Weihrauch Geschrieben vor 4 Stunden Melden Geschrieben vor 4 Stunden vor 3 Minuten schrieb iskander: Danke, Du hast natürlich recht! Dass der Name den du verwendet hast falsch ist, merkte ich zumindest. Den richtigen Namen muss ich mir jedes mal suchen, weil ich ihn mir einfach nicht merken kann. Aber es reicht, sich einen Namen dieser Blase zu merken, dann findet man die anderen auch schnell. Kipp Davis schaffe ich grad noch in Youtube einzugeben und dann hab ich die anderen, die ich mir auch nicht merken kann, bzw. ihre Kanäle schnell gefunden. Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 4 Stunden Melden Geschrieben vor 4 Stunden vor 27 Minuten schrieb iskander: Ich habe gesagt, dass @rorros Antwort an den evangelischen Theologen im Grunde darauf hinausläuft, dass er katholisch werden soll. Ja und. Damit hat Rorro doch auch vollkommen recht. Wenn man die Trinität glaubt, ist die Katholische Kirche die einzig sinnvolle. Alles andere führt nur zu hochmerkwürdigen Sonderwegen. Zitieren
iskander Geschrieben vor 3 Stunden Melden Geschrieben vor 3 Stunden vor 5 Minuten schrieb Flo77: vor 34 Minuten schrieb iskander: Ich habe gesagt, dass @rorros Antwort an den evangelischen Theologen im Grunde darauf hinausläuft, dass er katholisch werden soll. Ja und. Damit hat Rorro doch auch vollkommen recht. Wenn man die Trinität glaubt, ist die Katholische Kirche die einzig sinnvolle. Alles andere führt nur zu hochmerkwürdigen Sonderwegen. Ja, das sehen manche so; und @manden würde jetzt sagen, dass der einzige richtig Weg der sei, die Bibel samt Trinität ganz ad acta zu legen und seinen Erkenntnissen über den "ECHTEN Gott" zu folgen. Ich will damit nicht sagen, dass @rorros Antwort nicht legitim sei oder völlig an der Sache vorbei gehen würde. Es ist ja immerhin eine mögliche Lösung für die Frage, was man denn dann mit der Bibel umgehen solle. Trotzdem denke ich eben, dass die kritischen Anmerkungen des evangelischen Theologen (Roth) halt einen eigenständigen Kern haben, der es wert ist, für sich betrachtet zu werden. Zumal die kath. Kirche ja letztlich ihre Moral auch nicht einfach direkt aus der Bibel ableitet, sondern ihre eigenen Vorstellungen mit einbringt: - In Casti connubii beispielsweise wurde die De-Facto-Verweigerung der Leviratsehe durch Onan noch als Sünde der Verhütung ausgelegt (was heute wohl auch keinem konservativ-katholischen Papst oder Theologen mehr einfiele). - Das Zinsverbot aus dem AT wurde von Päpsten und Konzilien bekräftigt. - Die Erlaubnis der Todesstrafe vermutlich auch. - Wenn die Kirche hingegen im NT liest, dass der "episkopos" verheiratet sein soll, oder dass die Faru in der Kirche ihr Haupt zu bedecken habe, spielt das für sie keine Rolle. Das wären jetzt Beispiel, die mir einfallen. Auch die kath. Kirche nimmt eben die Bibel nicht einfach als Lehrbuch, um da konkrete Normen abzuleiten, sondern geht mit ihren eigenen Überzeugungen ran (was ja, jedenfalls in einem gewissen Maße, eh nicht anders geht). Natürlich kann man dennoch der Meinung sein, dass die kath. Kirche dazu berufen sei, die Bibel authentisch auszulegen. Das respektiere ich. Aber ich glaube eben dennoch, dass man so oder so zu dem Schluss gelangen kann, dass der evangelisch Theologe einen vernünftigen Punkt hat, und vernünftige Argumente. Ich zitiere nochmals (gleicher Artikel?): "Roth erinnert daran, dass mit der Bibel sowohl Sklaverei als auch menschliche Freiheit begründet wurde, Ausbeutung der Natur und Klimaschutz, Monogamie und Polygamie, Frauenverachtung und Feminismus. So hätten auch die unterschiedlichen Konfessionen einen unterschiedlichen Zugriff auf die Bibel: "Ich glaube nicht, dass die Landeskirchen bibelgemäßer sind als Jehovas Zeugen. Vielmehr lesen sie die Bibel nur jeweils anders, betonen andere Stellen." [...] [...] Roth betont, dass nach christlichem Verständnis Gott Mensch geworden sei, nicht Buch. "Die Bibel kommt beispielsweise im Glaubensbekenntnis als Glaubensgegenstand gar nicht vor", sagte Roth. Die Bibel sei nicht Selbstzweck, sondern Mittel, um Christus zu verstehen. Nach reformatorischem Verständnis gehe es daher nicht darum, bibelgemäß zu leben und jeden Vers als Handlungsbefehl zu verstehen, sondern "christusgemäß"." https://www.domradio.de/artikel/theologe-beklagt-bibelmissbrauch-ethischen-debatten Das ist doch im Grunde in der Praxis die Einstellung der meisten Christen. Und ich würde behaupten, dass auch die kath. Kirche ähnlich vorgeht oder es versucht: Sie interpretiert die Bibel ausgehend von ihrem grundlegenden (unter anderem) christologischen Verständnis und ihrer eigenen Tradition - und nicht in erster Linie, indem sie die einzelnen Bibelstellen zur Todesstrafe, Sklaverei oder der Heiratspflicht für Bischöfe systematisch heraussucht. Meiner Meinung fordert Roth hier eigentlich nicht etwas völlig Revolutionäres, sondern eher, dass man sich die bisher ohnehin schon meistens gepflegte Praxis ehrlicher eingesteht - oder? Zudem adressiert er ja hier vor allem Protestanten. Und ich halte den Katholiken dies zugute: Wenn sie sagen, dass sie etwas annehmen, weil das Lehramt es klar sagt, dann ist das zumindest glaubwürdig. Wenn das Lehramt etwas klipp und klar sagt, dann ist da eben so. Wenn manche (nicht alle) Protestanten hingegen so tun, als stünde ihre eigene Position ganz eindeutig, klar und völlig unmissverständlich in der Bibel, obwohl das im Grunde sehr umstritten und sehr stark Interpretationssache ist, dann ist das weniger glaubwürdig. Zitieren
Frank Geschrieben vor 18 Minuten Melden Geschrieben vor 18 Minuten vor 11 Stunden schrieb SteRo: Ich bezweifle sehr, dass von der Kirche gekränkte aktive Homosexuelle oder andere "Sklaven der Sinnlichkeit" sich objektiv zur Bibel als verbindlichen sittlich-moralischen Leitfaden für Christen äußern können. Naja, du hast dich mit dieser Einlassung jedenfalls disqualifiziert zu sittlich-moralischen Fragen zu äußern. Darf ich höflich an KKK 2358 erinnern? Zitieren
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