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Synodaler Weg - schon versperrt?


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Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb atheist666:

Das bezweifle ich nicht. Aber ob in 50. Jahren sich noch jemand an den Synodalen Weg erinnern wird, halte ich persönlich für fraglich.

An die von Rom damals hartnäckig verteidigten Ansichten, wegen denen damals die Reformation ausgebrochen ist, erinnert sich heute auch keiner mehr. 
Selbst der gerade erst 160 Jahre alte Unsinn, den Pius IX im Syllabus Errorum für essentielle Basis der Rechtgläubigkeit hielt, lockt heute keinen Papst mehr hinter dem Ofen hervor

 

Werner

Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb rorro:

1975 war die Würzburger Synode. Kennt heute außerhalb der Hauptamtlichenbubble auch kaum jemand.

Wozu auch? Die allgemeine Praxis selbst der meisten praktizierenden Katholiken geht doch inzwischen weit darüber hinaus.

 

Wahrscheinlich wäre angesichts der heutigen Praxis das Lehramt gottfroh, wenn sich die Schafe nur im Rahmen der Würzburger Synode bewegen würden

 

Werner

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Werner001:

ich finde das ok.


Die Piusbrüder verwenden ja gerne den Begriff „Gottmensch“. Da denk ich dann eher Chimären wie Zentauren oder Meerjungfrauen 

 

Werner

Diesen Begriff verwenden die Piusbrüder nicht ausschließlich und haben ihn auch nicht erfunden.

Geschrieben
vor 51 Minuten schrieb atheist666:

Nun ja, um mal zum Thread zurückkehren, die FSSPX hat schon über 50. Jahre überlebt, wie lange es noch der deutsche Sonderweg macht wissen nur die Götter.

Katholiken in Deutschland gibt es seit ca. 1800 Jahren. Einen deutschen Sonderweg, bezogen auf alle deutschen Diözesen, der diese von den Diözesen aller anderen Länder unterscheiden würde, gibt es nur in der Phantasie einiger Katholiken, die sich für katholischer halten als den Papst.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb iskander:

 

Das stimmt - ich kenne sie auch nur von Norbert Lüdecke. Ich finde seine nalysee, festgehalten vor allem in seinem Buch "Die Täuschung" interessant. Für Dich dürften sie vielleicht sogar beruhigend sein. Ich weiß, was er inhaltlich sagt und schreibt (ich habe es selbst gelesen), habe aber die KI Grok um eine Zusammenfassung gerbten, um mir Zeit und Mühe zu sparen. Die Zusammenfassung ist inhaltlich treffend: 

 

Die KI Grok sagt:

 

Zusammenfassung von Lüdeckes Analyse der Würzburger Synode (1972–1975):

Lüdecke beschreibt die Würzburger Synode als klassisches Druckablass- und Beruhigungsinstrument der deutschen Bischöfe nach der schweren Krise durch die „Pillen-Enzyklika“ Humanae Vitae (1968). Die Enzyklika hatte massive Proteste und einen Aufstand gegen die Hierarchie ausgelöst (u. a. auf dem Essener Katholikentag). Statt echter Reformen brauchten die Bischöfe eine kontrollierte Ventilfunktion, um den Überdruck abzulassen, ohne ihre ständehierarchische Macht zu gefährden.

  • Die Synode wurde als „Beratungsvorgang“ präsentiert, der Demokratie- und Partizipationswünsche (die aus der Gesellschaft in die Kirche drängten) auffing.
  • Das Statut suggerierte Mitbestimmung und Entscheidungsbefugnis, stellte aber sicher, dass Ablauf, Themen und Ergebnisse fest in bischöflicher Hand blieben („dialogisch“ ausgeübte Autorität).
  • Das ZdK kooperierte willig.

Ergebnis: Ambivalente Ruhe. Viele fühlten sich durch das „Aussprache-Forum“ mit Bischöfen befriedigt; andere erkannten zu spät, dass sie jahrelang in einer Partizipationsattrappe (Simulation von Mitwirkung) engagiert waren – ohne echte Demokratie oder Veränderung der hierarchischen Struktur. Der Reformstau blieb bestehen.

Das große Muster / Zeitschleife („Und täglich grüßt der ‚Dialog‘“)

Lüdecke sieht hier ein wiederkehrendes Handlungsskript der Hierarchie in Krisen (seit 1952):

  1. Krise → Laie-Unzufriedenheit/Druck (z. B. 1952 Laienengagement, 1968 Verhütungsstreit, 2010/2018 Missbrauchsskandale).
  2. Bischöfliche Reaktion: „Dialog“-Format initiieren (ZdK-Gründung 1952 als Einhegung, Würzburger Synode, Gesprächsprozess 2011–2015, Synodaler Weg seit 2020).
  3. Mechanismus: Rhetorik von Gemeinsamkeit, Partizipation und „auf Augenhöhe“ (katholisch umgedeuteter „Dialog“ = asymmetrisch, keine Gleichberechtigung). Laien dürfen reden/beraten (decision-making), aber decision-taking bleibt bei den Bischöfen/Papst.
  4. Ausgang: Temporäre Beruhigung + Erschöpfung/Enttäuschung der Reformer. Keine strukturellen Veränderungen (Zölibat, Frauenweihe, Machtteilung etc. bleiben tabu).
  5. Wiederholung: Neuer Druck baut sich auf → nächster „Dialog“.

Für Lüdecke ist der Synodaler Weg die neueste Variante derselben Täuschung: Laien (inkl. ZdK) lassen sich trotz historischer Erfahrung erneut auf ein Format ein, das strukturell in der „Klerikalmonarchie“ verbleibt und nur unverbindliche Bitten produziert. Das Muster zeigt eine systematische Simulation von Partizipation zur Machtsicherung der Hierarchie – bei gleichzeitiger Komplizenschaft vieler Laienvertreter aus Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Angst vor echter Distanzierung.

Kurz: Die Kirche gibt den Laien das Gefühl, mitzureden und „die Kirche, die sie verdienen“ mitzugestalten, ohne je die hierarchische Substanz anzutasten.

 

Ich verstehe auch nicht, wie man auch nur mit Grundkenntnissen der sakramentalen Verfaßtheit der Kirche auf die Idee kommen kann, irgendwelche Debattenclubs in einer lokalen Region würden was ändern.

 

"Reformstau" ist auch so ein deutsches Unwort (Autofahrernation halt). 

 

Erstens ist es kein "Stau" und zweitens sind das Gewollte keine Reformen, sondern Neuerungen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb MartinO:

Katholiken in Deutschland gibt es seit ca. 1800 Jahren. Einen deutschen Sonderweg, bezogen auf alle deutschen Diözesen, der diese von den Diözesen aller anderen Länder unterscheiden würde, gibt es nur in der Phantasie einiger Katholiken, die sich für katholischer halten als den Papst.

 

Vor einiger Zeit gründeten davon manche die altkatholische Kirche. Sie hat deutschlandweit mittlerweile weniger Mitglieder als meine Pfarrei (nein, das ist keine Wertung, sondern eine Beschreibung).

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb rorro:

 

Vor einiger Zeit gründeten davon manche die altkatholische Kirche. Sie hat deutschlandweit mittlerweile weniger Mitglieder als meine Pfarrei (nein, das ist keine Wertung, sondern eine Beschreibung).

Und was genau hat die altkatholische Kirche mit den deutschen Bischöfen zu tun?

Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb rorro:

Vor einiger Zeit gründeten davon manche die altkatholische Kirche. Sie hat deutschlandweit mittlerweile weniger Mitglieder als meine Pfarrei (nein, das ist keine Wertung, sondern eine Beschreibung).

 

Wobei es  die ja offenbar auch anderswo noch gibt, mindestens in den Niederlanden, sie immer schon eine sehr kleine Minderheit waren. Eigentlich wundert es mich, dass sie nicht mehr Zulauf haben - eben von Katholiken, die sich einerseits katholisch fühlen (und für die der Protestantismus keine gute Alternative ist), andererseits aber dringend Reformen wünschen. 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb iskander:

@Weihrauch und @Flo77

 

Ihr macht das völlig "falsch". Ihr versucht, einen Ausdruck von @SteRo inhaltlich so füllen, dass er eine fassbare Bedeutung bekommt und aufhört, vollkommen beliebig und zu sein. Ginge es um eine ernsthafte und sachliche Diskussion, wäre das natürlich absolut vernünftig. Aber SteRo geht es um etwas ganz anderes: ein polemisches Negativ-Etikett, das er jedem nach Belieben anheften kann, der ihm nicht passt.

 

Ich kann nur für mich sprechen: SteRo ist seit einer Ewigkeit auf meiner Ignoreliste. Ich sah seinen Quatsch nur als Zitat, in einem anderen Beitrag, und nahm die Gelegenheit wahr ihm ohne großen Aufwand en pasant eine mitzugeben. Auf mein "Outing" ist er prompt reingefallen und hat sich die Watschn bereitwillig abgeholt. Er ist ja so berechenbar. 

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb MartinO:

Und was genau hat die altkatholische Kirche mit den deutschen Bischöfen zu tun?

 

Du sprachst von Menschen (die altkath. Kirche hat ja auch einen Bischof), die besser zu wissen glauben als der Papst was katholisch ist. Hatten wir schon. Verlauf bekannt. Bedeutungsschwereres wollte ich nicht sagen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 27 Minuten schrieb iskander:

Eigentlich wundert es mich, dass sie nicht mehr Zulauf haben - eben von Katholiken, die sich einerseits katholisch fühlen (und für die der Protestantismus keine gute Alternative ist), andererseits aber dringend Reformen wünschen. 

 

Das dachte auch der TO (Thread-Opener).

 

Vielen scheint es aber nicht primär um ihre Anliegen zu gehen, sondern sie wollen, daß sich nichts für sie ändert außer eben, daß ihre Anliegen umgesetzt werden. "Gewinnen" ist prioritär sozusagen, die Anliegen selbst sekundär.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb rorro:

 

Du sprachst von Menschen (die altkath. Kirche hat ja auch einen Bischof), die besser zu wissen glauben als der Papst was katholisch ist. Hatten wir schon. Verlauf bekannt. Bedeutungsschwereres wollte ich nicht sagen.

 

In den letzten Jahrzehnten scheinen her anderswo viele Katholiken eigene Kirchen zu gründen:

 

"Now we learn of an extensive resistance to celibacy within the African church. We read about an African bishop who left the church to marry and subsequently provided leadership for many other priests who chose to marry. [...] Finally, we read that there are as many as 300,000 African Catholics following these schismatic married priests and their archbishop." 

https://www.ncronline.org/blogs/ncr-today/trouble-celibacy-church-africa

 

Muss man natürlich fairerweise zu der großen Anzahl von Katholiken insgesamt dort setzen, ist aber dennoch eine nicht ganz unbeachtliche Anzahl. 

 

vor 1 Minute schrieb rorro:

 

Das dachte auch der TO (Thread-Opener).

 

Vielen scheint es aber nicht primär um ihre Anliegen zu gehen, sondern sie wollen, daß sich nichts für sie ändert außer eben, daß ihre Anliegen umgesetzt werden. "Gewinnen" ist prioritär sozusagen, die Anliegen selbst sekundär.

 

Ich glaube ehrlich gesagt eher, dass das an einer starken emotionalen Bindung an "ihre" Kirche liegt, die sie in ein Dilemma führt. Sonst müsste es wie gesagt zu einer massenhaften Abwanderung kommen (soweit es eben heute noch Massen von katholisch geprägten und zugleich frustrierten Katholiken gibt).

Geschrieben
Am 13.9.2019 um 18:38 schrieb Jan_Duever:

Folgende Pressemeldung wurde soeben veröffentlicht: https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article200251414/Deutsche-Katholiken-auf-Konfrontationskurs-mit-dem-Papst.html

 

Ich sag euch eines: Wenn das mit dem Reformstau so weitergeht, werden die alt-katholischen Gemeinden in Deutschland noch aus allen Nähten platzen, denn dort ist all das verwirklicht, was in der römisch-katholischen Kirche fehlt.

Manchmal ist es tatsächlich sinnvoll zum Ursprung zurück zu blicken.

Meine Herren, was für eine großspurige Threaderöffnung so nach dem Motto:

Wahrlich Wahrlich ich sage Euch...

 

Sieben Jahre und etliche Seiten später ist man genauso schlau wie zuvor. Goethe hatte also doch recht.

 

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Weihrauch:

 

Ich kann nur für mich sprechen: ...

 

Nein, im Prinzip kannst du (und tust es doch auch) für andere sprechen, die deine Neigung teilen. Du verwendest vielleicht andere Worte und denkst eine bischen anderen Linien entlang, aber im Grunde seid ihr euch doch einig. Ich versteh euch sehr gut.

 

 

vor 9 Stunden schrieb Weihrauch:

... Ich sah seinen Quatsch nur als Zitat, in einem anderen Beitrag, und nahm die Gelegenheit wahr ihm ohne großen Aufwand en pasant eine mitzugeben. Auf mein "Outing" ist er prompt reingefallen und hat sich die Watschn bereitwillig abgeholt. Er ist ja so berechenbar. 

Dein Outing war ja auch wahrhaftig, selbst dann, wenn du es als Täuschung meintest. Deshalb musst du dich nicht selbst ohrfeigen, denn ich verstehe dich sooo gut.

 

 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb MartinO:

Katholiken in Deutschland gibt es seit ca. 1800 Jahren. Einen deutschen Sonderweg, bezogen auf alle deutschen Diözesen, der diese von den Diözesen aller anderen Länder unterscheiden würde, gibt es nur in der Phantasie einiger Katholiken, die sich für katholischer halten als den Papst.

Wir wollen mal nicht übertreiben. Mal nachrechnen, das muß so zur Zeit der Saalburg gewesen sein, und ob da viele von den römischen Besatzern Christen waren, jetzt abgesehen vom heidnischen Umfeld, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb iskander:

Ich glaube ehrlich gesagt eher, dass das an einer starken emotionalen Bindung an "ihre" Kirche liegt, die sie in ein Dilemma führt. 

 

Auch dann stehen ihre Anliegen nicht an erster Stelle, sondern sie selbst.

Das verstehe ich ja auch, nur ist es eben nicht schlimm es auch so zu nennen.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb atheist666:

Wir wollen mal nicht übertreiben. Mal nachrechnen, das muß so zur Zeit der Saalburg gewesen sein, und ob da viele von den römischen Besatzern Christen waren, jetzt abgesehen vom heidnischen Umfeld, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Ich denke, MartinO bezieht sich auf den Fund in Nida.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb rorro:

zweitens sind das Gewollte keine Reformen, sondern Neuerungen

Es sind ausnahmslos immer Neuerungen, seit 2000 Jahre gibt es ständig Neuerungen. Wo ist das Problem?

Oder willst du echte Re-Formen? Wohin denn? Zu den Renaissance-Päpsten? Zur Leichensynode? Zu Kreuzzugspredigten? Zu Ketzerverbrennungen? Nach Avingnon?

 

Werner

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Werner001:

Es sind ausnahmslos immer Neuerungen, seit 2000 Jahre gibt es ständig Neuerungen. Wo ist das Problem?

Oder willst du echte Re-Formen? Wohin denn? Zu den Renaissance-Päpsten? Zur Leichensynode? Zu Kreuzzugspredigten? Zu Ketzerverbrennungen? Nach Avingnon?

Nach Galiläa...

 

Unser Welt wird bald wieder genauso brennen.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb rorro:

Sie hat deutschlandweit mittlerweile weniger Mitglieder als meine Pfarrei

Wieviel Prozent deiner Pfarrei sind reine Karteileichen? Wieviel Prozent von denen, die noch praktizieren, versuchen zumindest, gemäß den lehramtlichen Vorgaben zu leben, ohne sie in Teilen von vornherein zu negieren?

 

Werner

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Flo77:

Nach Galiläa...

Ohne Päpste, Bischöfe, Lehrämter? Ich glaub nicht dass rorro das möchte

 

Werner

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Werner001:

Ohne Päpste, Bischöfe, Lehrämter? Ich glaub nicht dass rorro das möchte

Das ist ja nicht mein Problem.

Geschrieben
Am 9.6.2026 um 16:53 schrieb Flo77:

Wenn man die Trinität glaubt, ist die Katholische Kirche die einzig sinnvolle.

 

Wieso eigentlich? Wo ist hier der spezifische Bezug?

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb iskander:

 

Wieso eigentlich? Wo ist hier der spezifische Bezug?

Weil die Katholische diejenige ist, die das Konzept erfunden und ihre Texte danach zusammengestellt hat. Die Orthodoxie ginge theologisch auch, aber wenn man Papsttum mag halt nur zweite Wahl.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Flo77:

Weil die Katholische diejenige ist, die das Konzept erfunden und ihre Texte danach zusammengestellt hat. Die Orthodoxie ginge theologisch auch, aber wenn man Papsttum mag halt nur zweite Wahl.

So ein eigener Grußaugust hat schon seinen Reiz und auch zweifellos integrative Wirkung. Deswegen haben die Briten oder Holländer ja ihre Könige.

Er sollte sich natürlich nicht ins tägliche Leben einmischen.

 

Werner

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