rorro Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden vor 9 Stunden schrieb Higgs Boson: Dass sie bei einer Konversion das ganze Gesetz halten müssen, da hat er Recht. Und die Frage, ob der Konvertit bekloppt ist, ist die Erste Antwort, wenn man bei einem Rabbi nachfragt, ob man konvertieren will. Weil Konversion ist völlig unnötig, es sei denn, es ist die einzige Möglichkeit zu sein, der man ist. Im Römerbrief, geschrieben auch an Juden, geht er darauf ein, dass das Gesetz vollständig gehalten werden muss. Das allgemeine Konzept von Reue kennt er zwar, Umkehr ist aber bei ihm unbedingt an den Glauben an Jesus gekoppelt. Als Geschenk gibts Gnade, der Glaube an Jesus ist aber die Bedingung. Ohne den gibt es für ihn keinen Ausweg aus dem Dilemma. Darum meine Frage: ist unter diesem Aspekt die Gnade bedingungslos? Und ist nicht ein Glaube, den man nicht machen kann, nicht ein viel größeres Werk, dessen Erfüllung noch viel unmöglicher ist, als alle Mitzwot? Seien es 618 oder nur 7? Vielleicht einfach sagen: Ja, ok, die Gnade ist nicht so bedingungslos, wie das im Überschwang gerne angenommen wird. Oder, ja, das gibt's diese Prädestination. Paulus schreibt alle seine Briefe an Christen. Judenchristen wie Heidenchristen. Die Christengemeinde in Rom ist die einzige, die er vor seinem Brief nicht persönlich kennengelernt hat, daher legt er in diesem kunstvoll komponierten Brief seine Theologie nicht nur situationsbezogen dar. Da er an Christen schreibt, ist Umkehr bei ihm natürlich an den Glauben an Jesus geknüpft, denn sonst wären sie keine Christen. Die Gnade Gottes als unverdiente Gabe Gottes ist vielfältig - der Glaube ist genauso Geschenk wie die Vergebung. Dabei kann ein Nichtgglaube fehlende Gnade sein, genauso aber auch Verweigerung - im Einzelfall ist das nicht nachzuprüfen und weiß nur der Herr selbst ("um deren Glauben niemand weiß als du"). Nach allem was wir von Jesus über Gott wissen richtet Gott nach den Talenten, die Er gegeben hat. Überlassen wir das Urteil doch besser Ihm. Zitieren
SteRo Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 17 Stunden schrieb Higgs Boson: Das heißt, die Gnade ist nicht bedingungslos? Ich sprach ja von der wirklichen und wirksamen Gnade, die Gott schenkt und die man sich also nicht verdienen kann. Mich irritiert das "ist" in deiner Frage und denke es sollte durch "wirkt" ersetzt werden. Darauf könnte ich dann auch antworten, nämlich: Jegliche Gnadenwirkung ist immer von der Geneigtheit des menschlichen freien Willens abhängig, zum einen muss der Mensch "offen" für die Gnade sein und muss mit ihr freiwillig kooperieren. Wenn dein "ist" in der Frage jedoch implizieren soll, ob Gott diese Gnade an Bedingungen knüpft oder ob er sie bedingungslos schenkt, dann ist Letzteres zutreffend, weil das Knüpfen an Bedingungen ja auf eine Gnade hinauslaufen könnte, die gar keine wirkliche Gnade (unverdientes Geschenk) ist. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden (bearbeitet) vor 5 Stunden schrieb Einsteinchen: Es gibt ja das jüdische Ritual des Sündenbocks. Warum eigentlich wird nicht anerkannt, dass Jesus Christus der ultimative Sündenbock sein wollte für die Menschen? Es kann sich ja ein anderer Mensch dafür bewerben, Jesus hätte wohl nichts dagegen. Er "wollte" der Sündenbock sein? Für die Menschheit? Es wird von apologetischer Seite immer betont, daß die Funktion des ultimativen Sühneopfers nur der Logos einnehmen konnte, da nichts Geschaffenes diesen Gegenwert gehabt hätte. AJ Levine hat dazu mal das Bild von einem Bankschließfach im Himmel verwendet, das durch Sünden geleert wird und das Jesu Tod diese Schließfächer wieder aufgefüllt hätte. Auf der anderen Seite wird dann aber auch erzählt, der Ewige sei kein Buchhalter. Nun ja. Aber wahrscheinlich verstehe ich das auch alles einfach wieder falsch und der Ewige ist natürlich ein Buchhalter, aber durch das Opfer des Logos, sind die Konten der Gläubigen per unbeschränkter Garantie immer im Plus, alle anderen müssen eben selbst für ausgeglichene Bilanzen sorgen. Wobei auch die Garantie verfallen kann, wenn man die Vertragsbedingungen nicht einhält und man die im Kleingedruckten Gebühren aka Sündenstrafen schon mal gerne ignoriert im Verkaufsgespräch. Womit es dann eigentlich doch wieder keinen grundsätzlichen Unterschied gibt. Bündnisse mit Gott wie Handyverträge. Wer den Wal hat, strandet auf der Sandbank. bearbeitet vor 12 Stunden von Flo77 Zitieren
SteRo Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 5 Stunden schrieb Einsteinchen: Warum eigentlich wird nicht anerkannt, dass Jesus Christus der ultimative Sündenbock sein wollte für die Menschen? Das "wollte" erscheint mir auch fragwürdig. Sowohl hinsichtlich des wahren Menschen als auch des wahren Gottes. Was @Flo77 oben erwähnt bezieht sich ja nicht auf das Wollen des Logos, sondern auf das Können beruhend auf der nicht weniger fragwürdigen Vorstellung einer unendlichen "Beleidigung" (!?) Gottes durch die Sünden, die natürlich nicht von einer begrenzten menschlichen Natur adäquat gesühnt hätte werden können. Und Jesus Christus als wahrer Mensch, hätte er gewollt Sündenbock zu sein? Wie hätte er auf diese abstruse Idee kommen sollen? Er wollte sich dem Willen des Vater hingeben. Punkt. Zitieren
manden Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 4 Minuten schrieb SteRo: Das "wollte" erscheint mir auch fragwürdig. Sowohl hinsichtlich des wahren Menschen als auch des wahren Gottes. Was @Flo77 oben erwähnt bezieht sich ja nicht auf das Wollen des Logos, sondern auf das Können beruhend auf der nicht weniger fragwürdigen Vorstellung einer unendlichen "Beleidigung" (!?) Gottes durch die Sünden, die natürlich nicht von einer begrenzten menschlichen Natur adäquat gesühnt hätte werden können. Und Jesus Christus als wahrer Mensch, hätte er gewollt Sündenbock zu sein? Wie hätte er auf diese abstruse Idee kommen sollen? Er wollte sich dem Willen des Vater hingeben. Punkt. Bei dieser katholischen Theologie könnte es einem übel werden. Zitieren
rorro Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden (bearbeitet) vor 38 Minuten schrieb Flo77: Auf der anderen Seite wird dann aber auch erzählt, der Ewige sei kein Buchhalter. Nun ja. Ist Er auch nicht (leider schon mal Sein Bodenpersonal). Denn das Opfern hat sich damit ja erledigt. Wir müssen nur das Geschenk annehmen. Nicht einmal verstehen. Nur annehmen. bearbeitet vor 11 Stunden von rorro Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden vor 22 Minuten schrieb SteRo: Und Jesus Christus als wahrer Mensch, hätte er gewollt Sündenbock zu sein? Wie hätte er auf diese abstruse Idee kommen sollen? Er wollte sich dem Willen des Vater hingeben. Punkt. Beim Logos, eines Wesens mit dem Vater und daher wohl auch "eines Wollens" mit ihm, ist die Frage nach der Motivation wohl einfach zu klären. Ob der Mensch sterben wollte? Es wäre ziemlich contra naturam, man müsste die Frage stellen, ob das ganze dann nicht assissitierter Selbstmord war und wieso der Suizid des Logos, der keiner war, denn - achso, das weiß ja keiner so richtig, also was mit der Seele des Menschen Jesus passierte. Und ob der Logos sterben konnte, was bedeutet hätte, daß ein Teil Gottes dem Tod anheim gefallen wäre ... es ist nicht erklärbar, nicht formulierbar, wiederspricht jeder Logik, und am Altar Gottes in der anderen Welt aka Himmel geht das Leiden Jesu bis zum Ende der Welt weiter, da das Opfer sich dort mit jeder Vergegenwärtigung auf Erden wiederholt. Und da ist das merkwürdige Verständnis eines Paulus, der die Sünde und den Tod als aktive ("bewusst agierende"?) Mächte eigener Entität dachte (zumindest an manchen Stellen - Konsistenz war wohl nicht immer seine besondere Stärke) noch nicht mal mit drin, obwohl ohne diese Idee der Satz "Christus hat den Tod überwunden" und "wir sind mit Christus der Sünde gestorben" überhaupt keinen Sinn ergeben. "Er legt den Tod in Banden" - 1000x gesungen, immer gewundert und vor dem inneren Auge den Sensenmann an eine Kerkermauer gekettet gesehen... Hand auf's Herz, wer noch nie bei "Jesus hat den Tod bezwungen" an einen Ringkampf oder eine epische Szene wie Darth Vader gegen Luke Skywalker gedacht hat. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden Gerade eben schrieb rorro: Ist Er auch nicht. Denn das Opfern hat sich damit ja erledigt. Wir müssen nur das Geschenk annehmen. Nicht einmal verstehen. Nur annehmen. Welches Geschenk? Den Blankoscheck mit den schlecht versteckten Überziehungszinsen? Zitieren
SteRo Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden vor 8 Minuten schrieb Flo77: Beim Logos, eines Wesens mit dem Vater und daher wohl auch "eines Wollens" mit ihm, ist die Frage nach der Motivation wohl einfach zu klären. Wirklich so einfach? In Jesus Christus sind 2 Willen. Einer davon der des Logos. Da dieser "eines Wesens mit dem Vater" ist, ist der Wille des Vaters auch "in" Jesus Christus und entspricht dem Willen des Vaters, dem sich der wahre Mensch Jesus Christus hingeben will. Aber die Motivation, warum der Vater das Martyrium Jesu Christi will oder zulässt, ist dadurch doch nicht einfach zu klären. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden (bearbeitet) vor 18 Minuten schrieb Flo77: Ob der Mensch sterben wollte? Es wäre ziemlich contra naturam, ... Ja. Mt 26, 39 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du 〈willst〉. bearbeitet vor 11 Stunden von SteRo Zitieren
rorro Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden vor 17 Minuten schrieb Flo77: Welches Geschenk? Das, das Dein Verstehen übersteigt. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 10 Stunden Melden Geschrieben vor 10 Stunden vor 1 Stunde schrieb Flo77: Aber wahrscheinlich verstehe ich das auch alles einfach wieder falsch und der Ewige ist natürlich ein Buchhalter, aber durch das Opfer des Logos, sind die Konten der Gläubigen per unbeschränkter Garantie immer im Plus, alle anderen müssen eben selbst für ausgeglichene Bilanzen sorgen. Wobei auch die Garantie verfallen kann, wenn man die Vertragsbedingungen nicht einhält und man die im Kleingedruckten Gebühren aka Sündenstrafen schon mal gerne ignoriert im Verkaufsgespräch. Womit es dann eigentlich doch wieder keinen grundsätzlichen Unterschied gibt. Wenn Du Dir im AT das Buch Levitikus anschaust, ist die Frage nach dem Buchhalter Gott schon naheliegend. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb taupunkt: Wenn Du Dir im AT das Buch Levitikus anschaust, ist die Frage nach dem Buchhalter Gott schon naheliegend. Das Buch Levitikus ist lt. Joel Baden eines der theologisch interessantesten Bücher des AT. Bin ich zwar jetzt auch nicht so richtig von überzeugt, zumal dieses Werk eine Rückprojektion bzw. Re-Rechtfertigung des Tempelkults sein dürfte, aber das die Jerusalemer Priesterschaft ein eher - äh - "kaufmännisches" Gottesbild gepflegt haben könnte, erscheint mir durchaus sehr möglich. Davon mal ab, daß es mehr als eine Regelung enthält, die ich inhaltlich für problematisch halte. Ich muss zugeben, es gehört nicht zu meiner Nachttischlektüre. Edit: Aber daraus ergibt sich ja noch keine sichere Aussage über das Wesen Gottes. Das Thema des Bundes mit Gott zieht sich zwar durch die ganze Bibel, aber wie dieser Bund gestaltet ist bzw. wieviele es überhaupt gibt, darüber gibt es doch sehr unterschiedliche Ansichten. Adam, Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Moses, David, Salomon, etc. Sie alle hatten 'ihren eigenen' Bund mit Gott über deren inhaltliche Ausgestaltung wir teilweise nur sehr wenig erfahren. In den Prophetenbüchern wird ein noch anderes Gottesbundverständnis skizziert. Der Buchhaltergott ist also höchstens ein Aspekt oder eine Erfahrbarkeit, aber nicht der Schlusspunkt meines, Deines oder sonstwessen Bundes mit dem Namen. bearbeitet vor 9 Stunden von Flo77 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden vor 11 Stunden schrieb KevinF: Ich formuliere es so: "Akzeptiere, dass Du akzeptiert bist und tue das Gute um des Guten willen." (Säkular: Akzeptiert gemäß den westlichen Werten Religiös gesprochen: Damit auch durch Gott als die ultimative Manifestation der Werte) Das ist mein Verständnis der Rechtfertigung, das identisch ist mit meinem Verständnis von Umkehr. (Wobei ich die Formulierung "Akzeptiere, dass Du akzeptiert bist" als Interpretation der Rechtfertigungslehre von Tillich habe.) Ist das nicht ziemlich nahe an Deinem Verständnis? Bei mir kommt dann eben noch das Postulat hinzu, dass der, der danach lebt, Anteil hat, an dem, was Tillich das "Neue Sein in Jesus als dem Christus" nannte. Und die kleine Komplikation, dass ich nicht wirklich an die Existenz Gottes glauben kann, was nach oben Gesagtem aber keine Rolle mehr spielt, da die Erfahrung der "Rechtfertigung" für mich so ist, ALS OB der rechtfertigende Gott und das "Neue Sein in Jesus als dem Christus" metaphysisch real wäre. "Gott" ist für mich also eine lyrische Beschreibung von moralischer Selbstbejahung im Sinne der obigen Umkehr + Wunschvorstellung. Das reicht für mich als Zugang zur christlichen Spiritualität inklusive Gebete. Das ist eine Ausrichtung rein am kerygmatischen Jesus und das ist das, was ich spirituelle Konsistenz bezeichne. Mir kommt da der sogenannte historische Jesus dazwischen, und den kann ich nicht verraten, um meiner spirituellen Konsistenz Willen. Aber wenn es nicht um WahrheitTM sondern um Spiritualität geht, können beide Auffassungen nebeneinander widerspruchslos existieren. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden vor 4 Stunden schrieb rorro: Überlassen wir das Urteil doch besser Ihm. Das kann man fraglos so lassen, aber dann spielt WahrheitTM keine Rolle mehr. Dann gibt es keine Argumentationen, kein richtig und falsch, das über eine subjektive Ansicht hinausgehen. Dann ist der Moslem, dessen Glauben du selbstverständlich nicht teilen willst noch musst, exakt so 'gerechtfertigt' vor Gott, wie auch immer der das anstellt. Und der ZJ. Und der Mormone. Und die Spagettigläubigen auch. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden vor 3 Stunden schrieb SteRo: Ich sprach ja von der wirklichen und wirksamen Gnade, die Gott schenkt und die man sich also nicht verdienen kann. Mich irritiert das "ist" in deiner Frage und denke es sollte durch "wirkt" ersetzt werden. Darauf könnte ich dann auch antworten, nämlich: Jegliche Gnadenwirkung ist immer von der Geneigtheit des menschlichen freien Willens abhängig, zum einen muss der Mensch "offen" für die Gnade sein und muss mit ihr freiwillig kooperieren. Wenn dein "ist" in der Frage jedoch implizieren soll, ob Gott diese Gnade an Bedingungen knüpft oder ob er sie bedingungslos schenkt, dann ist Letzteres zutreffend, weil das Knüpfen an Bedingungen ja auf eine Gnade hinauslaufen könnte, die gar keine wirkliche Gnade (unverdientes Geschenk) ist. muss - freiwillig. (Fettung im Zitat von mir) Ich verstehe schon, dass die Bestrebungen, den Zugang zur Gnade möglichst gering gehalten werden wollen. Keine Taten, kein Gesetz, man kann sie nicht verdienen, nicht kaufen, bezahlen. Und doch, und doch, wenigstens ein freiwilliges Müssen. Weil, das verstehe ich schon, wer nicht will, der braucht auch nicht. Ist ja von Jesus noch was ganz anderes gefordert worden, nicht nur die Einhaltung der Gebote, sondern auch noch, dass man alles was man hat verkauft und den Armen gibt. (Matthäus 19,16-26; Markus 10,17-25; Lukas 18,18-27) Weil dann hat man einen Schatz im Himmel. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb Einsteinchen: Es gibt ja das jüdische Ritual des Sündenbocks. Warum eigentlich wird nicht anerkannt, dass Jesus Christus der ultimative Sündenbock sein wollte für die Menschen? Es kann sich ja ein anderer Mensch dafür bewerben, Jesus hätte wohl nichts dagegen. Ja dieser Sündenbock. Das Problem dabei ist, dass der Sündenbock Teil des Jom Kippur ist. Und der kommt in NT nicht vor. Und das andere Problem ist, der wird nicht geopfert, sondern in die Wüste geschickt, um dort von einer Klippe zu stürzen. Und er hat auch nicht im mindesten mit dem Pessachlamm zu tun, auch wenn das bei Johannes so klingt. Jeder Versuch, den Kreuzestod irgendwie mit jüdischem Opferkult zu verknüpfen, scheitert. Daher das lieber bleiben lassen. Das stiftet nur Verwirrung, hat keinen Nährwert und ist unredlich. Und es bietet darum argumentative Angriffsfläche. Der Tenach ist da nicht der Opfertheologie Freund. Aber um Dich zu beruhigen: Das mit dem Sündenbock an Jom Kippur, verbunden mit Jesus, habe ich vor sehr langer im katholischen Religionsunterricht gelernt. Du bist also nicht der erste, der diese Idee hat. bearbeitet vor 9 Stunden von Higgs Boson Zitieren
SteRo Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden (bearbeitet) vor 21 Minuten schrieb Higgs Boson: muss - freiwillig. (Fettung im Zitat von mir) ... Und doch, und doch, wenigstens ein freiwilliges Müssen. Weil, das verstehe ich schon, wer nicht will, der braucht auch nicht. Schau, wenn du jemandem deine Hand reichst, um Hilfe zu schenken, dann muss derjenige dem du deine Hand reichst reichst diese doch freiwillig ergreifen, um deine Hilfe anzunehmen, oder? Also du scheinst dir da aus der Sprache etwas zu konstruieren. bearbeitet vor 8 Stunden von SteRo 1 Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden (bearbeitet) vor 32 Minuten schrieb Higgs Boson: muss - freiwillig. (Fettung im Zitat von mir) Das hat etwas mit dem Respekt gegenüber der Freiheit zu tun. Wenn du drohst im See der Sünden zu ertrinken, gibt es 2 Möglichkeiten: 1.) Der Rettungsschwimmer schlägt Dich ohnmächtig, damit er Dich auch gegen Deinen Willen retten kann und durchkreuzt damit Deine Freiheit. 2.) Der Rettungsschwimmer wirft Dir einen Rettungsring zu, den Du greifen musst - ans Land schwimmen musst Du nicht, Du wirst gezogen. Es bedarf eben eines minimalen Zutuns. Die Variante 3 wäre noch: Der Rettungsschwimmer wirft Dir die Badeordnung zu und macht erstmal Pause. bearbeitet vor 8 Stunden von taupunkt Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden (bearbeitet) vor 16 Minuten schrieb SteRo: Schau, wenn du jemandem deine Hand reichst, um Hilfe zu schenken, dann muss derjenige dem du deine Handreichst reichst diese doch freiwillig ergreifen, um deine Hilfe anzunehmen, oder? Also du scheinst dir da aus der Sprache etwas zu konstruieren. Muss es die Hand (Jesus) sein? Kann nicht der eine die Hand nehmen, der andere bekommt einen Rettungsring, der nächste eine Leiter? Je nach der Situation in der er sich befindet? (Es geht immer noch um Vergebung, die Deiner Aussage nach, seit Bekanntgabe der Hand, nur mehr durch die Hand, erreicht werden kann. Vorher reichte da einfach Umkehr. Ich empfinde das als komplizierter. Weil Umkehr ist schließlich immer noch nötig) Nichts gegen Hand, wem das hilft, alles gut. Nur als Bedingung, die es vorher nicht gab, finde ich ist das kein Fortschritt für mich. (Ich habe da nichts konstruiert, siehe letzter Satz im zitierten von mir 'wer nicht will, der braucht nicht') Interessant, dass Du Hands Forderungen aus dem Zitat rausgelöscht hast und nicht darauf eingehst. Der stört wirklich. bearbeitet vor 8 Stunden von Higgs Boson Zitieren
SteRo Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden (bearbeitet) vor 8 Minuten schrieb Higgs Boson: Muss es die Hand (Jesus) sein? Kann nicht der eine die Hand nehmen, der andere bekommt einen Rettungsring, der nächste eine Leiter? Je nach der Situation in der er sich befindet? (Es geht immer noch um Vergebung, die Deiner Aussage nach, seit Bekanntgabe der Hand, nur mehr durch die Hand, erreicht werden kann, nicht durch Rettungsringe, Leitern oder sonstiger anderer Dingens) Ja, für die durch Jesus Christus offenbarte Gerechtigkeit muss es die Hand Jesus Christi sein. Es ist die letzte Offenbarung und damit wird der Mensch, der Kenntnis davon haben kann, daran gemessen.. vor 8 Minuten schrieb Higgs Boson: (Ich habe da nichts konstruiert, siehe letzter Satz im zitierten von mir 'wer nicht will, der braucht nicht') Interessant, dass Du Hands Forderungen aus dem Zitat rausgelöscht hast und nicht darauf eingehst. Der stört wirklich. Versteh ich nicht ...? ad 'wer nicht will, der braucht nicht': Wer nicht will, der braucht trotzdem bzgl. des Heils, und hat Zeit sich freiwillig bekehren zu lassen bis zur letzten Minute seines Lebens bearbeitet vor 8 Stunden von SteRo Zitieren
SteRo Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden vor 8 Minuten schrieb SteRo: ... bis zur letzten Minute seines Lebens Deshalb mache man sich klar, dass das jederzeit sein kann und dass die Umstände dabei ggf. sehr ungünstig sein können und eine freiwillige Bekehrung in letzter Minute ggf. vereiteln könnten.. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden vor 11 Minuten schrieb SteRo: Deshalb mache man sich klar, dass das jederzeit sein kann und dass die Umstände dabei ggf. sehr ungünstig sein können und eine freiwillige Bekehrung in letzter Minute ggf. vereiteln könnten.. Dein kürzlicher Einwand, dass es im Blick auf göttliche Offenbarung kein davor und danach gibt, sondern man hinter eine erhaltene Offenbarung nicht zurück kann, fand ich für mich auch nochmal sehr interessant. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden vor 1 Stunde schrieb Flo77: Das Buch Levitikus ist lt. Joel Baden eines der theologisch interessantesten Bücher des AT. Bin ich zwar jetzt auch nicht so richtig von überzeugt, zumal dieses Werk eine Rückprojektion bzw. Re-Rechtfertigung des Tempelkults sein dürfte, aber das die Jerusalemer Priesterschaft ein eher - äh - "kaufmännisches" Gottesbild gepflegt haben könnte, erscheint mir durchaus sehr möglich. Davon mal ab, daß es mehr als eine Regelung enthält, die ich inhaltlich für problematisch halte. Ich muss zugeben, es gehört nicht zu meiner Nachttischlektüre. Edit: Aber daraus ergibt sich ja noch keine sichere Aussage über das Wesen Gottes. Das Thema des Bundes mit Gott zieht sich zwar durch die ganze Bibel, aber wie dieser Bund gestaltet ist bzw. wieviele es überhaupt gibt, darüber gibt es doch sehr unterschiedliche Ansichten. Adam, Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Moses, David, Salomon, etc. Sie alle hatten 'ihren eigenen' Bund mit Gott über deren inhaltliche Ausgestaltung wir teilweise nur sehr wenig erfahren. In den Prophetenbüchern wird ein noch anderes Gottesbundverständnis skizziert. Der Buchhaltergott ist also höchstens ein Aspekt oder eine Erfahrbarkeit, aber nicht der Schlusspunkt meines, Deines oder sonstwessen Bundes mit dem Namen. Vor einigen Jahren gab es auf Youtube einen Kanal, der hat alle Bücher der Bibel vorgelesen. Da habe ich mir einmal das Komplettpaket gegeben. Levitikus fand ich u.a. sehr interessant, um ein bisschen die Opferbezüge der Deutungen von Jesu Tod nachvollziehen zu können. Für mich eher ein Verständniszugang. Aus meiner beschränkten christlichen Sicht nutze ich diese Dinge gerne, um die Entwicklung bestimmter Glaubenspunkte im Christentum nachvollziehen zu können. Da gibt es so viele Motive, weshalb ich es sehr begrüße, dass man sich auch kirchlich dafür geöffnet hat. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 7 Stunden Melden Geschrieben vor 7 Stunden vor 18 Stunden schrieb Flo77: Wobei Maimonides auch eine ziemliche Kampfklausel drin hat: nur derjenige, der die kleine Thora hält, weil sie von Gott offenbart wurde, gilt als Gerechter, nicht der, der sie aus eigener intellektueller Leistung tut. https://www.youtube.com/watch?v=KEolY_vYr88 Habe gestern den Vortrag gesehen. Danke dafür. Zitieren
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