Higgs Boson Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden vor 3 Minuten schrieb taupunkt: Ist das die aktuelle rabbinische Position? War sie schon immer, ist auch die, die von Jesus vertreten wurde. Aber nicht von Paulus. Zitieren
rorro Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden Gerade eben schrieb Higgs Boson: Ja, Gnade bei Paulus ist eine andere als in den Evangelien, der sich an der Gerechtigkeit abarbeitet und sie ihr gegenüberstellt. Erstens stimmt das nicht und zweitens ist das nicht taupunkts Frage. Er fragt nach der jüdischen/noachidischen Perspektive. 1 Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden Gerade eben schrieb rorro: Gibt es im Judentum zu irgendetwas nur eine Position? Das wird so variabel sein wie im Christentum. Zumindest muss es eine sein, die zumindest mehrheitlich von den Rabbinern als noachidischer Ansatz vermittelt wird. Zitieren
rorro Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden Gerade eben schrieb Higgs Boson: War sie schon immer, ist auch die, die von Jesus vertreten wurde. Aber nicht von Paulus. Wo lehnt Paulus diese Position denn ab? Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden (bearbeitet) vor 8 Minuten schrieb Higgs Boson: Ja, Gnade bei Paulus ist eine andere als in den Evangelien, der sich an der Gerechtigkeit abarbeitet und sie ihr gegenüberstellt. Ich frage ja nicht nach Deiner Meinung über die Evangelien. Du hast kürzlich noch selbst gesagt, dass Du Dich Ben Noach angeschlossen hast (was ich nicht bewerten will). Juden und Jüdinnen werden zu Gerechten durch Befolge der Gebote und Verbote, um die 600. Rabbiner machten sich nun Gedanken darüber, wie auch Nichtjuden Gerechte werden könnten. Das Ergebnis waren die 7 Noachidischen Gebote. Ein Nichtjude, der diese befolgt, wird Gerecht. Das ist ein klassischer Ansatz der Gesetzeswerke. Du wirst nicht durch Gnade gerecht, sondern durch Befolgen der Gebote. Du fragst nun nach der Gnade, wäre es nicht hilfreich, das für Dich selbst zu klären, wie die Gnade in einer Herangehensweise der Gesetzlichkeit funktionieren kann? Jesus hat sehr detailiert ausgeführt, wie sehr wir doch scheitern und dass wir es niemals aus eigener Kraft schaffen können. Wir können, so wäre meine christliche Perspektive, nicht gerecht werden, wenn wir 7 Gebote befolgne, auch nicht, wenn wir 600 Gebote befolgen. Du scheinst eine andere Sicht zu haben, fragst aber hier nach der Gnade ? bearbeitet vor 13 Stunden von taupunkt Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden vor 3 Minuten schrieb rorro: Erstens stimmt das nicht und zweitens ist das nicht taupunkts Frage. Er fragt nach der jüdischen/noachidischen Perspektive. Sagen wir mal so, ich kenne zwar einen Haufen Rabbiner, die alle so denken, einschließlich Rabbi Jesus, die einzige Ausnahme die mir da über den Weg gekommen ist, ist Rabbi Paulus. Mein 'Ja' war die Antwort auf die Frage, ob er von einer falschen Vorstellung ausginge. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden vor 2 Minuten schrieb Higgs Boson: Sagen wir mal so, ich kenne zwar einen Haufen Rabbiner, die alle so denken, einschließlich Rabbi Jesus, die einzige Ausnahme die mir da über den Weg gekommen ist, ist Rabbi Paulus. Mein 'Ja' war die Antwort auf die Frage, ob er von einer falschen Vorstellung ausginge. Jesus weist aber ganz klar darauf hin, dass wir schon viel früher sündigen und sich die Frage nicht erst bei der konkreten Vermeidung einer Handlung stellt. Insofern ist die Handlung zu vermeiden - was das Befolgen des Gesetzes ist - nicht, was dich vor der Sünde bewahrt, weil sie bereits im Herzen ist. Vor dem Hintergrund macht dieses gesetzliche Denken nicht viel Sinn. Es bleibt die Notwendigkeit der Gnade. Zitieren
rorro Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden vor 13 Minuten schrieb Higgs Boson: Sagen wir mal so, ich kenne zwar einen Haufen Rabbiner, die alle so denken, einschließlich Rabbi Jesus, die einzige Ausnahme die mir da über den Weg gekommen ist, ist Rabbi Paulus. Noch einmal: wo lehnt Paulus diese Sichtweise ab? Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden (bearbeitet) vor 54 Minuten schrieb taupunkt: Ich frage ja nicht nach Deiner Meinung über die Evangelien. Du hast kürzlich noch selbst gesagt, dass Du Dich Ben Noach angeschlossen hast (was ich nicht bewerten will). Juden und Jüdinnen werden zu Gerechten durch Befolge der Gebote und Verbote, um die 600. Rabbiner machten sich nun Gedanken darüber, wie auch Nichtjuden Gerechte werden könnten. Das Ergebnis waren die 7 Noachidischen Gebote. Ein Nichtjude, der diese befolgt, wird Gerecht. Das ist ein klassischer Ansatz der Gesetzeswerke. Du wirst nicht durch Gnade gerecht, sondern durch Befolgen der Gebote. Du fragst nun nach der Gnade, wäre es nicht hilfreich, das für Dich selbst zu klären, wie die Gnade in einer Herangehensweise der Gesetzlichkeit funktionieren kann? Jesus hat sehr detailiert ausgeführt, wie sehr wir doch scheitern und dass wir es niemals aus eigener Kraft schaffen können. Wir können, so wäre meine christliche Perspektive, nicht gerecht werden, wenn wir 7 Gebote befolgne, auch nicht, wenn wir 600 Gebote befolgen. Du scheinst eine andere Sicht zu haben, fragst aber hier nach der Gnade ? Gnade war mein Thema mit SteRo, Gerechtigkeit kam von Dir, Du hast die beiden Themen zusammengebracht. Selbst im Christentum entbindet die Gnade nicht von Regeln. Können wir uns darauf einigen? Weil Du da auch nicht ehebrechen oder morden darfst. Jetzt stehen Juden unter einem Gesetz, das ein paar Paragraphen mehr hat als das für den Rest der Menschheit. Soweit richtig. Aber jetzt nehmen wir mal einen Fall: Ein Mann begeht Ehebruch. Und damit der nicht auffliegt, sorgt er dafür, dass der zugehörige Ehemann stirbt. Ist das ein Gerechter? Ich meine, der hat ein paar sehr grundlegende Gesetze nicht befolgt. Das sind übrigens gleich 2 von 3 Geboten, die Juden noch nicht mal in Todesgefahr brechen dürfen. (Das dritte wäre Gotteslästerung). Also, wie kommt der Mann aus dem Dilemma raus? Und dann kommt ein anderer Mann und zieht dem Mann die Ohren lang, und der Mann darauf: Oh, du hast recht, das war ein großer Fehler. Und der andere Mann so: Gott hat Dir vergeben. Nachzulesen im Buch Samuel, es ist die Geschichte von David. Ein Mann nach dem Herzen Gottes. Ein Gerechter. Die Gnade besteht darin, dass Gott vergibt. Wie ein Vater oder eine Mutter ihrem Kind vergibt. Einfach so. Tatsächlich bedingungslos. (Außer der Bedingung der Schuldeinsicht. Aber ohne Schuldeinsicht, gibt es dafür noch nicht mal Bedarf ) Dass das Christentum hier noch zusätzlich Vergebung am Kreuz als ExtraBonus einführt, ist mir bekannt. Aber deren Sinnhaftigkeit habe ich nie ganz verstanden, womit wir wieder beim Threadthema wären. Vielleicht hätte mir mein Vater nicht zuerst die alttestamentlichen Geschichten aus unserer Kinderbibel vorlesen, sondern irgendwie mit dem NT starten sollen. Das wollte danach nie so ganz richtig Sinn ergeben. bearbeitet vor 12 Stunden von Higgs Boson Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 15 Minuten schrieb rorro: Noch einmal: wo lehnt Paulus diese Sichtweise ab? Paulus geht davon aus, dass niemand das Gesetz erfüllen kann und daher niemand durch das Gesetz gerecht wird. Sondern nur durch Gnade, gekoppelt an den Tod Jesu. Beispiele: Gal 3,10 „Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was geschrieben steht im Gesetz, es zu tun.“ Gal 2,21 „Wenn Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, dann ist Christus vergeblich gestorben.“ Eph 2,8–9 „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken…“ Seine Aussage zusammengefasst, jeder muss alle Gesetze halten, die Alternative ist Jesu Tod und der Glaube an die Auferstehung und das ist das, was er unter Gnade versteht. Falls ich mich irren sollte und Paulus irgendwo einen Hinweis versteckt hat, dass man zwar unter dem Gesetz stehen kann und durch einfache Reue und Umkehr aus der Nummer rauskommt, wenn man dagegen verstoßen hat (ohne über die Jesusnummer), gerne her damit. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 38 Minuten schrieb taupunkt: Jesus weist aber ganz klar darauf hin, dass wir schon viel früher sündigen und sich die Frage nicht erst bei der konkreten Vermeidung einer Handlung stellt. Insofern ist die Handlung zu vermeiden - was das Befolgen des Gesetzes ist - nicht, was dich vor der Sünde bewahrt, weil sie bereits im Herzen ist. Vor dem Hintergrund macht dieses gesetzliche Denken nicht viel Sinn. Es bleibt die Notwendigkeit der Gnade. Ja, das kommt davon, wenn man die Gesetze weiter verschärft. Da gibt es dann Gedankensünden. Schon die Versuchung selber ist sündig. Selbst wenn man das garnicht will. Da stellt das Christentum ein Problem her, das er vorher so nicht gab und liefert dafür eine Lösung. Das kann selbstverständlich ein spiritueller Weg sein. Den ich nicht mehr gehen muss. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 25 Minuten schrieb Higgs Boson: Und dann kommt ein anderer Mann und zieht dem Mann die Ohren lang, und der Mann darauf: Oh, du hast recht, das war ein großer Fehler. Und der andere Mann so: Gott hat Dir vergeben. Nicht ohne das Gott ein unschuldiges Kind killt, was der Sache einen extrem schlechten Beigeschmack verleiht und letztlich die Kreuzigung rechtfertigt: Das Gleichgewicht der Weltordnung muss wiederhergestellt werden, indem dem Vergehen die Leiderfahrung folgt. Auch wenn die Propheten noch so sehr davon berichten, daß Gott keine Opfer will, sondern ihm die Zuwendung und das künftige Meiden der Sünde aka Abwendung reicht, so setzt haSchem hier definitiv ein Zeichen in die andere Richtung. Und da sind wir wieder bei den Traditionssträngen. (Und ja, vielleicht reagiere ich aus biographischen Gründen auf die Geschichte mit Salomos Bruder etwas überallergisch.) Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden (bearbeitet) vor 37 Minuten schrieb Higgs Boson: Gnade war mein Thema mit SteRo, Gerechtigkeit kam von Dir, Du hast die beiden Themen zusammengebracht. Natürlich, weil ich Deine Nachfrage zur Gnade nicht nachvollziehen kann, wo Du selbst einen Weg folgst, der davon ausgeht, durch das Befolgen von 7 Geboten könne ein Mensch gerecht werden. Für mich ist das kein Problem: ich sehe die Gerechtigkeit durch die Gnade, die uns durch Christus zuteil wird, gegeben. Wir können uns nicht verdienen, Gerechte zu sein, denn selbst wenn wir äußere Gebote und Gesetze halten, scheitern wir durch die Sünden in unseren Herzen. Wir sind auf Gottes Gnade angewiesen. Die jüdische Position, dass Nichtjuden durch das Befolgen von 7 Geboten Anteil an der neuen Welt haben können und als Gerechte gelten, steht dem entgegen. Du hast Dich für diesen Weg frei entschieden und ich gehe deshalb davon aus, dass Du für Dich eine Wahrheit daran erkennst, nicht durch die Gnade Gerecht zu werden, sondern durch Befolgen eben dieser 7 Gebote. Deshalb hat mich die Frage nach der Gnade zumindest durcheinander gebracht. Ich glaube, den Wert, den man in Diskussionen zwischen Andersgläubigen haben kann, ist ihre Position kennenzulernen - deswegen mein Interesse. Mein Interesse ist nicht, ein Urteil über die Schriften der Religion, gegen die Du Dich entschieden hast, von Dir zu bekommen. Scheinbar ist Dir aber wichtig, zu urteilen, wie das Christentum ein Irrtum ist, aber die gleichen Fragen an Deine eigene Religion zu stellen? Das fehlt. bearbeitet vor 12 Stunden von taupunkt 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden Gerade eben schrieb Flo77: Nicht ohne das Gott ein unschuldiges Kind killt, was der Sache einen extrem schlechten Beigeschmack verleiht und letztlich die Kreuzigung rechtfertigt: Das Gleichgewicht der Weltordnung muss wiederhergestellt werden, indem dem Vergehen die Leiderfahrung folgt. Auch wenn die Propheten noch so sehr davon berichten, daß Gott keine Opfer will, sondern ihm die Zuwendung und das künftige Meiden der Sünde aka Abwendung reicht, so setzt haSchem hier definitiv ein Zeichen in die andere Richtung. Und da sind wir wieder bei den Traditionssträngen. (Und ja, vielleicht reagiere ich aus biographischen Gründen auf die Geschichte mit Salomos Bruder etwas überallergisch.) Nein. Das Kind stirbt, weil die Folgen der Tat bestehen bleiben: „weil du den Feinden des HERRN Anlass zur Lästerung gegeben hast“ Der Tod des Kindes ist keine Bedingung für die Vergebung. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 55 Minuten schrieb taupunkt: Jesus weist aber ganz klar darauf hin, dass wir schon viel früher sündigen und sich die Frage nicht erst bei der konkreten Vermeidung einer Handlung stellt. Insofern ist die Handlung zu vermeiden - was das Befolgen des Gesetzes ist - nicht, was dich vor der Sünde bewahrt, weil sie bereits im Herzen ist. Vor dem Hintergrund macht dieses gesetzliche Denken nicht viel Sinn. Es bleibt die Notwendigkeit der Gnade. Nein, es bleibt die dringende Notwendigkeit einer angemessenen Interpretation der Worte Jesu. Wenn Jesus davon spricht, daß man die Frau seines Nächsten nicht lüstern anschauen soll, weil man damit schon im Herzen die Ehe gebrochen hat stellen sich mir 30 Fragen. Und da ist die Frage, ob er für meinen Blick auf einen verheirateten Mann ähnliche Worte gefunden hätte, noch nicht mal bei. Man könnte z.B. bei dem Wort "lüstern" anfangen. Ich habe den begründeten Verdacht, der Satz Jesu steht in einem inneren Zusammenhang mit dem (nach katholischer Zählung) 9. Gebot, was die ganze Thematik eher in die Richtung der Zwei-Wege-Lehre rückt (z.B. in der Didache), die in ähnlicher Weise schon zur Vermeidung der Planung bzw. der Ursache für eine Sünde rät. Nun fällt allerdings auf, daß viele dieser Ursachen Gefühle bzw. unwillkürliche Reaktionen sind. Sind die vermeidbar? Nein. Können sie also Sünde sein? Auch Nein. Muss man ihnen nachgeben? Natürlich nicht. Sünde ist abhängig vom freien Willen, den der Ewige uns bei der Erschaffung des Menschen verpasst hat. Genau wie unsere Gefühle und Begierden (wir sind in Gottes Ebenbild geschaffen - mit allen guten wie üblen Möglichkeiten). Und es soll mir keiner erzählen der Ewige hätte keine Gefühle. Eifersucht, Wut, Enttäuschung, die Liste der dokumentierten Ausbrüche ist lang und vielfältig. Die "Gedankesünde" kann allenfalls eine Warnung sein, aber nie eine Sünde an sich. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 3 Minuten schrieb taupunkt: Natürlich, weil ich Deine Nachfrage zur Gnade nicht nachvollziehen kann, wo Du selbst einen Weg folgst, der davon ausgeht, durch das Befolgen von 7 Geboten könne ein Mensch gerecht werden. Für mich ist das kein Problem: ich sehe die Gerechtigkeit durch die Gnade, die uns durch Christus zuteil wird, gegeben. Wir können uns nicht verdienen, Gerechte zu sein, denn selbst wenn wir äußere Gebote und Gesetze halten, scheitern wir durch die Sünden in unseren Herzen. Wir sind auf Gottes Gnade angewiesen. Die jüdische Position, dass Nichtjuden durch das Befolgen von 7 Geboten Anteil an der neuen Welt haben können und als Gerechte gelten, steht dem entgegen. Du hast Dich für diesen Weg frei entschieden und ich gehe deshalb davon aus, dass Du für Dich eine Wahrheit daran erkennst, nicht durch die Gnade Gerecht zu werden, sondern durch Befolgen eben dieser 7 Gebote. Deshalb hat mich die Frage nach der Gnade zumindest durcheinander gebracht. Ich glaube, den Wert, den man in Diskussionen zwischen Andersgläubigen haben kann, ist ihre Position kennenzulernen - deswegen mein Interesse. Mein Interesse ist nicht, ein Urteil über die Schriften der Religion, gegen die Du Dich entschieden hast, von Dir zu bekommen, deswegen interessiert mich Deine Auslegung des Evangeliums nicht. Ich folge den Geboten nicht, um mir einen Platz in der neuen Welt zu sichern. Und ich wüsste jetzt noch nicht mal Juden, für die das ein Motiv wäre. Da geht es immer um ein so sein wollen. Und die, die nicht wollen, oder nicht mehr können, weil es auch im Judentum destruktive Gemeinschaften gibt, haben die gleichen Probleme wir die, die aus entsprechenden anderen religiösen Gemeinschaften kommen. Das 'um-zu' zu tun, wäre in etwa so, wie um jeden Preis der Welt an das Christentum (katholisch, evangelikal oder was weiß ich) zu glauben, damit man in den Himmel und um Gottes Willen nicht in die Hölle kommt. In diesen Fällen wird der Glaube zu einem unerfüllbaren Werk, das noch unmöglicher zu meistern ist, als jedes einzelne der 618 Gebote. Denn Glauben kann man nicht machen. Diese neue Welt ist bitte nicht mit dem 'Himmel' im christlichen Verständnis zu verwechseln. Dieses 'Olam Haba' ist eine ausgesprochen irdische Angelegenheit mit FriedeFreudeEierkuchen. Was seine Dauer angeht, gehen die Meinungen auseinander. Von 1000 Jahren bis Ewig ist da alles drin, und man lebt da seine 120 Jahre fertig. Nach dem Tod kehrt nach jüdischer Auffassung jede Seele zu Gott zurück. Was danach ist, bleibt sehr im Dunkeln. Soll schön sein. Und jede, das heißt jede. Auch deine. Ohne Bedingung. Weil deine Seele ein klitzekleiner Teil von Gott ist. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 3 Minuten schrieb Flo77: Nein, es bleibt die dringende Notwendigkeit einer angemessenen Interpretation der Worte Jesu. Nochmal: die Frage richtet sich an jemandem, dessen Religion lehrt, dass man durch das Befolgen von Geboten gerecht machen kann. Die vertiefte christliche Reflektion, die Du auch in Deinen Fragen hier angeregt hast, findet auf der Ebene noch gar nicht statt. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden (bearbeitet) vor 4 Minuten schrieb Higgs Boson: Ich folge den Geboten nicht, um mir einen Platz in der neuen Welt zu sichern. Ok. Es ist also falsch, dass Nichtjuden gemäß rabbinischer Auffassung die 7 noachidischen Gebote befolgen müssen, um als Gerecht zu gelten? War diese Frage, wie Nichjuden Anteil an der kommenden Welt haben können, nicht die zentrale, die Grundlage der noahidischen Bewegung war? bearbeitet vor 12 Stunden von taupunkt Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden Gerade eben schrieb taupunkt: Nochmal: die Frage richtet sich an jemandem, dessen Religion lehrt, dass man durch das Befolgen von Geboten gerecht machen kann. Die vertiefte christliche Reflektion, die Du auch in Deinen Fragen hier angeregt hast, findet auf der Ebene noch gar nicht statt. Herrschaftszeiten, wo soll ich Dir das hintätowieren! Nur weil Paulus das schreibt? Selbstverständlich sind die Gerecht, die alle Gebote jederzeit die Gebote befolgen - das sagt auch Paulus. Aber es sind auch die gerecht, die Fallen und umkehren. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 1 Minute schrieb Higgs Boson: Herrschaftszeiten, wo soll ich Dir das hintätowieren! Nur weil Paulus das schreibt? Ich rede überhaupt nicht von Paulus. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 1 Minute schrieb taupunkt: Ok. Es ist also falsch, dass Nichtjuden gemäß rabbinischer Auffassung die 7 noachidischen Gebote befolgen müssen, um als Gerecht zu gelten? War diese Frage, wie Nichjuden Anteil an der kommenden Welt haben können, nicht die zentrale, die Grundlage der noahidischen Bewegung war? Nicht dass ich wüsste. War jedenfalls nicht mein Motiv. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden (bearbeitet) vor 34 Minuten schrieb Higgs Boson: Nein. Das Kind stirbt, weil die Folgen der Tat bestehen bleiben: „weil du den Feinden des HERRN Anlass zur Lästerung gegeben hast“ Der Tod des Kindes ist keine Bedingung für die Vergebung. Entschuldige, aber das macht es doch nicht besser. Die Ehe (seine wievielte eigentlich?) blieb ja auch bestehen. Menschen haben zu allen Zeiten fürchterliches im Namen Gottes getan, ob das nun Jephtah, Abraham oder sonst wer war. Den Tod des Kindes - eines UNSCHULDIGEN - dem Allmächtigen in die Schuhe zu schieben ist nicht besser als heute in eine Abtreibungspraxis zu gehen, weil man zu blöd war an ein Gummi zu denken. Den Jungen sterben zu lassen, damit bei den Lästerern Mitleid mit dem Sünder geweckt wird (eine Methode, die Lukas uns ja auch im Bezug auf die Kreuzigung anbietet), halte ich für schlicht unterirdisch. Man kann Dinge nicht ungeschehen machen. Selbst haSchem macht von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch als die Menschen rund um Noah der Verderbnis anhängen. Er macht die Erschaffung des Menschen nicht rückgängig, sondern verursacht in seinem Frust über die Zurückweisung mal eben eine globale Katastrophe. bearbeitet vor 11 Stunden von Flo77 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 10 Minuten schrieb taupunkt: Nochmal: die Frage richtet sich an jemandem, dessen Religion lehrt, dass man durch das Befolgen von Geboten gerecht machen kann. Die vertiefte christliche Reflektion, die Du auch in Deinen Fragen hier angeregt hast, findet auf der Ebene noch gar nicht statt. vor 5 Minuten schrieb Higgs Boson: Herrschaftszeiten, wo soll ich Dir das hintätowieren! Nur weil Paulus das schreibt? Selbstverständlich sind die Gerecht, die alle Gebote jederzeit die Gebote befolgen - das sagt auch Paulus. Aber es sind auch die gerecht, die Fallen und umkehren. vor 3 Minuten schrieb taupunkt: Ich rede überhaupt nicht von Paulus. Dann möchte ich meine mittlere Antwort anders formulieren: Herrschaftszeiten, wo soll ich Dir das hintätowieren: Selbstverständlich sind die Gerecht, die alle Gebote jederzeit die Gebote befolgen. Aber es sind auch die gerecht, die Fallen und umkehren. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson: Nicht dass ich wüsste. War jedenfalls nicht mein Motiv. Aber das von Rabbi Elieser bis Maimonides. Zitieren
taupunkt Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden (bearbeitet) Ich habe von Maimonides (?) mal das folgende Zitat gelesen „Wer die sieben Gebote übernimmt und gewillt ist, sie zu tun, der gehört zu den Frommen der Weltvölker und hat Anteil an der kommenden Welt“. Über Leo Baeck und "Das Wesen des Judentums": Wie die Noachidischen Gebote mit der jüdischen Tradition verbunden werden können von Stefanie Wieczorek - Taschenbuch Eine christliche Quelle ist bei so einem Thema natürlich doof, will sie der Vollständigkeit halber kurz verlinken: noachidische-gebote-08-2010.pdf bearbeitet vor 11 Stunden von taupunkt Zitieren
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