biologischen Tod aus. Und dies ist aus wissenschaftlicher Sicht auch berechtigt. Warum? Weil diese Liebe nicht koexistieren kann mit schwerer Sünde und also nur möglich ist im Zustand der Rechtfertigungsgnade. So hat der Tod also auch seine furchteinflößende "Macht" verloren, weil biologischer Tod gleichbedeutend ist mit der Vereinigung mit dem geliebten Allerhöchsten Gut. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Freitag um 14:32 Melden Geschrieben Freitag um 14:32 vor 3 Minuten schrieb SteRo: Da Gott raum- und zeitlos ist, wir aber an Raum und Zeit gebunden sind, erscheint es merkwürdig zu sagen "'Gott' eine von uns abgetrennte Entität", weil dies Gott irgendwie Räumlichkeit zuzuschreiben scheint. Das ist aber auch der Grund, weshalb Pantheismus unmöglich ist. Die "Entfernung" liegt zwischen "kreatürlich" und "göttlich", ist also eine "Entfernung" im übertragenen Sinne. Gott wirkt unentwegt in und um uns. Er ist der Erstbeweger ohne den in und um uns keine "Bewegung" (im weitesten Sinne ... Willensbewegung ... Bewegung von Gliedmaßen ... auch jegliche "Bewegung" im Sinne von Veränderung) möglich wäre. Ich verstehe zwar was Du meinst, aber ich schrieb von Panentheismus, nicht Pantheismus. Also, die Unmöglichkeit Gottes Räumlichkeit zuzuschreiben würde, es ihm aber auch unmöglich machen, in Christus zu inkarnieren und so Gott zu sein, wie es Nicäa postuliert. Bitte jetzt nicht die Allmachtskarte, weil mit der wäre nämlich auch ein Panentheismus möglich. Ich kann das gerade nicht wirklich erklären, ohne dass das eine fürchterliche Schwurbelei rauskommt. Drum lass ich das. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Freitag um 14:38 Melden Geschrieben Freitag um 14:38 vor 19 Minuten schrieb manden: Für Menschen erkennbar ist der Echte GOTT eine unvorstellbar überlegene Existenz. Auf jeden Fall getrennt von den Menschen. Ach weißt Du was, Dein Erkenntnistheoretischer Gott kann mich mal. Und zwar deshalb, weil sein einziger Prophet ein dummer Papagei mit beschränktem Wortschatz ist. Falls Du war sinnvolles beitragen möchtest, tu es. Aber dann lass uns mal an Deinen Gedankengängen teilhaben, an Deinem Ringen um das, was Du zu verstehen versuchstest. In 20 Jahren muss da was rausgekommen sein, das ein bisschen gehaltvoller ist, als die paar Phrasen, die jeder Bot, den ich in Javaskript schreiben könnte, von sich gibt. 2 Zitieren
SteRo Geschrieben Freitag um 14:38 Melden Geschrieben Freitag um 14:38 (bearbeitet) vor 7 Minuten schrieb Higgs Boson: Ich verstehe zwar was Du meinst, aber ich schrieb von Panentheismus, nicht Pantheismus. Oh, ja diese verflixten Konstrukte, erscheinen mal eines wie das andere. vor 7 Minuten schrieb Higgs Boson: Also, die Unmöglichkeit Gottes Räumlichkeit zuzuschreiben würde, es ihm aber auch unmöglich machen, in Christus zu inkarnieren und so Gott zu sein, wie es Nicäa postuliert. Bitte jetzt nicht die Allmachtskarte, weil mit der wäre nämlich auch ein Panentheismus möglich. Da muss man gar nicht mit der Allmacht kommen. Es reicht sich klarzumachen, dass unsere Zuschreibung von Räumlichkeit schlichtweg unangemessen ist. Du verstehst? Es ist schon möglich räumlich darüber zu denken (wir können auch nicht anders), aber es ist unangemessen. bearbeitet Freitag um 14:40 von SteRo Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Freitag um 14:41 Melden Geschrieben Freitag um 14:41 vor 1 Minute schrieb SteRo: Oh, ja diese verflixten Konstrukte, erscheinen mal eines wie das andere. 😅 vor 1 Minute schrieb SteRo: Da muss man gar nicht mit der Allmacht kommen. Es reicht sich klarzu machen, dass unsere Zuschreibung von Räumlichkeit schlichtweg unangemessen ist. Du verstehst? Es ist schon möglich räumlich darüber zu denken, aber es ist unangemessen. Unangemessen. Genau das liegt mir. Zitieren
SteRo Geschrieben Freitag um 14:48 Melden Geschrieben Freitag um 14:48 vor 4 Minuten schrieb Higgs Boson: Unangemessen. Genau das liegt mir. Das ist das Faszinierende an Gottes Schöpfung: Er gab uns die Vernunft, um unangemessen in Kategorien von Raum und Zeit über Ihn reden zu können (damit wir uns überhaupt austauschen können), und gleichzeitig stattete Er diese Vernunft mit der natürlichen Fähigkeit zur Selbsttranszendenz aus. Zitieren
Merkur Geschrieben Freitag um 15:15 Melden Geschrieben Freitag um 15:15 vor 3 Stunden schrieb Flo77: Mit dem Glauben an Christus hatte ich permanent Angst vor dem Gericht und der Hölle. Ohne die Idee eines ewigen Lebens, geht es mit dem Tod bei mir deutlich entspannter. Geht mir ähnlich. Es erstaunt mich, dass dieser Aspekt des Glaubens beim Thema Sieg über den Tod ausgeblendet wird. Anscheinend geht es um unterschiedliche Kategorien. Zitieren
manden Geschrieben Freitag um 15:57 Melden Geschrieben Freitag um 15:57 Die christliche Religion ist falsch. Bewiesenermassen . Zitieren
rorro Geschrieben Freitag um 20:22 Melden Geschrieben Freitag um 20:22 (bearbeitet) vor 6 Stunden schrieb Higgs Boson: Ja. Und man hat sich die Freiheit genommen, alle alten Schriften neu auf Jesus hin zu interpretieren. Vorherige Auslegetraditionen wurden verworfen. Das kann man schon machen. Der Islam macht das ja auch. Die Mormonen machen das so. Und im Grunde unterscheidet das auch die Protestanten von den Katholiken. So funktioniert das halt. Es ist lediglich eine Frage der Tradition. Der Islam macht das eigentlich am witzigsten. Die Stellen, die seiner Auslegung passen, sind korrekt aus dem "Ursprungsbuch", das es leider nicht mehr gibt (und scheinbar nur auf der arab. Halbinsel zu Zeiten Muhammads existierte), alle anderen sind natürlich gefälscht. Wir behaupten zumindest nicht, daß der Tanach inhaltlich falsch sei. Die christliche Interpretation ergibt nur mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu Sinn, das war mir schon klar, als ich die Aussage des Paulus dazu als junger Erwachsener las (und da ich damals nicht an selbige glaubte mich auch nicht als Christ bezeichnete). Sie ist der Ausgangspunkt jeglicher Interpretation. Deswegen muß auch die eines gläubigen Juden anders aussehen. Die Mormonen sind diesbezüglich so Halb-oder 3/4-Muslime: neues Buch, ja, irgendwie wichtiger als das erste, ja, korrigiert es auch, ja, aber das macht das erste an keiner Stelle falsch, bloß hat es eben nicht die ganze Geschichte. Protestanten lesen die Bibel wie lange Zeit Christen den Tanach: ohne Kontext, ohne Rücksichtnahme auf Geschichte und Co. Zumindest anfangs. Mittlerweile gilt zumindest hierzulande statt sola scriptura eher solus/sola ego... bearbeitet Freitag um 20:27 von rorro 1 Zitieren
rorro Geschrieben Freitag um 20:26 Melden Geschrieben Freitag um 20:26 vor 5 Stunden schrieb Merkur: vor 8 Stunden schrieb Flo77: Mit dem Glauben an Christus hatte ich permanent Angst vor dem Gericht und der Hölle. Ohne die Idee eines ewigen Lebens, geht es mit dem Tod bei mir deutlich entspannter. Geht mir ähnlich. Es erstaunt mich, dass dieser Aspekt des Glaubens beim Thema Sieg über den Tod ausgeblendet wird. Anscheinend geht es um unterschiedliche Kategorien. Interessant. Mir geht es GAR nicht so. Auch mit dem Wissen um meine eigene Sündhaftigkeit (udn da gibt's eine Menge!) hatte ich diese Angst nie. Auch wenn ich weiß, daß ich später sicher keinen Ehrenplatz erhalten werden, wirkliche Angst habe ich keine. 2 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Freitag um 22:29 Melden Geschrieben Freitag um 22:29 vor 1 Stunde schrieb rorro: Wir behaupten zumindest nicht, daß der Tanach inhaltlich falsch sei. Die christliche Interpretation ergibt nur mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu Sinn, das war mir schon klar, als ich die Aussage des Paulus dazu als junger Erwachsener las (und da ich damals nicht an selbige glaubte mich auch nicht als Christ bezeichnete). Sie ist der Ausgangspunkt jeglicher Interpretation. Deswegen muß auch die eines gläubigen Juden anders aussehen. Können wir uns darauf einigen, dass die christliche Interpretation eben eine nachösterliche Neuinterpretation ist, nicht unbedingt die, die Jesus selber kannte und die jüdische Interpretation des christlichen Updates nicht bedarf. Dann ist aber auch die muslimische Neu und Uminterpretation des Tenachs und der Evangelien genauso zu bewerten und zu erlauben. (Die Muslime erkennen übrigens nicht alle Bücher des Tenach an und aus dem NT nur die Evangelien) Und damit die Mormonen ihr Recht bekommen, die auch. Und die Protestanten dürfen das Christentum mit Luther auch neu erfinden. Gelegentlich kommen dann die Bahais um die Ecke und versuchen das alles zu verbinden, die sind sowas wie die Vereinigungskirche des 19. Jahrhundert. Die ZJ schließe ich davon aus, das ist einfach nur Blutleer. Ist meine ganz persönliche Meinung. Dem musst Du Dich nicht anschließen. Die taugen nicht mal für Comedy. Zitieren
rorro Geschrieben Freitag um 23:12 Melden Geschrieben Freitag um 23:12 vor 40 Minuten schrieb Higgs Boson: Können wir uns darauf einigen, dass die christliche Interpretation eben eine nachösterliche Neuinterpretation ist, nicht unbedingt die, die Jesus selber kannte und die jüdische Interpretation des christlichen Updates nicht bedarf. Leider können wir uns darauf nicht einigen. Wie kommst Du darauf, daß Jesus die nicht kannte? Die schon gennnte Emmaus-Geschichte läßt das Gegenteil vermuten (von den Überzeugungen der ersten Generationen an Christen ganz zu schweigen). vor 40 Minuten schrieb Higgs Boson: Dann ist aber auch die muslimische Neu und Uminterpretation des Tenachs und der Evangelien genauso zu bewerten und zu erlauben. (Die Muslime erkennen übrigens nicht alle Bücher des Tenach an und aus dem NT nur die Evangelien) Und damit die Mormonen ihr Recht bekommen, die auch. Und die Protestanten dürfen das Christentum mit Luther auch neu erfinden. Gelegentlich kommen dann die Bahais um die Ecke und versuchen das alles zu verbinden, die sind sowas wie die Vereinigungskirche des 19. Jahrhundert. Die ZJ schließe ich davon aus, das ist einfach nur Blutleer. Ist meine ganz persönliche Meinung. Dem musst Du Dich nicht anschließen. Die taugen nicht mal für Comedy. Ich erlaube allen alles mit religiösen Texten. Ich glaube nur nicht allen alles. Von mir aus kann jeder behaupten was er will. Zitieren
taupunkt Geschrieben Samstag um 00:07 Melden Geschrieben Samstag um 00:07 Wo alles so relativ ist, ist wahrscheinlich sogar die Wahrheit im Keim erstickt worden. Zitieren
taupunkt Geschrieben Samstag um 06:24 Melden Geschrieben Samstag um 06:24 (bearbeitet) vor 7 Stunden schrieb Higgs Boson: Können wir uns darauf einigen, dass die christliche Interpretation eben eine nachösterliche Neuinterpretation ist, nicht unbedingt die, die Jesus selber kannte und die jüdische Interpretation des christlichen Updates nicht bedarf. Dass Jesus der Ausgangspunkt einer anderen Deutung ist, ergibt sich aus seiner Aussage, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. vor 7 Stunden schrieb Higgs Boson: Dann ist aber auch die muslimische Neu und Uminterpretation des Tenachs und der Evangelien genauso zu bewerten und zu erlauben. (Die Muslime erkennen übrigens nicht alle Bücher des Tenach an und aus dem NT nur die Evangelien) Wenn Muslime Evangelium sagen, das sog. indschil, meinen sie damit eine Botschaft bzw ein Buch, das Jesus von Gott bekommen hätte. Die Evangelien wie sie heute existierten gelten den Muslimen als verfälscht. Für Muslime gelten alle Bücher als verfälscht, deswegen war es aus ihrer Sicht notwendig, dass der Koran "als Rechtleitung für die Menschen" gesandt wurde. Am Judentum kritisieren sie vor allem mündliche Traditionen. Als Noachidin bist Du wie alle anderen religiösen Menschen, die keine Muslime sind, aus islamischer Sicht in die Irre gegangen. vor 7 Stunden schrieb Higgs Boson: Gelegentlich kommen dann die Bahais um die Ecke und versuchen das alles zu verbinden, die sind sowas wie die Vereinigungskirche des 19. Jahrhundert. Nein, die Bahai führen das fort, was konsequenterweise im Islam angelegt ist. Der Vorwurf von Muslimen an andere Religionen ist, dass sie nie den aktuellen Propheten akzeptiert hätten. Die ursprünglichen Völker hätten Mose akzeptieren müssen, die Juden hätten Jesus folgen müssen und Christen Mohammed. Weil sie das nicht getan und sich verweigert haben, wurde ihnen der Koran als "Rechtleitung für die Gottesfürchtigen" gesandt. Alle Propheten bekamen aus muslimischer Sicht ein Buch. Mose die Thora, Jesus das Evangelium, Mohammad den Koran. Ironischerweise werfen die Bahai den Muslimen vor, dass sie genau den gleichen Fehler machen, weil Bahaullah der Prophet für die heutige Zeit wäre. Noachiden, denen Du offenbar angehörst, sind als organisierte Gruppe eher ein neues Phänomen, auch wenn man sich gerne auf eine vermeintlich ursprüngliche Tradition berufen will. Die erste noachidische Konferenz fand irgendwie in den 80ern statt, seitdem bilden sich überall Minigrüppchen. Die Gruppe, die ich mal kennengelernt hatte, konnte man eher als Esoteriker bezeichnen. Es gibt eben keine kontinuierliche, noachidische Tradition. Viele Noachiden sind Konvertiten mit einem evangelikalen Hintergrund, die sich von Jesus entfernt haben. Ich meine gelesen zu haben, das man sie trotzdem dem evangelikalen Spektrum zuordnet. bearbeitet Samstag um 06:28 von taupunkt Zitieren
taupunkt Geschrieben Samstag um 06:31 Melden Geschrieben Samstag um 06:31 (bearbeitet) vor 16 Stunden schrieb Higgs Boson: Und man hat sich die Freiheit genommen, alle alten Schriften neu auf Jesus hin zu interpretieren. Vorherige Auslegetraditionen wurden verworfen. So ist das, wenn jemand daher kommt und bezeugt, dass er die Wahrheit und der Weg ist. Das mit dem Islam, den Mormonen oder auch mit Konfessionen allgemein zu vergleichen, ist schon recht hanebüchen. Ich kann allerdings nachvollziehen, dass das, was Gott uns in und durch Christus offenbart hat, für viele Menschen nicht nachvollziehbar ist. bearbeitet Samstag um 06:35 von taupunkt Zitieren
taupunkt Geschrieben Samstag um 06:34 Melden Geschrieben Samstag um 06:34 (bearbeitet) vor 17 Stunden schrieb SteRo: Wo kommt diese Aussage her? Wer sagt das? Dabei ist zu bedenken, dass "Tod" in den Schriften meist ambivalent ist. Wir assoziieren fast automatisch den biologischen Tod, in der Schrift ist der Tod aber auch der Tod der Seele (durch Todsünde). Dann stellt sich die Frage: Warum "Macht"? Etwas das Macht hat, ein Vermögen also zu agieren, das hat auch Sein. Aber der Tod hat kein Sein, sondern ist Mangel an Sein (Tod der Seele) oder die Abwesenheit von lebendigem Sein (biologischer Tod). 2. Timotheusbrief. Für mich eine Anregung, über Macht und Tod nachzudenken. Welche Macht hat der Tod über uns? Im praktischen Leben, wie weit werden wir davon bestimmt? Manchmal geht mir das durch den Kopf. Weniger theologisch, als wirklich als Frage der Innenschau. bearbeitet Samstag um 06:34 von taupunkt Zitieren
SteRo Geschrieben Samstag um 07:23 Melden Geschrieben Samstag um 07:23 vor 48 Minuten schrieb taupunkt: 2. Timotheusbrief. Für mich eine Anregung, über Macht und Tod nachzudenken. Welche Macht hat der Tod über uns? Im praktischen Leben, wie weit werden wir davon bestimmt? Manchmal geht mir das durch den Kopf. Weniger theologisch, als wirklich als Frage der Innenschau. Für mich ist das Gewahrsein des jederzeit möglichen biologischen Todes essentieller Bestandteil meiner Praxis. 1 Zitieren
taupunkt Geschrieben Samstag um 07:27 Melden Geschrieben Samstag um 07:27 vor 2 Minuten schrieb SteRo: Für mich ist das Gewahrsein des jederzeit möglichen biologischen Todes essentieller Bestandteil meiner Praxis. Guter Punkt, da gehe ich mit. Das ist für mich ein wichtiger Aspekt am Christentum, dass der Tod nicht geleugnet wird, sondern ein ständiger Begleiter ist. Zitieren
SteRo Geschrieben Samstag um 08:04 Melden Geschrieben Samstag um 08:04 Jetzt will ich unseren Dialog aber doch noch zu einem Ende bringen, welches mir wichtig erscheint Dazu zuerst die Wiederholung des zuvor Gesagten, insofern es aus meiner Sicht relevant ist für das, worauf ich hinauswill: vor 17 Stunden schrieb Higgs Boson: Frage: ist 'Gott' eine von uns abgetrennte Entität, oder ist alles was ist 'Gott' im Sinne eines globalen Bewusstseins, dessen Teile in der ganzen Schöpfung verteilt sind? vor 17 Stunden schrieb SteRo: Da Gott raum- und zeitlos ist, wir aber an Raum und Zeit gebunden sind, erscheint es merkwürdig zu sagen "'Gott' eine von uns abgetrennte Entität", weil dies Gott irgendwie Räumlichkeit zuzuschreiben scheint. ... Die "Entfernung" liegt zwischen "kreatürlich" und "göttlich", ist also eine "Entfernung" im übertragenen Sinne. vor 17 Stunden schrieb Higgs Boson: Also, die Unmöglichkeit Gottes Räumlichkeit zuzuschreiben würde, es ihm aber auch unmöglich machen, in Christus zu inkarnieren und so Gott zu sein, wie es Nicäa postuliert. Bitte jetzt nicht die Allmachtskarte, weil mit der wäre nämlich auch ein Panentheismus möglich. vor 17 Stunden schrieb SteRo: Da muss man gar nicht mit der Allmacht kommen. Es reicht sich klarzumachen, dass unsere Zuschreibung von Räumlichkeit schlichtweg unangemessen ist. Du verstehst? Es ist schon möglich räumlich darüber zu denken (wir können auch nicht anders), aber es ist unangemessen. vor 17 Stunden schrieb Higgs Boson: Unangemessen. Genau das liegt mir. vor 17 Stunden schrieb SteRo: Das ist das Faszinierende an Gottes Schöpfung: Er gab uns die Vernunft, um unangemessen in Kategorien von Raum und Zeit über Ihn reden zu können (damit wir uns überhaupt austauschen können), und gleichzeitig stattete Er diese Vernunft mit der natürlichen Fähigkeit zur Selbsttranszendenz aus. Also zusammenfassend: 1. die unendliche Entfernung zwischen Mensch und Gott ist die im übertragenen Sinne zwischen Kreatürlichkeit und Göttlichkeit 2. von Seiten Gottes (Wesenheit) her ist es unangemessen in Kategorien von Raum und Zeit über Gott zu denken und zu reden 3. von Seiten des Menschen her ist es vollkommen angemessen in Kategorien von Raum und Zeit über Gott zu denken und zu reden, weil der Mensch gar nicht anders kann 4. die Inkarnation Gottes in Jesus Christus scheitert also nicht daran, dass man Gott Räumlichkeit zuschreiben müsste (wie du es haben willst), dies von Seiten Gottes (Wesenheit) aber unangemessen ist, sondern ein Scheitern dieser Inkarnation ist tatsächlich nur ein Scheitern der kreatürlich-menschlichen Kognition an der Unbegreifbarkeit für diese Kogntion. Die wissenschaftliche Theologie hat damit aber kein Problem, weil sie genau die Kategorien von Raum und Zeit auf Gott anwendet ohne die der Mensch nicht denken und sprechen kann. Sie spricht deshalb zB von Sendung (wie der heilige Geist in Raum und Zeit gesandt werden kann, so kann auch das Wort Gottes ("der Sohn") gesandt werden um Fleisch anzunehmen). 5. Da Gott die menschliche Vernunft auch mit der natürlichen Fähigkeit zur Selbsttranszendenz ausgestattet hat (damit der Mensch sich Ihm "angemessener" nähern kann) muss die Inkarnation auch aus diesem Grunde für den Menschen kein Problem sein, an dem er wegen seines Verstandes scheitern müsste. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Samstag um 08:42 Melden Geschrieben Samstag um 08:42 vor 9 Stunden schrieb rorro: vor 10 Stunden schrieb Higgs Boson: Können wir uns darauf einigen, dass die christliche Interpretation eben eine nachösterliche Neuinterpretation ist, nicht unbedingt die, die Jesus selber kannte und die jüdische Interpretation des christlichen Updates nicht bedarf. Leider können wir uns darauf nicht einigen. Wie kommst Du darauf, daß Jesus die nicht kannte? Die schon gennnte Emmaus-Geschichte läßt das Gegenteil vermuten (von den Überzeugungen der ersten Generationen an Christen ganz zu schweigen). Du weißt aber schon, was nachösterlich bedeutet? Dem musst Du dich selbstverständlich nicht anschließen. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Samstag um 08:57 Melden Geschrieben Samstag um 08:57 vor 2 Stunden schrieb taupunkt: Dass Jesus der Ausgangspunkt einer anderen Deutung ist, ergibt sich aus seiner Aussage, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Ok, die Bibel ist wahr, weils drinsteht - same says Koran. vor 2 Stunden schrieb taupunkt: Noachiden, denen Du offenbar angehörst, sind als organisierte Gruppe eher ein neues Phänomen, auch wenn man sich gerne auf eine vermeintlich ursprüngliche Tradition berufen will. Die erste noachidische Konferenz fand irgendwie in den 80ern statt, seitdem bilden sich überall Minigrüppchen. Die Gruppe, die ich mal kennengelernt hatte, konnte man eher als Esoteriker bezeichnen. Es gibt eben keine kontinuierliche, noachidische Tradition. Viele Noachiden sind Konvertiten mit einem evangelikalen Hintergrund, die sich von Jesus entfernt haben. Ich meine gelesen zu haben, das man sie trotzdem dem evangelikalen Spektrum zuordnet. Der Name ist neu, das ist korrekt. Das Phänomen uralt, das NT nennt sie Gottesfürchtige. Maimonides schreibt darüber, aber das war zu seiner Zeit ein weitgehend theoretisches Phänomen. Es konnte Fahrt aufnehmen, nachdem nach dem 2. Weltkrieg weltweite Judenverfolgungen aufgehört haben. Denn aus der Verfolgung heraus, war man damit beschäftigt, sich um die eigenen Leute kümmern zu müssen. In meiner Noahidengruppe sind erstaunlich viele Exkatholiken, mehr als Exevangelikale. Die werden jetzt dem katholischen Spektrum zugeordnet? Zitieren
taupunkt Geschrieben Samstag um 09:20 Melden Geschrieben Samstag um 09:20 vor 20 Minuten schrieb Higgs Boson: Der Name ist neu, das ist korrekt. wenn es offensichtlich den 1. Kongress erst in den 80ern gab, kann wohl nicht nur der Name neu sein. Aber gut, es geht dir nicht um Wahrheit hast Du gesagt, ich denke damit existiert keine Gesprächsgrundlage. Alles Gute für Dich. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Samstag um 09:31 Melden Geschrieben Samstag um 09:31 vor einer Stunde schrieb SteRo: Also zusammenfassend: 1. die unendliche Entfernung zwischen Mensch und Gott ist die im übertragenen Sinne zwischen Kreatürlichkeit und Göttlichkeit 2. von Seiten Gottes (Wesenheit) her ist es unangemessen in Kategorien von Raum und Zeit über Gott zu denken und zu reden 3. von Seiten des Menschen her ist es vollkommen angemessen in Kategorien von Raum und Zeit über Gott zu denken und zu reden, weil der Mensch gar nicht anders kann 4. die Inkarnation Gottes in Jesus Christus scheitert also nicht daran, dass man Gott Räumlichkeit zuschreiben müsste (wie du es haben willst), dies von Seiten Gottes (Wesenheit) aber unangemessen ist, sondern ein Scheitern dieser Inkarnation ist tatsächlich nur ein Scheitern der kreatürlich-menschlichen Kognition an der Unbegreifbarkeit für diese Kogntion. Die wissenschaftliche Theologie hat damit aber kein Problem, weil sie genau die Kategorien von Raum und Zeit auf Gott anwendet ohne die der Mensch nicht denken und sprechen kann. Sie spricht deshalb zB von Sendung (wie der heilige Geist in Raum und Zeit gesandt werden kann, so kann auch das Wort Gottes ("der Sohn") gesandt werden um Fleisch anzunehmen). 5. Da Gott die menschliche Vernunft auch mit der natürlichen Fähigkeit zur Selbsttranszendenz ausgestattet hat (damit der Mensch sich Ihm "angemessener" nähern kann) muss die Inkarnation auch aus diesem Grunde für den Menschen kein Problem sein, an dem er wegen seines Verstandes scheitern müsste. Das ist ein Ansatz, Schöpfung ./. Schöpfer, voneinander getrennt. Daraus ergibt sich, dass man sich ein Gottesbild aufbauen muss. Dieser Gott ist dann naturgemäß unfassbar und unerfindlich. Und der kann natürlich alles mögliche, auch das widersprüchlichste, schließlich ist er auch noch Allmächtig. Das ist eine Antwort auf die Frage, alles was ist, muss irgendwoherkommen, und daher muss es von Gott kommen, der einfach IST, die Frage nach der Herkunft Gottes wird mit Unerfindlichkeit beantwortet. Das ist so in etwa die Argumentation der monotheistischen Religionen. Und dann der andere Ansatz: Wenn alles was ist einen Ursprung haben muss, den Gott als erste Ursache bewegt hat, Gott aber aus Unerfindlichkeit keinen Ursprung braucht, warum kann dann nicht alles was ist wie Gott ohne Ursprung sein? Das nennen wir dann Gott, und das wäre Pantheismus. Das ist unpersönlich und für mich so spirituell unbefriedigend. Was aber, wenn alles was ist 'göttlich' ist, ein einziges, gemeinsames Bewusstsein, keine eigene, abgetrennte Entität Gottes, dann hätte Gott sozusagen unendlich viele Falten. Das wäre dann sowas wie Panentheismus. 2 Zitieren
SteRo Geschrieben Samstag um 09:48 Melden Geschrieben Samstag um 09:48 vor 11 Minuten schrieb Higgs Boson: Das ist ein Ansatz, Schöpfung ./. Schöpfer, voneinander getrennt. Daraus ergibt sich, dass man sich ein Gottesbild aufbauen muss. Dieser Gott ist dann naturgemäß unfassbar und unerfindlich. Und der kann natürlich alles mögliche, auch das widersprüchlichste, schließlich ist er auch noch Allmächtig. Das ist eine Antwort auf die Frage, alles was ist, muss irgendwoherkommen, und daher muss es von Gott kommen, der einfach IST, die Frage nach der Herkunft Gottes wird mit Unerfindlichkeit beantwortet. Das ist so in etwa die Argumentation der monotheistischen Religionen. Und dann der andere Ansatz: Wenn alles was ist einen Ursprung haben muss, den Gott als erste Ursache bewegt hat, Gott aber aus Unerfindlichkeit keinen Ursprung braucht, warum kann dann nicht alles was ist wie Gott ohne Ursprung sein? Das nennen wir dann Gott, und das wäre Pantheismus. Das ist unpersönlich und für mich so spirituell unbefriedigend. Was aber, wenn alles was ist 'göttlich' ist, ein einziges, gemeinsames Bewusstsein, keine eigene, abgetrennte Entität Gottes, dann hätte Gott sozusagen unendlich viele Falten. Das wäre dann sowas wie Panentheismus. Alles schön und gut, aber doch nur - so wie es da steht - intellektuelle Konstruktion, die - weil das Vernunft-/Denkvermögen halt mal so funktioniert, mit dem eigenen (Er-)Leben, dem Tun oder Lassen nichts oder nicht viel zu tun hat. Als philosophische Disziplin ist so eine "Religion" vollkommen in Ordnung, aber für die eigene Lebensgestaltung, dem eigenen Umgehen mit Leid, Krankheit, Tod (von sich selbst und seinen Liebsten)? Zitieren
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.