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Warum ist die christliche Religion falsch ?


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Geschrieben

Bibel unverfälscht, den wahren Jakob äh wahren Gott kennen wir immer noch nicht, und morgen ist Pfingstmontag.

Und so lebten sie bis zum Ende aller Tage, d.h. wenn wir die Antworten, welche uns hier angedroht wurden, verkraften.

Geschrieben
Am 23.5.2026 um 12:41 schrieb jesusallein:

Es wird immer wieder behauptet dass die Bibel verfälscht sei. Ein Pastor gibt die Antwort. 
https://www.youtube.com/shorts/bRnXUsP45IE

 

vor 6 Stunden schrieb iskander:

 

Ich weiß nicht, von wem das behauptet wird.

 

Ich auch nicht, es wird aber schon Atheisten geben, die diesen Begriff auf die Bibel anwenden. Ich habe andererseits schon einige gehört, die vor allem Genesis als "Plagiat" und "von den Mesopotamiern geklaut" bezeichnen. Das ist nun einmal Quatsch, weil es moderne Vorstellungen von "Echtheit" voraussetzt und vor allen Dingen die völlig moderne Idee, Texte seien ein für allemal fixiert und jede Änderung sei eine "Fälschung."

 

Der Pastor redet aber auch teilweise Käse. "5000 NT-Handschriften" gibt es aus dem Mittelalter, also haben die meisten davon keine textkritische Bedeutung. Was die frühen Jahrhunderte des Christentums angeht, so haben wir bis 300 n. Chr. nur ein paar Fragmente, dann nur eine Handvoll Handschriften bis zum Ende der Antike, und aus denen wissen wir, dass der Text im Fluss war. Die Buchrollen aus dem Toten Meer enthalten ebenfalls viele Varianten zum masoretischen Text - der Text des AT war ebenfalls im Fluss.

 

Daher wird klar, dass wir nicht den "Originaltext" der Bibel haben - was wäre der denn? Der Text, den die Kircheväter lasen? Der, der um 100 n. Chr. um Umlauf war? Markions?

 

Was der Padstor da sagt, ist der übliche apologetische Salat aus Halbwahrheiten, selbst wenn er genaugenommen recht hat: Die Bibel ist keine "Fälschung." Sie ist nur ein antiker Text.

Geschrieben

@Domingo

 

Ich hatte schon mehrfach gehört, dass es auch eine ganze Reihe doch teilweise recht unterschiedlicher Versionen der NT-Schriften aus den frühesten Zeiten, aus denen man Material hat, gebe. Weißt Du dazu zufällig mehr? Es gibt z.B. von Bart Ehrman ein ganzes Buch zum Thema, meine ich, habe mich da aber nicht eingelesen.. 

Geschrieben

@iskander:

 

https://www.youtube.com/watch?v=_Xyz0dX_wFY

 

Habe ich schon mal hier gepostet (Du hast es vielleicht nicht gesehen) und hat einiges an Unverständnis geerntet, aber mir persönlich erscheint das Video sehr klar und korrekt - das mag aber daran liegen, dass ich eben Philologe bin. Falls Du es anguckst, frag mich ruhig, sollte es Dir komisch oder unklar vorkommen.

Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb Domingo:

@iskander:

 

https://www.youtube.com/watch?v=_Xyz0dX_wFY

 

Habe ich schon mal hier gepostet (Du hast es vielleicht nicht gesehen) und hat einiges an Unverständnis geerntet, aber mir persönlich erscheint das Video sehr klar und korrekt - das mag aber daran liegen, dass ich eben Philologe bin. Falls Du es anguckst, frag mich ruhig, sollte es Dir komisch oder unklar vorkommen.



Kurzer Kommentar : die Bibel ist NICHT das Wort Gottes.  Und darauf kommts an !

Geschrieben (bearbeitet)

Zum Aufräumen und zur Beratung geschlossen.

 

bearbeitet von Alfons
  • Alfons locked this Thema
Geschrieben

Ich habe eine Serie von Postings entfernt, in denen es um die persönliche Befindlichkeit eines Users ging. 

Unabhängig davon möchte ich darauf hinweisen, dass zu den Forenregeln der Satz "Glaube wird wertgeschätzt" gehört. Das gilt auch für den katholischen Glauben. 


Der Thread ist wieder offen.

Alfons als Moderator

 

  • Alfons unlocked this Thema
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Alfons:

Ich habe eine Serie von Postings entfernt, in denen es um die persönliche Befindlichkeit eines Users ging. 

Unabhängig davon möchte ich darauf hinweisen, dass zu den Forenregeln der Satz "Glaube wird wertgeschätzt" gehört. Das gilt auch für den katholischen Glauben. 


Der Thread ist wieder offen.

Alfons als Moderator

 



Alfons, ich begrüsse deine Entscheidung, diesen für das Schicksal der Menschheit wichtigen Thread wieder aufzumachen.

Was soll das auch, die Erkenntnis von Menschen zu unterdrücken.

Das würde doch zeigen, wes Geistes Kind man hier ist. 

Und ich habe wiederholt bewiesen, dass die katholische und die christlche Religion FALSCH ist !

Bisher hat man den Beweis lediglich ignoriert, als endlich einmal Stellung zu beziehen !

Verständlich, denn ihr habt ja  K E I N E  Argumente . 

bearbeitet von manden
Fehler
Geschrieben
Am 24.5.2026 um 13:02 schrieb SteRo:

Vielen Dank für deine lieben Wünsche, welche ich gerne an dich erwidere!

Der Heilige Geist kommt und formt die einige Gemeinschaft der Rechtgläubigen.

Dank sei dem Herrn!


Auch hier : meine Beiträge werden einfach gelöscht !

Ist dieses Verfahren von euch gewünscht ?

Dann sagt es doch bitte !

Geschrieben


WIE IST DIE JETZIGE LAGE DER MENSCHHEIT  :

Die Menschheit mit all ihren Religionen  g e g e n  den Echten Gott  !

Und ich  -  ein einzelner Mensch  -  vertrete die Wahrheit über den Echten Gott .

 Wird die Wahrheit siegen ?

Oder ist die Menschheit schon zu verdorben ?

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Alfons:

 

Ja, aber auf mykath nur in dem dafür vorhandenen Thread. 
Das Ausbreiten in anderen Threads, auch in diesem, hat Verwarnung und Sperrung zur Folge.

Alfons als Moderator



Du willst verhindern, dass die Wahrheit über den Echten GOTT zu den Menschen kommt !

In deiner Haut möchte ich nicht stecken !

Du arbeitest  g e g e n  den Echten Gott !

Vielleicht solltest Du Dir das nochmal überlegen ?

Geschrieben

@manden

 

Ich hatte das Thema "Natürliche Religion" bzw. "Vernunftreligion" bereits neulich angesprochen, aber hier habe ich eine KI um eine Zusammenfassung gebeten. Findest Du Dich da grundsätzlich wieder oder nicht?

 

Hier aus zwei gekürzten KI-Zusammenfassungen:

 

Natürliche Religion oder Vernunftreligion bezeichnet eine religiöse oder religionsphilosophische Haltung, die primär auf menschlicher Vernunft, Beobachtung der Natur und allgemein zugänglichen Einsichten beruht – im Gegensatz zu Offenbarungsreligionen (positiven Religionen), die sich auf spezifische göttliche Eingriffe, Propheten, heilige Schriften oder Wunder stützen.

Diese Position war besonders in der Aufklärung populär und bot vielen Denkern eine Alternative, die sie intellektuell redlich und universell zugänglich fanden, ohne sich einer bestimmten konfessionellen Tradition verpflichtet zu fühlen.

Kernideen

Die natürliche Religion geht davon aus, dass grundlegende religiöse Wahrheiten (Existenz eines Schöpfergottes, moralische Grundsätze, Unsterblichkeit der Seele) durch Vernunft und die Betrachtung der Schöpfung erkennbar sind. Offenbarungen gelten als historisch bedingt, nicht notwendig oder sogar als potenzielle Verfälschungen der ursprünglichen, „reinen“ Religion. Viele Vertreter sahen in den positiven Religionen spätere „Hinzufügungen“ oder Anpassungen an bestimmte Kulturen und Zeiten, während die Vernunftreligion zeitlos und für alle Menschen gleichermaßen gültig sei.

Es handelt sich oft um einen Deismus: Gott schafft die Welt wie ein Uhrmacher und lässt sie nach vernünftigen Naturgesetzen laufen, ohne ständig einzugreifen. Wunder, Dogmen oder priesterliche Vermittlung werden skeptisch betrachtet.

Wichtige Personen und Ideen

Herbert von Cherbury (1583–1648) gilt als einer der ersten systematischen Vertreter. In seinem Werk De religione gentilium (1663) formulierte er fünf „Common Notions“ der natürlichen Religion, die jedem vernünftigen Menschen einleuchten sollen:

  • Existenz eines höchsten Gottes
  • Verehrung Gottes
  • Tugend und Frömmigkeit als zentrale Praxis
  • Reue über Sünden
  • Göttliche Belohnung und Bestrafung im Jenseits

Diese Prinzipien bedürfen keiner Offenbarung.

Matthew Tindal (1657–1733) nannte das Christentum in Christianity as Old as the Creation (1730) eine „Wiederherausgabe“ der natürlichen Religion. Er argumentierte, dass die wahre Religion so alt wie die Schöpfung sei und durch Vernunft zugänglich. Offenbarungen sah er kritisch als menschliche Zutaten.

John Toland, Anthony Collins und andere englische Deisten des 17./18. Jahrhunderts entwickelten diese Linie weiter und betonten die Vernunft als Maßstab.

In Frankreich vertraten Voltaire und Jean-Jacques Rousseau verwandte Positionen. Rousseau sprach in Émile von einer natürlichen Religion des Herzens und der Vernunft („Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars“), die unabhängig von Kirchen und Dogmen steht.

Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) ist eine zentrale Figur im deutschsprachigen Raum. In seinen theologischen Schriften und besonders in Nathan der Weise (Ringparabel) plädierte er für religiöse Toleranz und die Idee, dass keine positive Religion den alleinigen Anspruch auf Wahrheit erheben könne. Die „Erziehung des Menschengeschlechts“ beschreibt er als fortschreitende Entwicklung hin zu einer vernünftigeren, moralischeren Religion. Er unterschied zwischen der ewigen natürlichen Religion und den zeitgebundenen positiven Religionen.

Immanuel Kant (1724–1804) entwickelte in Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793) eine ausgearbeitete Vernunftreligion. Moral führt notwendig zur Religion: Der Mensch postuliert Gott, Freiheit und Unsterblichkeit, um moralisches Handeln sinnvoll zu machen. Historische Religionen (wie das Christentum) können Vehikel für diese Vernunftwahrheiten sein, dürfen aber nicht mit ihnen verwechselt werden. Kant kritisierte den „Afterdienst“ blinden Buchstabenglaubens und betonte die praktische, moralische Dimension der Religion.

Weitere Denker wie Moses Mendelssohn (jüdische Aufklärung) oder Freimaurer-Kreise integrierten ähnliche Ideen.

 

[Zur Kritik an der Bibel:]

 

Unter den englischen Deisten und Aufklärern, die eine Vernunftreligion oder natürliche Religion vertraten, waren Bibelkritiken wegen innerer Widersprüche, historischer Unstimmigkeiten und moralischer Probleme ziemlich verbreitet. Das war ein zentraler Bestandteil ihrer Argumentation gegen den exklusiven Offenbarungsanspruch.

Wichtige Beispiele:

  • Thomas Paine (1737–1809) war hier besonders radikal. In seinem einflussreichen Werk The Age of Reason (1794/1795) analysierte er die Bibel wie ein gewöhnliches historisches Buch und wies massiv auf Widersprüche hin (z. B. in der Schöpfungsgeschichte, den Genealogien Jesu, chronologischen Fehlern). Er bezeichnete Teile des Alten Testaments als grausam und unmoralisch und sah die Bibel insgesamt als menschliches Produkt voller Fehler – keine göttliche Offenbarung.
  • John Toland und Anthony Collins kritisierten bereits früher die Bibel mit philologischen und historischen Methoden: Toland hinterfragte die Kanonbildung und „Korruptionen“ der Texte, Collins besonders die angeblichen Prophezeiungserfüllungen.
  • Auch Voltaire spottete regelmäßig über biblische Widersprüche und „Absurditäten“.

Diese Kritik war meist nicht rein destruktiv, sondern diente dem Ziel, die „reine“ natürliche Religion von menschlichen Zutaten zu befreien. [...]

 

Der moderne Deismus (oder Vernunftreligion) lebt weiter:

  • Es existieren Organisationen wie die World Union of Deists oder die Church of the Modern Deist, die klassische Ideen mit aktueller Wissenschaft und Philosophie verbinden.
  • Viele sehen sich als „spirituell, aber nicht religiös“ oder glauben an einen nicht-interventionistischen Gott (Uhrmacher-Gott), ohne Dogmen, Wunder oder heilige Schriften anzuerkennen.
  • Varianten wie Christian Deism, Scientific Deism oder Humanistic Deism versuchen, ethische oder spirituelle Elemente beizubehalten, ohne sich an eine Offenbarungsreligion zu binden.
  • In Umfragen (besonders USA) geben nicht wenige Menschen an, an eine höhere Macht zu glauben, ohne persönlichen Gott oder kirchliche Lehren zu akzeptieren – das überschneidet sich stark mit deistischen Positionen. [...]
Geschrieben (bearbeitet)

@manden

 

Wenn Du an einer konkreten Diskussion interessiert bist, könntest Du beispielsweise auf diesen Beitrag eingehen, indem ich Dein Argument in seine einzelnen Prämissen zergliedert und diese diskutiert habe. Oder auch auf diesen Beitrag zum Thema "natürliche Religion" bzw. "Vernunftreligion", den ich jetzt gerade bei für Dich verfasst habe. Natürlich bitte im entsprechenden Thread.

bearbeitet von iskander
Geschrieben (bearbeitet)
vor 24 Minuten schrieb manden:
vor 32 Minuten schrieb Alfons:

 

Ja, aber auf mykath nur in dem dafür vorhandenen Thread. 
Das Ausbreiten in anderen Threads, auch in diesem, hat Verwarnung und Sperrung zur Folge.

Alfons als Moderator



Du willst verhindern, dass die Wahrheit über den Echten GOTT zu den Menschen kommt !

In deiner Haut möchte ich nicht stecken !

Du arbeitest  g e g e n  den Echten Gott !

Vielleicht solltest Du Dir das nochmal überlegen ?

 

 

Ein Thread ist doch genug - alles andere wird die Leute ohnehin eher nerven als überzeugen. Und einen sektiererischen oder proteolytischen Eindruck zu hinterlassen, würde Deiner Sache ohnehin eher schaden als nutzen. 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb iskander:

@manden

 

Wenn Du an einer konkreten Diskussion interessiert bist, könntest Du beispielsweise auf diesen Beitrag eingehen, indem ich Dein Argument in seine einzelnen Prämissen zergliedert und diese diskutiert habe. Oder auch auf diesen Beitrag zum Thema "natürliche Religion" bzw. "Vernunftreligion", den ich jetzt gerade bei für Dich verfasst habe. Natürlich bitte im entsprechenden Thread.


Ich bin natürlich an einer konkreten Diskussion interessiert.  Schauen wir mal, was Du zu bieten hast.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb manden:


Ich bin natürlich an einer konkreten Diskussion interessiert.  Schauen wir mal, was Du zu bieten hast.

iskander hat ja etwas angeboten, einfach den links folgen

Geschrieben
Am 17.5.2026 um 21:58 schrieb iskander:

 

Ich behaupte nicht, dass die christliche Religion wahr ist. Zwar will ich das nicht klar ausschließen, bezweifle es aber. Ich sage nur, das Dein Beweis nicht so eindeutig ist, wie Du meinst, und habe das (wie auch andere) bereits begründet - unter anderem mit dem Hinweis, dass nicht alle Christen die Bibel (mit ihren potentiellen Widersprüchen) als überall wahr auf der Literalebene verstehen.

Du gehst aber nicht darauf ein, dass manche (viele?) Christen unter dem "Wort  Gottes" etwas inhaltlich  anderes verstehen als Du, und welche Implikation das hat (nämlich die, dass jemand, der sich als Christ sieht, seinem Gott nicht Widersprüche oder moralische Monstrositäten zuschreiben muss).   

 

 

Es geht hier nicht um die formale Logik (im Sinne von beispielsweise: "Wenn aus A B folgt und aus B C, dann folgt aus A auch C"). Es geht hier vielmehr um die Prämissen, die Du benutzt:

 

 

Dein Argument würde halb-formell wohl in etwa so lauten:

 

1. Das Universum existiert.

2. Wenn das Universum aber existiert, bedarf es einer Ursache.

3. Die einzige Ursache, die infrage kommt, ist eine weit überlegene Intelligenz.

4. Also muss die Ursache des Universums eine weit überlegene Intelligenz sein.

 

Es gibt keinen Zweifel, dass Dein Schluss formal korrekt ist. Das heißt: Wenn die Prämissen Deines Schlusses wahr sind (also die Punkte  1-3), dann ist auch die Konklusion wahr (also Punkt 4). Das werden auch Deine Kritiker zugeben; sonst würden sie in der Tat unlogisch denken, so wie Du es ihnen immer wieder vorhältst. Die Frage ist allerdings, ob die Prämissen wahr sind.

 

Die erste Prämisse ist unbestreitbar wahr: Es gibt ganz offenkundig das Universum.

Prämisse 2, nämlich dass das Universum einen zeitlichen Anfang hat und daher einer Ursache bedarf, ist - anders als es bei Dir immer wieder anklingt - keine einfache logische "Tatsache". Man mag diese Prämisse angesichts der kosmologischen Forschung, die für einen zeitlichen Anfang des Universums zu sprechen scheint, dennoch zugeben.

 

Aber wieso soll Prämisse 3 gelten? Wieso sollte allein eine extrem überlegene Existenz als Erklärung für das Universum infragekommen? Wieso sollte man nicht (im Widerspruch zu Prämisse 3 annehmen, dass es vor dem Urknall durchaus eine physische Wirklichkeit gegeben haben kann, die womöglich das Universum verursacht hat bzw. seine Existenz erklärt?

Du hattest mir auf diesen Einwand, als ich ihn früher einmal genannt hatte, sinngemäß geantwortet, dass eine solche physische Wirklichkeit vor dem Urknall spekulativ sei. Das stimmt, aber wieso ist der "echte Gott" als Erklärung unseres Universums nicht genauso spekulativ wie eine physikalische Realität, die dem Urknall vorausgeht (wie z.B. ein "Quantenvakuum" oder ein "Multiversum")?

Du müsstest für Deinen Beweis zeigen, dass tatsächlich eine unendliche Intelligenz die einzige mögliche (oder zumindest die einzige plausible) Erklärung für die Existenz des Universums ist. Soweit ich sehe, leistest Du das aber nirgendwo.  

 

(Des Weiteren erklärst Du, soweit ich das im Blick habe, nirgendwo, wieso eine überlegene Intelligenz, die das Universum erschaffen hat, nicht  ebenfalls einer Ursache bedürfen würde. Je nachdem, wie genau die Überlegungen hinter Deiner Argumentation zu verstehen sind, könnte das ein Problem für Dich sein.)

 

Die klassische christliche Theologie bzw. Philosophie ist hier anspruchsvoller vorgegangen; sie hat genau diese Probleme erkannt und zu lösen versucht. Sie hat unter anderem argumentiert, dass es etwas geben müsse, dessen Wesen das Sein selbst ist; etwas, das reine Aktualität ohne "Beimischung" von Potentialität ist; etwas, das (daher) auch keiner Verursachung von außen bedarf; und dass das Universum diese Bedingungen unmöglich erfüllen könne, sondern vielmehr von diesem absoluten Sein abhänge. Die christlichen Denker haben dann in weiteren Schritten zu begründen versucht, warum dieses absolute Sein unter anderem geistig und eine unendliche Intelligenz sein müsse.

 

Man mag die jeweilige Argumentation nicht überzeugend finden, aber zumindest haben diese Leute die eigentlichen Herausforderungen erkannt und versucht, ihnen gerecht zu werden. Sie waren sich darüber im Klaren darüber, welche Prämissen sie für ihre Beweise benötigen und haben versucht, diese auch zu begründen. 

 

(Übrigens ging beispielsweise Thomas v. Aquin nicht davon aus, dass man es mit der Vernunft erkennen könne, dass das Universum einen zeitlichen Anfang habe (obwohl ich denke, dass man für einen solchen zeitlichen Anfang argumentieren könnte). Er meinte vielmehr, dass man allein mit der Vernunft - also ohne christliche Offenbarung - nur zeigen könne, dass des Universum "seinsmäßig" von Gott abhänge; dass seine Existenz von Gott herkomme und es ohne Gott nicht existieren könne.)


Deine verwirrenden Ausführungen sind NICHT brauchbar !
Der Gottesbeweis für den Echten Gott .
Universum samt Leben ist da !  Wo kommt das her ?
Ist es aus nichts von selbst entstanden ?
Oder war es schon immer da ?
Das ist aber gegen die Logik. Und die ist Naturgesetz.
Dann bleibt nur eine unvorstellbar überlegene Existenz. 
Und die nenne ich Echter Gott.
DAS IST EIN GOTTESBEWEIS ! 

Geschrieben

Was ist denn an meinem Beitrag Deiner Meinung nach falsch oder gar verwirrend ? Wir sind uns doch sicher einig, dass jeder Beweis und jedes Argument aus Prämissen und einer Konklusion besteht. Wenn ich Dein Argument nicht korrekt rekonstruiert habe, dann sage mir bitte, wie seine einzelnen Prämissen denn dann stattdessen sind. 

Geschrieben
vor 53 Minuten schrieb iskander:

@manden

 

Ich hatte das Thema "Natürliche Religion" bzw. "Vernunftreligion" bereits neulich angesprochen, aber hier habe ich eine KI um eine Zusammenfassung gebeten. Findest Du Dich da grundsätzlich wieder oder nicht?

 

Hier aus zwei gekürzten KI-Zusammenfassungen:

 

Natürliche Religion oder Vernunftreligion bezeichnet eine religiöse oder religionsphilosophische Haltung, die primär auf menschlicher Vernunft, Beobachtung der Natur und allgemein zugänglichen Einsichten beruht – im Gegensatz zu Offenbarungsreligionen (positiven Religionen), die sich auf spezifische göttliche Eingriffe, Propheten, heilige Schriften oder Wunder stützen.

Diese Position war besonders in der Aufklärung populär und bot vielen Denkern eine Alternative, die sie intellektuell redlich und universell zugänglich fanden, ohne sich einer bestimmten konfessionellen Tradition verpflichtet zu fühlen.

Kernideen

Die natürliche Religion geht davon aus, dass grundlegende religiöse Wahrheiten (Existenz eines Schöpfergottes, moralische Grundsätze, Unsterblichkeit der Seele) durch Vernunft und die Betrachtung der Schöpfung erkennbar sind. Offenbarungen gelten als historisch bedingt, nicht notwendig oder sogar als potenzielle Verfälschungen der ursprünglichen, „reinen“ Religion. Viele Vertreter sahen in den positiven Religionen spätere „Hinzufügungen“ oder Anpassungen an bestimmte Kulturen und Zeiten, während die Vernunftreligion zeitlos und für alle Menschen gleichermaßen gültig sei.

Es handelt sich oft um einen Deismus: Gott schafft die Welt wie ein Uhrmacher und lässt sie nach vernünftigen Naturgesetzen laufen, ohne ständig einzugreifen. Wunder, Dogmen oder priesterliche Vermittlung werden skeptisch betrachtet.

Wichtige Personen und Ideen

Herbert von Cherbury (1583–1648) gilt als einer der ersten systematischen Vertreter. In seinem Werk De religione gentilium (1663) formulierte er fünf „Common Notions“ der natürlichen Religion, die jedem vernünftigen Menschen einleuchten sollen:

  • Existenz eines höchsten Gottes
  • Verehrung Gottes
  • Tugend und Frömmigkeit als zentrale Praxis
  • Reue über Sünden
  • Göttliche Belohnung und Bestrafung im Jenseits

Diese Prinzipien bedürfen keiner Offenbarung.

Matthew Tindal (1657–1733) nannte das Christentum in Christianity as Old as the Creation (1730) eine „Wiederherausgabe“ der natürlichen Religion. Er argumentierte, dass die wahre Religion so alt wie die Schöpfung sei und durch Vernunft zugänglich. Offenbarungen sah er kritisch als menschliche Zutaten.

John Toland, Anthony Collins und andere englische Deisten des 17./18. Jahrhunderts entwickelten diese Linie weiter und betonten die Vernunft als Maßstab.

In Frankreich vertraten Voltaire und Jean-Jacques Rousseau verwandte Positionen. Rousseau sprach in Émile von einer natürlichen Religion des Herzens und der Vernunft („Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars“), die unabhängig von Kirchen und Dogmen steht.

Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) ist eine zentrale Figur im deutschsprachigen Raum. In seinen theologischen Schriften und besonders in Nathan der Weise (Ringparabel) plädierte er für religiöse Toleranz und die Idee, dass keine positive Religion den alleinigen Anspruch auf Wahrheit erheben könne. Die „Erziehung des Menschengeschlechts“ beschreibt er als fortschreitende Entwicklung hin zu einer vernünftigeren, moralischeren Religion. Er unterschied zwischen der ewigen natürlichen Religion und den zeitgebundenen positiven Religionen.

Immanuel Kant (1724–1804) entwickelte in Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793) eine ausgearbeitete Vernunftreligion. Moral führt notwendig zur Religion: Der Mensch postuliert Gott, Freiheit und Unsterblichkeit, um moralisches Handeln sinnvoll zu machen. Historische Religionen (wie das Christentum) können Vehikel für diese Vernunftwahrheiten sein, dürfen aber nicht mit ihnen verwechselt werden. Kant kritisierte den „Afterdienst“ blinden Buchstabenglaubens und betonte die praktische, moralische Dimension der Religion.

Weitere Denker wie Moses Mendelssohn (jüdische Aufklärung) oder Freimaurer-Kreise integrierten ähnliche Ideen.

 

[Zur Kritik an der Bibel:]

 

Unter den englischen Deisten und Aufklärern, die eine Vernunftreligion oder natürliche Religion vertraten, waren Bibelkritiken wegen innerer Widersprüche, historischer Unstimmigkeiten und moralischer Probleme ziemlich verbreitet. Das war ein zentraler Bestandteil ihrer Argumentation gegen den exklusiven Offenbarungsanspruch.

Wichtige Beispiele:

  • Thomas Paine (1737–1809) war hier besonders radikal. In seinem einflussreichen Werk The Age of Reason (1794/1795) analysierte er die Bibel wie ein gewöhnliches historisches Buch und wies massiv auf Widersprüche hin (z. B. in der Schöpfungsgeschichte, den Genealogien Jesu, chronologischen Fehlern). Er bezeichnete Teile des Alten Testaments als grausam und unmoralisch und sah die Bibel insgesamt als menschliches Produkt voller Fehler – keine göttliche Offenbarung.
  • John Toland und Anthony Collins kritisierten bereits früher die Bibel mit philologischen und historischen Methoden: Toland hinterfragte die Kanonbildung und „Korruptionen“ der Texte, Collins besonders die angeblichen Prophezeiungserfüllungen.
  • Auch Voltaire spottete regelmäßig über biblische Widersprüche und „Absurditäten“.

Diese Kritik war meist nicht rein destruktiv, sondern diente dem Ziel, die „reine“ natürliche Religion von menschlichen Zutaten zu befreien. [...]

 

Der moderne Deismus (oder Vernunftreligion) lebt weiter:

  • Es existieren Organisationen wie die World Union of Deists oder die Church of the Modern Deist, die klassische Ideen mit aktueller Wissenschaft und Philosophie verbinden.
  • Viele sehen sich als „spirituell, aber nicht religiös“ oder glauben an einen nicht-interventionistischen Gott (Uhrmacher-Gott), ohne Dogmen, Wunder oder heilige Schriften anzuerkennen.
  • Varianten wie Christian Deism, Scientific Deism oder Humanistic Deism versuchen, ethische oder spirituelle Elemente beizubehalten, ohne sich an eine Offenbarungsreligion zu binden.
  • In Umfragen (besonders USA) geben nicht wenige Menschen an, an eine höhere Macht zu glauben, ohne persönlichen Gott oder kirchliche Lehren zu akzeptieren – das überschneidet sich stark mit deistischen Positionen. [...]

 

 

Was soll das ?

Willst Du Religionen definieren ?

Die Echte Religion beschreibt den Echten Gott.  Die 8 Dinge, die an seiner Schöpfung über ihn erkennbar sind. Alles weitere ist Menschenmache. 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb iskander:

Was ist denn an meinem Beitrag Deiner Meinung nach falsch oder gar verwirrend ? Wir sind uns doch sicher einig, dass jeder Beweis und jedes Argument aus Prämissen und einer Konklusion besteht. Wenn ich Dein Argument nicht korrekt rekonstruiert habe, dann sage mir bitte, wie seine einzelnen Prämissen denn dann stattdessen sind. 

Ich habe Dir den kompletten Gottesbeweis für den Echten Gott gezeigt !  WAS willst Du denn sonst noch ?  Alles verwirrend machen ?

Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb Chrysologus:

iskander hat ja etwas angeboten, einfach den links folgen

immerhin. Seine verwirrenden Ausführungen bringen uns aber nicht weiter !  Wir brauchen sachliche und logische Tatsachen zu Gott !

Geschrieben

@manden

 

Du meinst doch, dass Du einen schlagenden Beweis für Deine Überzeugung hast, und den habe ich analysiert. Frage: Weißt Du, was ein Beweis  bzw. Argument ist und wie es logisch funktioniert? Sonst hier die Wikipedia:

 

"Ein Argument (lateinisch argumentum ‚Darlegung; Gehalt, Beweismittel, Beweisgrund‘[1] von lateinisch arguere ‚deutlich zu erkennen geben, behaupten, beweisen, zeigen‘) wird typischerweise dazu verwendet, etwas zu begründen oder jemanden zu überzeugen. In Sprachwissenschaft und Philosophie versteht man unter einem Argument eine Abfolge von Aussagen, die aus einer Konklusion und möglicherweise mehreren Prämissen besteht, wobei die Konklusion diejenige Aussage ist, die durch die Prämissen begründet (man sagt auch: gestützt) werden soll.[2]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Argument

 

Und genau da habe ich angesetzt. Ich habe versucht, die Prämissen Deines Beweises einzeln herauszuarbeiten und diese besprochen. Ich wüsste nicht, wie man einen Beweis anders prüfen kann, als dass man sich seine einzelnen Bestandteile (und die sie verbundene Logik) genauer ansieht und sie analysiert bzw. prüft. Wie sollte es auch sonst gehen?

Geschrieben
19 minutes ago, manden said:

Deine verwirrenden Ausführungen sind NICHT brauchbar !

Die Kurzfassung:

Für die Existenz des Universums ist eine überlegene Intelligenz nicht zwingend erforderlich.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Kulti:

Die Kurzfassung:

Für die Existenz des Universums ist eine überlegene Intelligenz nicht zwingend erforderlich.

 

 

FALSCH !

Für die Existenz des Universums ist eine unvorstellbar überlegene Existenz, der Echte Gott,  z w i n g e n d  erforderlich !

Geschrieben

@manden

 

Vielleicht mal folgende Fragen, deren Vorabklärung für eine echte Diskussion vielleicht notwendig wären:

 

- Weißt Du, was ein Argument bzw. Beweis ist, wie er funktioniert und welche Rolle Prämissen und Logik für ihn spielen?
 

- Bist Du Dir drüber im Klaren, dass der Beweis, den Du für Gott vorgetragen hast, sehr alt ist und schon lange diskutiert wird (ebenso wie auch ganz andere Beweise)?

 

- Ist Dir bekannt, dass die Idee, dass der Mensch durch seine Vernunft aus der Welt die Existenz eines intelligenten Schöpfer-Gottes erkennen kann, bereits sehr alt ist (Stichworte unter anderem "Vernunftreligion", "natürliche Religion")? Siehe etwas weiter oben.  

 

- Ist Dir weiterhin bekannt, dass die Art von Kritik, die Du an der Bibel und am Christentum übst, ebenfalls schon seit langer Zeit geübt und diskutiert wird?

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