Chrysologus Geschrieben Donnerstag um 19:48 Melden Geschrieben Donnerstag um 19:48 Ist mir noch nie begegnet. (Außer man zählt meine excellent AG Spiri dazu, aber wir sind keine Pfarrei.) Zitieren
gouvernante Geschrieben Freitag um 07:10 Melden Geschrieben Freitag um 07:10 vor 11 Stunden schrieb rorro: In meiner Stadt gibt es diese (werden da "Ausschuß" genannt) noch in vielen Pfarreien. Oh. Ich sehe das in den Gegenden, in denen ich unterwegs bin, seit 30 Jahren nicht mehr. (Kindergottesdienste ausgenommen, dafür gibt es das gelegentlich noch, aber die finden - meiner Erfahrung nach - ja in der Regel als (partielle) Parallelveranstaltung statt.) Zitieren
Guppy Geschrieben Freitag um 16:46 Melden Geschrieben Freitag um 16:46 Am 11.6.2026 um 09:10 schrieb rorro: Liturgischer Machtmissbrauch ist leider weit verbreitet. Und sowohl Bischöfen wie auch den Papst bekannt. Gemacht wird leider nichts. Zitieren
rorro Geschrieben Freitag um 17:22 Melden Geschrieben Freitag um 17:22 vor 33 Minuten schrieb Guppy: Und sowohl Bischöfen wie auch den Papst bekannt. Gemacht wird leider nichts. Verantwortliche sind die Bischöfe. Und die wurden mehrheitlich zu einer Zeit ausgebildet, die eher noch vom liturgischen Bildersturm geprägt wurde. Die sog. Anthropologische Wende tat dazu ihr übriges, denn Sinn für das Sakrale zu verwässern. Zitieren
Frank Geschrieben Samstag um 21:19 Melden Geschrieben Samstag um 21:19 (bearbeitet) Am 11.6.2026 um 19:35 schrieb rorro: "Streng nach Messbuch" , also einfach "nach Messbuch", (also "say the black, do the red") ist vor allem der Gemeinde würdig. Denn gerade der Sonntagsgottesdienst hat ja im besten Fall ein Sammelsurium von Menschen dabei, die vollkommen unterschiedliche spirituelle Schwerpunkte haben - die Eucharistiefeier des Sonntags ist da der Punkt der Einheit. Gerade durch "nach Messbuch" kann diese Einheit viel eher gelingen als "nach Liturgiekreis" oder "nach Privatmeinung des Klerikers und anderer Hauptamtlichen". Das setzt natürlich voraus, daß die Einheit als wichtig erachtet wird. Die Einheit der ganzen Gemeinde, auch derer, denen das Leben es nicht vergönnt hat, aus unterschiedlichsten Gründen, ihre Meinung in Gremien einzubringen. Die Hl. Messe am Sonntag hat ja als Zielgruppe "Alle" - anders sieht as bei Hl. Messen für Partikulargruppen aus. Da sind Anpassungen zumindest noch nachvollziehbarer. Am Sonntag sind sie nur Machtmißbrauch. Wenn im roten– bezogen auf den schwarzen Text – Formulierungen stehen wie „mit diesen oder ähnlichen Worten“ oder wenn das Rote explizit mehrere Varianten von Schwarz zulässt, dann bedeutet „streng nach Messbuch“ eben gerade nicht zwingend ein starres „Lies einfach das Schwarze“. Das Messbuch selbst fordert hier pastorale Flexibilität. Ich kann deine Sehnsucht nach einer einfachen Welt ja nachvollziehen. Ich teile sie sogar. Aber dieser Wunsch sollte nicht soweit gehen sich die Welt einfacher zu machen als sie ist. - Soviel zu "streng nach Messbuch" Und zur Einheit: Leo schreibt in Magnifica humanitas: „25 [...] Es kommt nicht in erster Linie darauf an, Machtpositionen zu besetzen oder kulturelle Festungen zu bewachen, sondern Prozesse des Guten in Gang zu setzen und sie reifen zu lassen; so drängt sich die Wahrheit des Evangeliums nicht von oben auf, sondern wächst im Laufe der Zeit, im konkreten Geflecht von Leben, Gemeinschaften und Kulturen. Es ist eine Wahrheit, die die Vielfalt nicht fürchtet, sondern annimmt und ordnet; die die Konflikte nicht beseitigt, sondern verwandelt; die wieder zusammenfügt, was die Geschichte zu zerstreuen droht. Daraus ergibt sich auch das Bild des Polyeders, einer Figur mit vielen Facetten, in denen sich aus verschiedenen Blickwinkeln dieselbe Wahrheit des Evangeliums widerspiegelt. 26. Diese Haltung der Offenheit gegenüber der Wahrheit, die eine und zugleich vielgestaltig ist, bringt zutiefst die Katholizität der Kirche zum Ausdruck [...]“ Das schreibt er an einer Stelle, an der er den Weg der Kirche durch die Zeit nachzeichnet. Weshalb er hier ein ein Prinzip skizziert,das man auf die gesamte Lehre anwenden kann, vielleicht sogar muss. In der Liturgie jedenfalls ist dieser Gedanke unter dem Stichwort „Inkulturation“ längst kalter Kaffee. Der Einheitsbegriff der katholischen Kirche war nie, ist nicht und wird nie der einer Uniformität sein. Das gibt im Grunde schon der Name selbst vor: Katholisch bedeutet allumfassend, nicht gleichgeschaltet. bearbeitet Samstag um 21:32 von Frank 1 Zitieren
rorro Geschrieben Samstag um 22:45 Melden Geschrieben Samstag um 22:45 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Frank: Wenn im roten– bezogen auf den schwarzen Text – Formulierungen stehen wie „mit diesen oder ähnlichen Worten“ oder wenn das Rote explizit mehrere Varianten von Schwarz zulässt, dann bedeutet „streng nach Messbuch“ eben gerade nicht zwingend ein starres „Lies einfach das Schwarze“. Das Messbuch selbst fordert hier pastorale Flexibilität. Ich kann deine Sehnsucht nach einer einfachen Welt ja nachvollziehen. Ich teile sie sogar. Aber dieser Wunsch sollte nicht soweit gehen sich die Welt einfacher zu machen als sie ist. - Soviel zu "streng nach Messbuch" Und zur Einheit: Leo schreibt in Magnifica humanitas: „25 [...] Es kommt nicht in erster Linie darauf an, Machtpositionen zu besetzen oder kulturelle Festungen zu bewachen, sondern Prozesse des Guten in Gang zu setzen und sie reifen zu lassen; so drängt sich die Wahrheit des Evangeliums nicht von oben auf, sondern wächst im Laufe der Zeit, im konkreten Geflecht von Leben, Gemeinschaften und Kulturen. Es ist eine Wahrheit, die die Vielfalt nicht fürchtet, sondern annimmt und ordnet; die die Konflikte nicht beseitigt, sondern verwandelt; die wieder zusammenfügt, was die Geschichte zu zerstreuen droht. Daraus ergibt sich auch das Bild des Polyeders, einer Figur mit vielen Facetten, in denen sich aus verschiedenen Blickwinkeln dieselbe Wahrheit des Evangeliums widerspiegelt. 26. Diese Haltung der Offenheit gegenüber der Wahrheit, die eine und zugleich vielgestaltig ist, bringt zutiefst die Katholizität der Kirche zum Ausdruck [...]“ Das schreibt er an einer Stelle, an der er den Weg der Kirche durch die Zeit nachzeichnet. Weshalb er hier ein ein Prinzip skizziert,das man auf die gesamte Lehre anwenden kann, vielleicht sogar muss. In der Liturgie jedenfalls ist dieser Gedanke unter dem Stichwort „Inkulturation“ längst kalter Kaffee. Der Einheitsbegriff der katholischen Kirche war nie, ist nicht und wird nie der einer Uniformität sein. Das gibt im Grunde schon der Name selbst vor: Katholisch bedeutet allumfassend, nicht gleichgeschaltet. Da wo das Meßbuch Flexibilität zuläßt, habe ich nichts dagegen, wie auch: ist ja dann "nach Meßbuch" und gehört ja dann zu "say the black". Und wo nicht, da nicht. Ganz einfach. Ansonsten gibt das letzte Ökumenische Konzil genügend Aussagen zum Verhältnis zur Liturgie - wenn sich alle Konzilsverteidiger einfach an das Konzil hielten, wäre an Glaubwürdigkeit viel gewonnen. bearbeitet Samstag um 22:46 von rorro Zitieren
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