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Warum ist die christliche Religion falsch ?


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Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb atheist666:

Nun, da sehe ich kein Unterschied mehr, indem was Manden schreibt und was ich von so manchen Christen zu hören bekomme: Entweder du glaubst an Gott oder du kommst sonstwo hin.

Nur, daß Manden den Echten Gott erfunden hat.


Wenn Du Fakten haben solltest, kannst Du wieder schreiben.

Bis dahin wird dein Gewäsch ignoriert ! 

Geschrieben

Da lässt doch dieser primitive Götze der Bibel kleine Kinder ermorden.

Und dann glauben diese einfältigen Christen doch tatsächlich auch noch, dass es sich bei ihm um den unvorstellbar überlegenen Schöpfer des Universums handelt !

Wahnsinn !

Einsteinchen
Geschrieben

Auch wenn ich selbst immer wieder unsinniger Weise auf manden eingehe, hier eine kleine Antwort von ChatGPT :

 

Das ist eine Kritik, die tatsächlich viele Menschen geäußert haben – nicht nur moderne Atheisten, sondern auch Gläubige, Philosophen und Theologen.

 

Wenn du an Stellen denkst wie die Tötung der Erstgeburt in Ägypten, die Vernichtung der Kanaaniter oder andere Gewalttexte des Alten Testaments, dann entsteht leicht der Eindruck eines Gottes, der nach heutigen moralischen Maßstäben grausam handelt. Viele Leser empfinden das als schockierend.

 

Christen gehen damit unterschiedlich um:

 

Manche vertreten die Auffassung, dass Gott als Schöpfer über Leben und Tod verfügen darf und dass seine Gründe die menschliche Erkenntnis übersteigen.

 

Andere sehen viele dieser Texte als menschliche Deutungen von Geschichte und Kriegserfahrungen, nicht als wörtliche Berichte göttlicher Befehle.

 

Wieder andere lesen sie symbolisch oder als Ausdruck einer religiösen Entwicklung, in der das Gottesbild im Laufe der Zeit reifte.

 

Besonders im Christentum wird oft argumentiert, dass Gott letztlich durch Jesus Christus verstanden werden müsse, also durch denjenigen, der Feindesliebe, Vergebung und Gewaltlosigkeit lehrte. Für diese Christen sind schwierige alttestamentliche Texte im Licht Christi auszulegen.

 

 

Deine Formulierung enthält zwei verschiedene Vorwürfe:

 

1. Moralischer Vorwurf: „Ein Gott, der Kinder töten lässt, kann nicht gut sein.“

 

 

2. Intellektueller Vorwurf: „Wie kann man einen solchen Gott für den Schöpfer des Universums halten?“

 

 

 

Der erste Vorwurf betrifft die Moral Gottes. Der zweite betrifft die Frage, ob ein allmächtiger Schöpfer notwendigerweise moralisch vollkommen sein muss.

 

Interessanterweise haben manche Denker genau daraus Konsequenzen gezogen. Der Philosoph Friedrich Nietzsche lehnte den christlichen Gott unter anderem aus moralischen Gründen ab. Andere wie Marcion gingen sogar so weit zu behaupten, der Gott des Alten Testaments könne nicht identisch mit dem Gott Jesu sein.

 

Ein überzeugter Christ würde auf deinen Einwand vermutlich antworten: „Gerade weil Gott unendlich über dem Menschen steht, kann ich nicht erwarten, jede seiner Handlungen sofort zu verstehen.“

 

Ein Kritiker würde erwidern: „Wenn eine Handlung moralisch verwerflich erscheint, dann sollte ich sie auch dann verwerflich nennen, wenn sie einer Gottheit zugeschrieben wird.“

 

Das ist letztlich einer der ältesten Streitpunkte der Religionsphilosophie und bis heute nicht abschließend gelöst.

Geschrieben

Die Widersprüche, die  @Einsteinchen eben aufgezeigt hat basieren auf den sozioökonomischen Widersprüche,,die dann sich im Überbau spiegeln; sei es politisch, sei es religiös. Dann kommen halt ein paar Übergewitzte daher und gebrauchen sowas 

Allerdings haben Atheisten darauf kein Privileg, denn die andere Seite macht es genauso.

Ich hatte mal ein christliches Buch über die Evolutionstheorie und warum sie falsch sei. Wenn man die Argumentation darin sieht ist sie genauso wie bei Manden, man hängt sich an Widersprüchen auf, welche in der wissenschaftlichen Diskussion eben noch umstritten sind.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb atheist666:

Nun, da sehe ich kein Unterschied mehr, indem was Manden schreibt und was ich von so manchen Christen zu hören bekomme: Entweder du glaubst an Gott oder du kommst sonstwo hin.

Nur, daß Manden den Echten Gott erfunden hat.

 

Er ist ein Troll, der noch nicht mal was erfunden hat. Vermutlich war er genervt von Christen, die ihn mit Nullargumenten geärgert haben. Und das soll jetzt die Retourkutsche sein. 

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb Weihrauch:

Kennt außer mir noch jemand den ORIGINALEN GOTT?

 

Das ist der einzig richtige Gott.

Alle anderen Götter sind f a l s c h !

 

Die angeblich "wahren" Götter sind n i c h t  w a h r !

Die angeblich "echten" Götter sind n i c h t  e c h t !

Die haben sich Menschen bloß a u s g e d a c h t , weil sie den ORIGINALEN GOTT nicht erkannt haben.

 

Alle anderen Götter sind F ä l s c h u n g e n , die das original Universum nicht fälschen können ! Darum gibt es nur das Original vom Universum vom ORIGINALEN GOTT! Das ist der Beweis.

 

Ganz zu schweigen von meinem WAHRHAFTIGEN GOTT.

 

Den Argumentationstext kennst Du schon.

 

Schließt Du Dich mir an, oder ich Dir?

 

Oder watten wir das aus mit 'Schere - Stein - Papier - ohne Brunnen'?

 

Ich fange an:

 

S C H E R E

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Einsteinchen:

Auch wenn ich selbst immer wieder unsinniger Weise auf manden eingehe, hier eine kleine Antwort von ChatGPT :

 

Das ist eine Kritik, die tatsächlich viele Menschen geäußert haben – nicht nur moderne Atheisten, sondern auch Gläubige, Philosophen und Theologen.

 

Wenn du an Stellen denkst wie die Tötung der Erstgeburt in Ägypten, die Vernichtung der Kanaaniter oder andere Gewalttexte des Alten Testaments, dann entsteht leicht der Eindruck eines Gottes, der nach heutigen moralischen Maßstäben grausam handelt. Viele Leser empfinden das als schockierend.

 

Christen gehen damit unterschiedlich um:

 

Manche vertreten die Auffassung, dass Gott als Schöpfer über Leben und Tod verfügen darf und dass seine Gründe die menschliche Erkenntnis übersteigen.

 

Andere sehen viele dieser Texte als menschliche Deutungen von Geschichte und Kriegserfahrungen, nicht als wörtliche Berichte göttlicher Befehle.

 

Wieder andere lesen sie symbolisch oder als Ausdruck einer religiösen Entwicklung, in der das Gottesbild im Laufe der Zeit reifte.

 

Besonders im Christentum wird oft argumentiert, dass Gott letztlich durch Jesus Christus verstanden werden müsse, also durch denjenigen, der Feindesliebe, Vergebung und Gewaltlosigkeit lehrte. Für diese Christen sind schwierige alttestamentliche Texte im Licht Christi auszulegen.

 

 

Deine Formulierung enthält zwei verschiedene Vorwürfe:

 

1. Moralischer Vorwurf: „Ein Gott, der Kinder töten lässt, kann nicht gut sein.“

 

 

2. Intellektueller Vorwurf: „Wie kann man einen solchen Gott für den Schöpfer des Universums halten?“

 

 

 

Der erste Vorwurf betrifft die Moral Gottes. Der zweite betrifft die Frage, ob ein allmächtiger Schöpfer notwendigerweise moralisch vollkommen sein muss.

 

Interessanterweise haben manche Denker genau daraus Konsequenzen gezogen. Der Philosoph Friedrich Nietzsche lehnte den christlichen Gott unter anderem aus moralischen Gründen ab. Andere wie Marcion gingen sogar so weit zu behaupten, der Gott des Alten Testaments könne nicht identisch mit dem Gott Jesu sein.

 

Ein überzeugter Christ würde auf deinen Einwand vermutlich antworten: „Gerade weil Gott unendlich über dem Menschen steht, kann ich nicht erwarten, jede seiner Handlungen sofort zu verstehen.“

 

Ein Kritiker würde erwidern: „Wenn eine Handlung moralisch verwerflich erscheint, dann sollte ich sie auch dann verwerflich nennen, wenn sie einer Gottheit zugeschrieben wird.“

 

Das ist letztlich einer der ältesten Streitpunkte der Religionsphilosophie und bis heute nicht abschließend gelöst.

 

Entweder man erkennt Jesus Christus als den, der er ist, oder man erkennt ihn nicht. Wenn man ihn aber erkennt, dann gibt es kein Zurück vor die letzte Offenbarung Gottes und alles vorher muss notwendigerweise aus der Perspektive der letzten Offenbarung betrachtet werden.

 

 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb SteRo:

Entweder man erkennt Jesus Christus als den, der er ist, oder man erkennt ihn nicht.

 

Entweder man erkennt Jesus Christus als den, der er nicht ist, oder man erkennt ihn nicht.

 

Was ist denn heute mit der Logik los? Ist die im Urlaub?

Geschrieben
vor 55 Minuten schrieb Weihrauch:

Stein

 

V E R L O R E N !

 

Dein Originaler Gott kann keinen Stein erschaffen, den er nicht tragen kann. 

 

Daher gewinnt Schere.

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb SteRo:

 

Entweder man erkennt Jesus Christus als den, der er ist, oder man erkennt ihn nicht. Wenn man ihn aber erkennt, dann gibt es kein Zurück vor die letzte Offenbarung Gottes und alles vorher muss notwendigerweise aus der Perspektive der letzten Offenbarung betrachtet werden.

 

 

 

Sach mal, bist Du Mads Zwillingsbruder? Du klingst so.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb manden:

Keine Sorge :  ihr werdet euch für euren Götzendienst verantworten müssen.  

 

Jede(r) der/die getauft wurde und dem/der das Evangelium verkündet wurde, der/die wird sich für seine/ihre Sünden verantworten müssen, sofern er/sie sie nicht rechtzeitig aufrichtig bereut, Buße tut und umkehrt. Die schwerste aller Sünden in diesem Kontext ist das absichtsvolle Abwenden von Gott und Jesus Christus.

bearbeitet von SteRo
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb manden:

Da lässt doch dieser primitive Götze der Bibel kleine Kinder ermorden.

Und dann glauben diese einfältigen Christen doch tatsächlich auch noch, dass es sich bei ihm um den unvorstellbar überlegenen Schöpfer des Universums handelt !

Wahnsinn !



Ihr wendet euch KLAR diesem primitiven Götzen der Bibel zu !

Was gibts da noch zu sagen ?

So was wie :  Ihr werdet wohl ernten, was ihr gesät habt .

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb manden:



Ihr wendet euch KLAR diesem primitiven Götzen der Bibel zu !

Was gibts da noch zu sagen ?

So was wie :  Ihr werdet wohl ernten, was ihr gesät habt .



Es geht mir NICHT in den Kopf, wie ihr hier euch für einen Götzen entscheiden könnt .

Obwohl doch KLAR bewiesen ist, dass er ein Götze ist !

Geschrieben

Die Bibel hat nicht nur einen Widerspruch !  Sie hat viele Widersprüche. 

Damit ist sie natürlich NICHT von Gott inspiriert !

Dann wissen wir nicht, ob von dem, was in der Bibel über Gott steht, etwas wahr ist.

So ein Gott ist ein Götze !

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

V E R L O R E N !

 

Dein Originaler Gott kann keinen Stein erschaffen, den er nicht tragen kann. 

 

Daher gewinnt Schere.

 

Der Stein von dem du sprichst ist kein Original. So einen Stein kann sich nur ein Mensch ausdenken, der den ORIGINALEN GOTT nicht erkannt hat. Mit solch unwahrhaftigen Steinen, kann man nicht mal deinen WAHRHAFTIGEN GOTT widerlegen.

 

Darum biete ich dir ein Remis an - im Sinne des WAHRHAFTIGEN ORIGINALEN GOTTES, der kein Nullsummenspieler ist, wie all die Echten Götzen.

Geschrieben

Ich verschenke heute den Einzigen, Echten und Wahren Materialismus, denn:

Kommen Sie näher, kommen Sie heran, hier werden Sie genauso beschissen wie Nebenan.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb manden:


Wenn Du Fakten haben solltest, kannst Du wieder schreiben.

Bis dahin wird dein Gewäsch ignoriert ! 

Fakt ist allerdings auch, daß mich Dein sogenannter Echter Gott mich nicht berührt. Ansonsten kannst Du mich ignorieren soviel Du willst.

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb manden:

Der Gott der Bibel ist ein Götze !  Bewiesen .

 

Die unvorstellbar überlegene Existenz, die du Echter Gott nennst, hast du nicht bewiesen. Deine Beweise wurden hier auf viele Weisen widerlegt. Dein Echter Gott hat sich als ein Echter Götze erwiesen, weil deine Beweise voller Widersprüche sind, die aufgezeigt worden sind. 

 

vor 8 Stunden schrieb manden:

DARUM geht ihr auf meine Argumente auch überhaupt nicht ein .

Keine Sorge :  ihr werdet euch für euren Götzendienst verantworten müssen.  

 

Jeder kann sehen, dass wir auf deine Argumente eingegangen sind. Du kannst diese Widerlegungen deiner Argumente ignorieren, aber nicht machen, dass andere sie ignorieren. 

 

Gott hat sich bisher nicht den Menschen mitgeteilt, sagtest du, und dass man seine Moral an der Schöpfung erkennen kann. Es gibt in der Schöpfung kein Gericht deines Echten Gottes, dass man erkennen könnte - es sei denn, du kannst sagen, woran du an der Schöpfung die Moral deiner unvorstellbar überlegenen Existenz erkannt haben willst, die irgendjemanden zur Verantwortung ziehen würde.

 

In der Schöpfung, im Universum findet das jedenfalls nicht erkennbar statt. Auf ein Anderswo und Anderswann abseits der Schöpfung kann man zwar hoffen, aber bewiesen hast du mit keiner Silbe, dass da irgendwer von einer unvorstellbar überlegenen Existenz zur Verantwortung gezogen wird. 

 

Die eine Frage, die ich dir heute stelle lautet daher: 

 

Woher willst du wissen, dass sich irgendjemand irgendwann für einen Götzendienst vor einer unvorstellbar überlegenen Existenz verantworten muss?  

 

Geschrieben

Na ja @mandens Gott darf ja dasselbe wie andere auch, da ER über allem steht.

Einsteinchen
Geschrieben

Deismus unter dem Blick der reinen Vernunft – ein Essay

 

Der Deismus gehört zu jenen Weltdeutungen, die auf den ersten Blick eine besondere intellektuelle Eleganz besitzen. Er verzichtet auf Wunder, auf Offenbarung, auf göttliches Eingreifen in die Geschichte und reduziert die Gottesidee auf das Minimum, das man für erklärungsnotwendig halten könnte: die Annahme eines schöpferischen Urgrundes. In einer Welt voller religiöser Systeme, die sich oft gegenseitig widersprechen, wirkt diese Zurückhaltung beinahe wie eine philosophische Hygieneübung. Doch gerade wenn man den Deismus streng an den Maßstäben von Vernunft und Logik misst, zeigen sich Spannungen, die nicht in Form von direkten Widersprüchen auftreten, sondern als offene Fragen an seine Begründbarkeit.

 

Der zentrale Gedanke des Deismus ist einfach formuliert: Das Universum hat einen Ursprung, und dieser Ursprung wird als Gott bezeichnet. Dieser Gott setzt die Welt in Gang, ähnlich einem Uhrmacher, der eine Uhr konstruiert, aufzieht und sie dann ihrem Lauf überlässt. Diese Metapher hat über Jahrhunderte ihre Überzeugungskraft entfaltet, weil sie zwei Bedürfnisse gleichzeitig zu erfüllen scheint: Sie erklärt das Dasein der Welt und bewahrt gleichzeitig die Autonomie der Naturgesetze.

 

Doch genau hier beginnt die erste philosophische Spannung. Die Annahme eines göttlichen Ursprungs verschiebt die Frage nach dem Grund der Existenz, statt sie zu beenden. Denn wenn alles, was existiert, einer Erklärung bedarf, dann stellt sich unweigerlich die Frage, warum der angenommene Gott selbst keiner Erklärung bedarf. Der Deismus antwortet darauf häufig mit der Idee eines notwendigen oder selbstexistierenden Wesens. Doch diese Eigenschaft ist keine logische Konsequenz, sondern eine zusätzliche Setzung. Die Vernunft kann zwar den Gedanken eines ersten Grundes formulieren, aber sie ist nicht gezwungen, diesen Grund personal oder göttlich zu denken.

 

Eng damit verbunden ist das Prinzip der Einfachheit, oft in Form von Ockhams Rasiermesser formuliert. Der Deismus präsentiert sich gerne als sparsame Theorie: Er benötigt nur eine einzige übernatürliche Entität, nicht eine Vielzahl von Eingriffen in die Natur. Doch diese Sparsamkeit ist trügerisch. Denn statt viele Ereignisse innerhalb der Welt zu erklären, verlagert der Deismus die Erklärung auf eine Ebene jenseits der Welt. Ob man nun sagt, das Universum sei ein „brutales Faktum“ oder es habe einen göttlichen Ursprung, bleibt aus rein logischer Sicht ein Vergleich zwischen zwei metaphysischen Grundannahmen, von denen keine die andere zwingend übertrifft.

 

Ein weiterer Punkt betrifft die Frage der Erkenntnis. Eine Theorie gewinnt an rationalem Gewicht, wenn sie prinzipiell überprüfbare Konsequenzen besitzt. Der klassische Theismus behauptet zumindest gelegentlich Eingriffe Gottes in die Welt; der Naturalismus wiederum erlaubt Vorhersagen innerhalb eines geschlossenen kausalen Systems. Der Deismus jedoch zieht sich aus diesem Spiel weitgehend zurück. Wenn Gott die Welt erschaffen hat, aber keinerlei weitere Spuren hinterlässt, dann wird seine Existenz epistemisch neutral: Die Welt sieht exakt so aus, wie sie auch ohne ihn aussehen würde. Damit entsteht ein erkenntnistheoretisches Problem. Eine Annahme, die keinerlei mögliche Beobachtung verändert, entzieht sich zwar dem Widerspruch, aber auch der Bestätigung. Sie wird zu einer metaphysischen Möglichkeit ohne empirisches Gewicht.

 

Hinzu kommt die Frage nach dem Kausalprinzip selbst. Der deistische Schluss vom Universum auf eine erste Ursache beruht auf der Intuition, dass alles, was beginnt zu existieren, eine Ursache haben muss. Doch diese Intuition stammt aus der innerweltlichen Erfahrung. Sie ist ein Erfahrungsprinzip, kein logisches Axiom. Ob dieses Prinzip sinnvoll auf das Ganze der Wirklichkeit angewendet werden kann, ist nicht gesichert. Denn das Universum als Ganzes ist kein Ereignis innerhalb eines größeren Rahmens, sondern der Rahmen selbst. Der Übergang von innerer Kausalität zur absoluten Kausalität ist daher kein zwingender logischer Schritt, sondern eine extrapolierende Annahme.

 

Schließlich bleibt auch der Begriff Gottes im Deismus eigentümlich unterbestimmt. Ist dieser Gott ein bewusster Akteur oder lediglich eine abstrakte Ursache? Ist er zeitlos oder zeitlich? Hat er Absicht oder nur Funktion? Je nachdem, wie man diese Fragen beantwortet, verändert sich der Begriff so stark, dass er entweder in Richtung einer personalen Gottheit tendiert – mit all den klassischen metaphysischen Problemen von Willkür und Eingriff – oder in Richtung eines anonymen Urprinzips, das kaum noch von einer Naturgesetzlichkeit zu unterscheiden ist. Der Begriff droht damit seine Konturen zu verlieren.

 

Am Ende zeigt sich: Der Deismus ist keine logische Unmöglichkeit, sondern eine metaphysisch konsistente Position. Sein Problem liegt nicht in einem inneren Widerspruch, sondern in seiner epistemischen Lage. Er ist eine Erklärung, die alles erklären will, indem sie den Ursprung außerhalb der erklärbaren Welt verlegt, ohne selbst zwingend aus der Vernunft hervorzugehen oder in der Erfahrung überprüfbar zu sein. Er ist damit weniger eine Schlussfolgerung als eine Wahl – eine mögliche, aber nicht notwendige Deutung der Wirklichkeit.

 

So bleibt der Deismus eine interessante Grenzfigur: zwischen Glaube und Rationalität, zwischen Erklärung und Verschiebung der Frage, zwischen Sparsamkeit und Unterbestimmtheit. Seine Stärke liegt in seiner Zurückhaltung, seine Schwäche genau in dieser Zurückhaltung, die am Ende die entscheidende Frage offenlässt: Warum überhaupt diese zusätzliche Annahme – und nicht einfach die Welt, wie sie ist?

Geschrieben

Die Einen gründen eine Mammon Sekte mit einem 10.000 Solarschein als Symbol, die anderen haben den Echten Gott gefunden, und wieder andere stellen sich in einen Tempel und sprechen mit Götterstatuen.

Einsteinchen
Geschrieben (bearbeitet)

Mandens 8 Dinge, von ChatGPT bewertet:

 

Kurz gesagt: Das ist kein reiner Deismus, sondern eine Mischform aus Deismus, natürlicher Theologie und stark normativer (fast religiöser) Metaphysik. Ich gehe es sauber Schritt für Schritt durch.

---

 

1. Was klassischer Deismus eigentlich meint

Deismus in seiner „reinen“ Form (z. B. im 17./18. Jahrhundert) hat typischerweise diese Kernelemente:

Es gibt einen Schöpfergott

Er hat die Welt erschaffen

Er greift danach nicht mehr ein

Er ist meist nicht offenbart, keine Wunder im Alltag

Moral ist oft nicht direkt als göttliche Befehlsordnung formuliert, sondern eher vernunftbasiert gedacht

Wichtig: Deismus ist meist minimalistisch – er sagt, was Gott getan hat, aber kaum, was er „will“.

---

 

2. Wo deine Position davon abweicht

(A) „Echter Gott“ als starke metaphysische Setzung

Du gehst nicht nur von einem „Schöpfer“ aus, sondern von einer:

„unvorstellbar überlegenen Existenz“

die nicht nur Ursprung ist, sondern auch inhaltlich bestimmt wird

Das ist schon mehr als Deismus – das ist positive Gottesmetaphysik (du beschreibst, was Gott ist, nicht nur dass er ist).

---

 

(B) Moral als göttlich vorgegebene Wahrheit

Das ist der größte Bruch mit klassischem Deismus:

Du sagst:

> „Die echte Moral ist das, was gut ist für die Schöpfung im Sinne Gottes.“

Das ist keine deistische Position, sondern eine Form von:

göttlicher Moralrealismus

oder sogar theologische Ethik (ähnlich Naturrecht + Gotteswille)

Deismus lässt Moral meist aus Vernunft oder Natur des Menschen entstehen – nicht direkt als „von Gott gegebenes moralisches Gesetz“.

---

 

(C) Gehorsam gegenüber Gott

Du schreibst:

> „harmonisch mit ihm zusammenleben (vor allem ihm gehorchen)“

Das ist klar nicht deistisch, weil:

Deismus kennt meist keinen personalen Willensgott im starken Sinn

„Gehorsam“ setzt voraus: Gott hat konkrete Absichten und fordert Verhalten

Das ist bereits theistischer (personal-göttlicher) als deistisch.

 

---

 

(D) Energie-Argument als Gottesbeweis

Du sagst:

> Energie kann nicht entstehen → also muss Gott sie gemacht haben

Das ist kein deistischer Gedanke, sondern:

ein klassischer kosmologischer Argumenttyp

aber physikalisch problematisch formuliert

In der modernen Physik gilt: Energie „entsteht“ nicht im Alltagssinn, aber sie ist auch kein externes „Ding“, das erzeugt werden muss wie ein Objekt. Du benutzt hier ein intuitives Kausalmodell, das philosophisch stärker ist als deistisch nötig wäre.

---

 

(E) Leben nach dem Tod

Das ist ein weiterer entscheidender Punkt:

Klassischer Deismus: offen / meist neutral

Deine Position: klar positive Eschatologie (Jenseits-Hoffnung)

Das ist bereits ein Schritt Richtung Theismus oder religiöse Weltdeutung, nicht Deismus.

---

 

3. Gesamtbewertung

Deine Position besteht aus vier Schichten:

1. Deistische Grundidee

Schöpfer existiert

greift nicht sichtbar ein

 

2. Kosmologischer Gottesbeweis

„Es muss eine überlegene Ursache geben“

 

3. Objektive Moral aus Gott

Moral ist ontologisch im göttlichen Willen verankert

 

4. Religiöse Existenzdimension

Gehorsam

Sinnstruktur

Jenseits

---

 

4. Fazit in einem Satz

Das ist kein reiner Deismus, sondern eine Übergangsform zwischen Deismus und einem stark metaphysisch begründeten Theismus mit moralischer und eschatologischer Erweiterung.

---

 

Wenn man es ganz präzise etikettiert, wäre ein guter philosophischer Begriff etwa:

> „teleologisch-moralischer Theismus mit deistischer Gottesdistanz“

oder einfacher:

> „deistisch gefärbter Theismus“

---

 

Wenn du willst, kann ich dir zeigen, an welchem einzigen Punkt diese ganze Konstruktion philosophisch „kippt“ – also wo aus Deismus plötzlich Religion im klassischen Sinn wird.
- - -
Aus Rücksicht auf meinen Scrollfinger habe ich mal die dutzenden Absätze aus dem Posting entfernt.
Alfons als Moderator

bearbeitet von Alfons

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